{"id":824,"date":"2026-07-28T13:10:47","date_gmt":"2026-07-28T11:10:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/?st-import=d0ff8aac267098373fb2c5a5cac3855e"},"modified":"2026-08-03T08:42:40","modified_gmt":"2026-08-03T06:42:40","slug":"home","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/","title":{"rendered":"Home"},"content":{"rendered":"<h1>\u201eMit Nazis spielt man nicht&#8220;<\/h1>\n<h3>Sportvereine im Rechtsruck?<\/p>\n<\/h3>\n<h4>Wie stark beeinflusst der gesellschaftliche Rechtsruck deutsche Sportvereine? Diese Recherche zeigt, wie Vereine mit Diskriminierungsvorf\u00e4llen umgehen, Extremismus vorbeugen,  welche Hilfsangebote es gibt \u2013 und wo noch weggeschaut wird.<\/h4>\n<p>Autorinnen: Fiona Fr\u00f6hling und Finja Wendland<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichtlicht am: 02.08.2026<\/p>\n<p>\u201eSportvereine sind die wichtigste Institution f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Was sie Woche f\u00fcr Woche leisten, ist durch nichts zu ersetzen\u201c, betont der Pr\u00e4sident des Deutschen Olympischen Sportbunds DOSB, Thomas Weikert.<\/p>\n<p>Das sieht nicht nur er so: 65 % der Befragten sehen Sportvereine als wichtigste Institution f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das ergab einer Studie des Leibniz-Instituts f\u00fcr Medienforschung mit ARD, ZDF und Deutschlandradio aus dem Fr\u00fchjahr 2025.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"535\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/08\/Grafik_Wichtigkeit_Institutionen-768x535.png\" alt=\"\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Sportvereine findet man nahezu \u00fcberall; in Gro\u00df- und Kleinst\u00e4dten, aber auch in den winzigsten D\u00f6rfern Deutschlands. Im Jahr 2025 gab es rund 86.000 Sportvereine mit 29,3 Millionen Mitgliedern, so Zahlen des DOSB. Sportvereine pr\u00e4gen das Leben vieler, nicht nur im Privaten, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene. Dabei sind sie nicht nur Schauplatz der jeweiligen Sportart, sondern auch Begegnungs- und Lernort, besonders, weil sie die verschiedensten Menschen zusammenbringen, Br\u00fccken bauen und Gemeinschaft bilden.<\/p>\n<p>Insbesondere weil Sportvereine eine derart zentrale Rolle in Deutschland einnehmen, spiegeln sie gesellschaftliche Entwicklungen wider, wenn nicht sogar noch mehr. Gunter A. Pilz hat vor seinem Ruhestand als Sportsoziologe zu gesellschaftlichen Themen im Sport gearbeitet und zum Beispiel Gutachten zum Thema Sport und Gewalt f\u00fcr das Bundesinnenministerium erstellt. Er sieht den Sport \u201enicht als Spiegelbild, sondern geradezu als eine Lupe oder ein Vergr\u00f6\u00dferungsglas von gesellschaftlichen Problemen. Da sieht man sie oft am schnellsten und intensivsten.\u201c<\/p>\n<h2>Die Gesellschaft r\u00fcckt nach rechts<\/h2>\n<p>Politische Extreme gab es schon immer. Sie waren mal mehr, mal weniger in der Gesamtgesellschaft verankert, doch in den letzten Jahren r\u00fcckten klar rechte Haltungen immer mehr in die Mitte der Gesellschaft. Zwar zeigt zum Beispiel die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Jahr 2025, dass eindeutig rechtsextreme Einstellungen zuletzt zur\u00fcckgegangen seien. Der Anteil der Menschen, die derartige Einstellungen nicht ausdr\u00fccklich ablehnen, sei wiederum deutlich gewachsen. Sprich: Die Personengruppe, welche sich im Graubereich zwischen konservativ und rechtsextrem bewegt, w\u00e4chst. Antidemokratische und diskriminierende Aussagen w\u00fcrden zunehmend normalisiert, und auch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, also die Diskriminierung eines Menschen aufgrund einer Zugeh\u00f6rigkeit zum Beispiel zu einer sozialen Klasse oder Religion, sei in der Mitte der Gesellschaft verankert, so die Studie.