9-Euro-Ticket: Bundeskabinett stimmt zu – Plan bleibt umstritten

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch ein milliardenschweres Entlastungspaket beschlossen. Grund dafür sind die stark gestiegenen Energiepreise. Ab Juni sollen Bürger*innen drei Monate lang für 9 Euro unbegrenzt den öffentlichen Nahverkehr nutzen können.

Das Ticket ist Teil des „Energiekosten-Entlastungspakets“ der Bundesregierung und soll deutschlandweit für den öffentlichen Personennahverkehr gelten – also für Busse, Straßen- und U- sowie Regionalbahnen. Doch der Plan ist wegen der Finanzierung umstritten.

Der Bund hat zwar den Ländern, die für den Nahverkehr zuständig sind, zugesagt, Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen von 2,5 Milliarden Euro zu erstatten. Doch die Länder befürchten Mindereinnahmen. So sollen 1,2 Milliarden Euro für einen erneuten pandemiebedingten Rettungsschirm zur Verfügung stehen. Ursprünglich hatten die Länder aber 1,6 Milliarden Euro gefordert. Zusätzlich besteht die Sorge, dass das Ticket zu einem „Strohfeuer“ werde. Vielmehr solle es „ein Leuchtturmprojekt für bessere und saubere Mobilität sein“, wie NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mitteilte.

Soll das geplante 9-Euro-Ticket wie versprochen im Juni kommen, müssen im Mai der Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.

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