Spontane Evakuierung: Weltkriegsbombe legt Kölner City lahm

Heute Mittag (21. Januar 2020) gegen 12 Uhr soll in der Kölner Innenstadt ein Blindgänger entschärft werden. Die amerikanische Bombe aus dem zweiten Weltkrieg wurde am Montag Abend (20. Januar 2020) am Kennedy-Ufer auf der östlichen Rheinseite entdeckt. Die spontane Evakuierung der City zwingt den Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr zum temporären Halt. Auch RTL ist betroffen.

Der Bahnhof Köln Messe/Deutz ist bereits geräumt worden, ebenso die Messehallen und Bürogebäude in der Evakuierungszone. Mehr als zehntausend Arbeitnehmer mussten laut Stadtverwaltung evakuiert werden, viele von ihnen sind Mitarbeiter der Mediengruppe RTL. Der Sender erklärte jedoch, dass der Betrieb nicht unterbrochen werde.

Gegen Mittag soll die Weltkriegsbombe am Kennedy-Ufer vom Kampfmittelräumdienst unschädlich gemacht werden. Dafür ist ein Evakuierungsradius von 500 Metern um die Fundstelle am Rhein eingerichtet worden. Betroffen sind neben der Kölner Oper und viele nUnternehmen auch die Hohenzollernbrücke und mit ihr der gesamte Bahnverkehr in und um Köln. Die Bahn kündigte bereits an, dass sich Verspätungen und Zugausfälle vor allem im Nahverkehr bemerkbar machen würden. Köln gilt als einer der wichtigsten Knotenpunkte des Bahnverkehrs in NRW.

Nicht nur Züge, sondern auch Schiffe und Flugzeuge müssen sich nach der Entschärfung richten. Während der Kampfmittelräumdienst am Blindgänger hantiert, ist der Luftraum über der Evakuierungszone gesperrt. Auch der Rhein kann seine Funktion als vielfrequentierte Wasserstraße während der Räumung nicht erfüllen. Wann die Bombenentschärfung abgeschlossen sein wird, ist noch nicht bekannt.

 

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