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung &#8211; auch Rechtsruck genannt &#8211; wird in den Wahlergebnissen vergangener Bundes-, Landtags- und Kommunalwahlen deutlich. Das zeigen vor allem die derzeitigen Wahlerfolge der AfD. Und das, obwohl die \u201eAlternative f\u00fcr Deutschland\u201c eine vergleichbar junge Partei ist: 2013 erst gegr\u00fcndet, gelang es der AfD, bei der Bundestagswahl 2025 hinter CDU\/CSU die zweitmeisten Zweitstimmen zu bekommen. Laut Umfragewerten f\u00fcr die Landtagswahlen 2026 k\u00f6nnte die Partei in den Bundesl\u00e4ndern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern st\u00e4rkste Kraft werden. Kurz vor Ver\u00f6ffentlichung dieser Recherche im Sommer 2026 war die AfD in mehreren Wahlumfragen zur Bundestagswahl st\u00e4rkste Kraft.<\/p>\n<p>Zur Wahrheit geh\u00f6rt: Das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz f\u00fchrt die AfD als \u201erechtsextremistischen Verdachtsfall\u201c (Stand Juli 2026) und stuft einzelne Landesverb\u00e4nde als \u201egesichert rechtsextrem\u201c ein. Dass die hohen Prozentzahlen der AfD die allgemeine Stimmung in Deutschland abbilden, erlebt auch Michael Neumann. Er arbeitet als Referent f\u00fcr das Projekt \u201eEntschlossen weltoffen\u201c im Landessportbund (LSB) NRW und hat in seinem Arbeitsalltag viel mit gesellschaftspolitischen Themen im Sport zu tun: \u201eDie Grenzen dessen, was gesagt wird und was ausgrenzt, haben sich stark verschoben. Dinge, die fr\u00fcher undenkbar waren, wirken heute fast normal und nehmen viel Raum in den K\u00f6pfen ein. Viele setzen sich gar nicht mehr damit auseinander, ob Aussagen vielleicht rassistisch oder diskriminierend sind.\u201c<\/p>\n<h2>Der Graubereich zwischen konservativ und rechtsextrem<\/h2>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Die formale Einstufung einer Partei ist hoch komplex &#8211; \u00e4hnlich wie die Einstufung von Aussagen oder Meinungen von Personen. Die Beurteilung, wo der Grat zwischen konservativer Weltanschauung, einer rechten Tendenz oder einer extremistischen Ideologie verl\u00e4uft, kann durch einen gewissen Graubereich nicht immer klar getroffen werden.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Trotzdem sind Definitionen wichtig. Denn sie schaffen ein allgemeines Verst\u00e4ndnis sowie eine Vergleichbarkeit der betrachteten Subjekte. Gunter A. Pilz beschreibt es wie folgt: \u201eAber was versteht man unter rechts? Ich glaube, das hei\u00dft, dass eben zunehmend nationalistisch gedacht wird, dass zunehmend ein Ziel von Rechtsextremen ist. Also schlichtweg muss man sagen, all das, wof\u00fcr der Sport in seinen Werten steht, in der umgekehrten Form. Das ist das, was den Rechtsruck letztendlich auszeichnet, also die Diskriminierung von anderen, die Behauptung, dass man mehr wert ist und dass man sich von anderen, Andersartigen absondern und distanzieren soll oder die m\u00f6glichst gar nicht in den eigenen Reihen haben soll.\u201c Michelini, ebenfalls Sportsoziologe, sieht Rechtsextremismus als \u201edas Gegenteil von Demokratie; antidemokratische Tendenzen verkn\u00fcpft mit der Theorie der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Wichtig in der Definition ist aber auch, ob Gewalt eine Rolle spielt und der Organisationsgrad der Personen.\u201c<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-8510\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-8510\">\n\t\t\t\t\t Was ist Rechtsextremismus?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eRechtsextremismus\u201c hat keine geschlossene Definition und kann in Deutschland verschiedene ideologische Ansichten von \u00e4u\u00dferst Rechten meinen. Sie werden gepr\u00e4gt von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus sowie gewaltbereiter Fremdenfeindlichkeit, Antipluralismus, v\u00f6lkischer Ideologie, Verherrlichung des NS-Regimes und Relativierung bis zur Leugnung des Holocaust sowie Diffamierung des demokratischen Rechtsstaats. Eines allerdings eint alle Rechtsextremist*innen: Die Priorisierung ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit und daraus resultierend die Ablehnung des Prinzips, dass alle Menschen gleich sind \u2013 was fundamental dem Grundgesetz widerspricht. Rechtsextremist*innen sind davon \u00fcberzeugt, dass die Ethnie oder Nationalit\u00e4t den Wert einer Person bestimme. In der Regel ist eine rechtsextreme Weltansicht von einem autorit\u00e4ren Staatsverst\u00e4ndnis gepr\u00e4gt. Dieses Verst\u00e4ndnis geht oftmals mit einer Ablehnung der Gewaltenteilung der deutschen\u00a0 \u00a0 Demokratie einher. Als Ziel gilt die (gegebenenfalls gewaltsame) Errichtung eines autorit\u00e4ren oder totalit\u00e4ren Staatssystems auf der Grundlage rassistischen und nationalistischen Gedankenguts.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/DE\/themen\/rechtsextremismus\/rechtsextremismus_node.html\">Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/41312\/wann-spricht-man-von-rechtsextremismus-rechtsradikalismus-oder-neonazismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, <\/a><\/em><em><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500808\/rechtsradikalismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-8511\">\n<summary data-accordion-index=\"2\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-8511\">\n\t\t\t\t\t Was ist Rechtspopulismus?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eRechtspopulismus\u201c kann als politische Strategie verstanden werden: Er vertritt autorit\u00e4re Ansichten und verbreitet und verst\u00e4rkt rassistische Vorurteile. Der Rechtspopulismus zeichnet sich durch Tabubr\u00fcche, die Forderung nach radikalen L\u00f6sungen, den Hang zu Verschw\u00f6rungstheorien und durch autorit\u00e4re Politikkonzepte aus. Bei Themen wie Familie, Ehe und Bildung werden meist konservative Positionen bezogen, w\u00e4hrend sozial- und wirtschaftspolitisch eher marktradikale und neoliberale Ansichten vertreten werden. Politikwissenschaftlich betrachtet besteht der Kern von Populismus aus der Erz\u00e4hlung des \u201eeinfachen Volkes\u201c oder \u201ekleinen Mannes\u201c gegen \u201edie da oben\u201c. Im Gegensatz zu Rechtsextemist*innen stehen Rechtspopulist*innen vermeintlich treu zur Verfassung. Au\u00dferdem grenzen Rechtsextreme die Gruppe des \u201eeinfachen Volkes\u201c nicht nur nach \u201eoben\u201c ab, sondern zus\u00e4tzlich strikt nach au\u00dfen gegen\u00fcber anderen religi\u00f6sen oder ethnischen Gruppen. Die AfD wird in der Politikwissenschaft als rechtspopulistisch oder als nationalkonservativ mit Br\u00fccken hin zum Rechtsextremismus eingeordnet.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500807\/rechtspopulismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-8512\">\n<summary data-accordion-index=\"3\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-8512\">\n\t\t\t\t\t Was ist die politische Rechte?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Rechts bedeutet in der Politik nicht gleich rechtsextrem. Wer sich dem rechten Spektrum der deutschen Demokratie zuordnet, nennt sich oftmals \u201eb\u00fcrgerlich\u201c oder \u201ekonservativ\u201c. Die sogenannte \u201epolitische Rechte\u201c bewegt sich im Gegensatz zum Rechtsextremismus im Rahmen der demokratischen, rechtsstaatlichen Grundordnung. Sie ist nicht nationalistisch. Sie ist jedoch durchaus patriotisch, heimatverbunden oder stolz auf Deutschland als Staat.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/extremismus\/rechtsextremismus\/wie-unterscheiden-sich-rechtsextremisten-von-rechten-demokraten\">Konrad Adenauer Stiftung<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-8513\">\n<summary data-accordion-index=\"4\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-8513\">\n\t\t\t\t\t Was ist der Rechtsruck?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der \u201eRechtsruck\u201c beschreibt die steigende Zustimmung f\u00fcr rechte Politik sowie die Zunahme des Einflusses rechtspopulistischer Parteien. Wahlerfolge rechter oder rechtsextremer Parteien zum Beispiel in Deutschland oder auch Frankreich und Italien zeigen einen Rechtsruck in der Gesellschaft auf.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2025-10\/rechtsruck-vibe-shift-wissenschaft-akademiker-identitaetspolitik\">Die Zeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/rechtsruck-in-europa\/t-66081118\">Deutsche Welle<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/meinung-matthias-dell-rechtsruck-europawahl-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-8514\">\n<summary data-accordion-index=\"5\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-8514\">\n\t\t\t\t\t Was ist Neonazismus?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Unter \u201eNeonazismus\u201c versteht man Gruppen oder Aktivit\u00e4ten innerhalb des Rechtsextremismus. Neonazis bekennen sich zur Ideologie des historischen Nationalsozialismus (1920-1945) und richten ihre Aktivit\u00e4ten nach diesem totalit\u00e4ren\u00a0 \u00a0 Vorbild aus. Das hei\u00dft: Sie lehnen eine demokratische Grundordnung ab und wollen diese durch eine Diktatur nach Vorbild des dritten Reiches ersetzen. Ihre Weltanschauung ist gepr\u00e4gt von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus, die Ideologie reicht bis zur Leugnung des Holocausts. Nicht alle Rechtsextremist*innen teilen die nationalsozialistischen Ansichten der Neonazis, allerdings verlaufen die Grenzen im gesamten rechtsextremen Spektrum flie\u00dfend. Ein Gro\u00dfteil der Neonazis organisiert sich eher in Vereinen oder Kameradschaften als in Parteien.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quellen: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/41312\/wann-spricht-man-von-rechtsextremismus-rechtsradikalismus-oder-neonazismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung <\/a>, <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/SharedDocs\/glossareintraege\/DE\/N\/neonationalsozialisten.html\">Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz-bw.de\/,Lde\/Startseite\/Arbeitsfelder\/Neonazis\">Verfassungsschutz Baden-W\u00fcrttemberg<\/a><\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eRechtsextremismus\u201c hat keine geschlossene Definition und kann in Deutschland verschiedene ideologische Ansichten von \u00e4u\u00dferst Rechten meinen. Sie werden gepr\u00e4gt von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus sowie gewaltbereiter Fremdenfeindlichkeit, Antipluralismus, v\u00f6lkischer Ideologie, Verherrlichung des NS-Regimes und Relativierung bis zur Leugnung des Holocaust sowie Diffamierung des demokratischen Rechtsstaats. Eines allerdings eint alle Rechtsextremist*innen: Die Priorisierung ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit und daraus resultierend die Ablehnung des Prinzips, dass alle Menschen gleich sind \u2013 was fundamental dem Grundgesetz widerspricht. Rechtsextremist*innen sind davon \u00fcberzeugt, dass die Ethnie oder Nationalit\u00e4t den Wert einer Person bestimme. In der Regel ist eine rechtsextreme Weltansicht von einem autorit\u00e4ren Staatsverst\u00e4ndnis gepr\u00e4gt. Dieses Verst\u00e4ndnis geht oftmals mit einer Ablehnung der Gewaltenteilung der deutschen\u00a0 \u00a0 Demokratie einher. Als Ziel gilt die (gegebenenfalls gewaltsame) Errichtung eines autorit\u00e4ren oder totalit\u00e4ren Staatssystems auf der Grundlage rassistischen und nationalistischen Gedankenguts.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/DE\/themen\/rechtsextremismus\/rechtsextremismus_node.html\">Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/41312\/wann-spricht-man-von-rechtsextremismus-rechtsradikalismus-oder-neonazismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, <\/a><\/em><em><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500808\/rechtsradikalismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eRechtspopulismus\u201c kann als politische Strategie verstanden werden: Er vertritt autorit\u00e4re Ansichten und verbreitet und verst\u00e4rkt rassistische Vorurteile. Der Rechtspopulismus zeichnet sich durch Tabubr\u00fcche, die Forderung nach radikalen L\u00f6sungen, den Hang zu Verschw\u00f6rungstheorien und durch autorit\u00e4re Politikkonzepte aus. Bei Themen wie Familie, Ehe und Bildung werden meist konservative Positionen bezogen, w\u00e4hrend sozial- und wirtschaftspolitisch eher marktradikale und neoliberale Ansichten vertreten werden. Politikwissenschaftlich betrachtet besteht der Kern von Populismus aus der Erz\u00e4hlung des \u201eeinfachen Volkes\u201c oder \u201ekleinen Mannes\u201c gegen \u201edie da oben\u201c. Im Gegensatz zu Rechtsextemist*innen stehen Rechtspopulist*innen vermeintlich treu zur Verfassung. Au\u00dferdem grenzen Rechtsextreme die Gruppe des \u201eeinfachen Volkes\u201c nicht nur nach \u201eoben\u201c ab, sondern zus\u00e4tzlich strikt nach au\u00dfen gegen\u00fcber anderen religi\u00f6sen oder ethnischen Gruppen. Die AfD wird in der Politikwissenschaft als rechtspopulistisch oder als nationalkonservativ mit Br\u00fccken hin zum Rechtsextremismus eingeordnet.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500807\/rechtspopulismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Rechts bedeutet in der Politik nicht gleich rechtsextrem. Wer sich dem rechten Spektrum der deutschen Demokratie zuordnet, nennt sich oftmals \u201eb\u00fcrgerlich\u201c oder \u201ekonservativ\u201c. Die sogenannte \u201epolitische Rechte\u201c bewegt sich im Gegensatz zum Rechtsextremismus im Rahmen der demokratischen, rechtsstaatlichen Grundordnung. Sie ist nicht nationalistisch. Sie ist jedoch durchaus patriotisch, heimatverbunden oder stolz auf Deutschland als Staat.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.kas.de\/de\/web\/extremismus\/rechtsextremismus\/wie-unterscheiden-sich-rechtsextremisten-von-rechten-demokraten\">Konrad Adenauer Stiftung<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der \u201eRechtsruck\u201c beschreibt die steigende Zustimmung f\u00fcr rechte Politik sowie die Zunahme des Einflusses rechtspopulistischer Parteien. Wahlerfolge rechter oder rechtsextremer Parteien zum Beispiel in Deutschland oder auch Frankreich und Italien zeigen einen Rechtsruck in der Gesellschaft auf.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2025-10\/rechtsruck-vibe-shift-wissenschaft-akademiker-identitaetspolitik\">Die Zeit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/rechtsruck-in-europa\/t-66081118\">Deutsche Welle<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/meinung-matthias-dell-rechtsruck-europawahl-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Unter \u201eNeonazismus\u201c versteht man Gruppen oder Aktivit\u00e4ten innerhalb des Rechtsextremismus. Neonazis bekennen sich zur Ideologie des historischen Nationalsozialismus (1920-1945) und richten ihre Aktivit\u00e4ten nach diesem totalit\u00e4ren\u00a0 \u00a0 Vorbild aus. Das hei\u00dft: Sie lehnen eine demokratische Grundordnung ab und wollen diese durch eine Diktatur nach Vorbild des dritten Reiches ersetzen. Ihre Weltanschauung ist gepr\u00e4gt von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus, die Ideologie reicht bis zur Leugnung des Holocausts. Nicht alle Rechtsextremist*innen teilen die nationalsozialistischen Ansichten der Neonazis, allerdings verlaufen die Grenzen im gesamten rechtsextremen Spektrum flie\u00dfend. Ein Gro\u00dfteil der Neonazis organisiert sich eher in Vereinen oder Kameradschaften als in Parteien.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quellen: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/41312\/wann-spricht-man-von-rechtsextremismus-rechtsradikalismus-oder-neonazismus\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung <\/a>, <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/SharedDocs\/glossareintraege\/DE\/N\/neonationalsozialisten.html\">Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz-bw.de\/,Lde\/Startseite\/Arbeitsfelder\/Neonazis\">Verfassungsschutz Baden-W\u00fcrttemberg<\/a><\/p>\n<p>Dennoch erlebt sie im Fu\u00dfball Diskriminierung. Nach ihrem Coming-out im Jahr 2022 wechselte sie in ihre aktuelle Mannschaft &#8211; vom M\u00e4nner &#8211; in den Frauenfu\u00dfball. In der Saison ihres Wechsels hatte der Deutsche Fu\u00dfballbund DFB eine neue Regelung f\u00fcr trans*, intergeschlechtliche und nicht-bin\u00e4re Personen im Amateurfu\u00dfball eingef\u00fchrt. Durch diese Regelung k\u00f6nnen sie selbst entscheiden, in welchem Team sie in der \u00dcbergangsphase spielen wollen.<\/p>\n<p>Im ersten halben Jahr nach ihrem Coming-out spielte Leonie vorerst weiterhin in ihrer M\u00e4nnermannschaft, konnte dann aber unkompliziert in eine Frauenmannschaft wechseln. Ihr Verein musste bei der Ummeldung lediglich ein Kreuzchen anders setzen. Ihr neues Team nahm sie herzlich auf und integrierte sie von Anfang an. Transfeindlichkeit erf\u00e4hrt sie bei Spielen von den gegnerischen Teams: \u201eDie Gegnerinnen sind oft skeptisch, und wenn wir Spiele gewinnen, hei\u00dft es dann manchmal automatisch, es w\u00e4re nur mein Verdienst gewesen. Je st\u00e4rker meine Mannschaft performt, desto st\u00e4rker ist die Diskriminierung, die ich erlebe. Ich habe nach Spielen auch schon mehrfach Drohnachrichten von Freunden der Spielerinnen \u00fcber Social Media zugeschickt bekommen.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Eine diskriminierende Handlung ist nicht automatisch gleichzusetzen mit einer rechtsextremen Gesinnung oder gar einem realen Rechtsruck. Menschen, die diskriminierendem Gedankengut in sich tragen oder \u00e4u\u00dfern geh\u00f6ren nicht automatisch zum rechten oder rechtsextremen Spektrum. Allerdings sind menschenfeindliche oder gruppenbezogene Diskriminierung essentielle Punkte rechtsextremer Ideologie. <\/p>\n<h2>Verschiedene Formen von Diskriminierung<\/h2>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1950\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1950\">\n\t\t\t\t\t Diskriminierung<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Bei Diskriminierung handelt es sich um ein bestimmtes Handeln, wodurch eine Person oder eine Gruppe aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Minderheit benachteiligt wird. Diese Benachteiligung kann sich in jeglichen Lebensbereichen zeigen, ob auf der Arbeit oder in der Schule, auf dem Wohnungsmarkt oder auch im Sport. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/DE\/ueber-diskriminierung\/diskriminierungsmerkmale\/ethnische-herkunft-rassismus\/ethnische-herkunft-rassismus-node.html\">Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1951\">\n<summary data-accordion-index=\"2\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1951\">\n\t\t\t\t\t Rassismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u200b\u200bRassismus beschreibt eine Ideologie, welche Menschen aufgrund \u00e4u\u00dferlicher Merkmale oder\u00a0 vermeintlicher bzw. tats\u00e4chlicher ethnischer Herkunft, Kultur, Abstammung oder Religion in vermeintliche \u201eRassen\u201c einteilt. Der Begriff \u201eRasse\u201c, welcher diese Menschen durch die Bewertung von mehr- oder minderwertigen Merkmalen in eine Hierarchie einteilt, ist allerdings stark umstritten. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Formen von Rassismus. Unter anderem wird anti-Schwarzer, anti-muslimischer oder anti-asiatischer Rassismus unterschieden.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Rassistische Diskriminierung ist \u201ejede auf der vermeintlichen ethnischen Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Abstammung oder nationalen Ursprungs beruhende Unterscheidung, Ausschlie\u00dfung, Beschr\u00e4nkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genie\u00dfen oder Aus\u00fcben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des \u00f6ffentlichen Lebens vereitelt oder beeintr\u00e4chtigt wird\u201c, so die UN-Anti-Rassismus-Konvention.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Von \u201eAlltagsrassismus\u201c wird gesprochen, wenn es um h\u00e4ufige Beleidigungen oder Vorurteile auf rassistischer Basis geht. Oft geht es dabei um Merkmale der ethnischen Herkunft, wie Hautfarbe, Sprache oder Migrationshintergrund. Auch vermeintlich gut gemeinte Kommentare, wie \u201eSie sprechen aber gut Deutsch\u201c k\u00f6nnen das Gef\u00fchl der Abgrenzung vermitteln.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u201eInstitutioneller\u201c Rassismus beschreibt hingegen rassistische Diskriminierung durch\u00a0 Institutionen der Gesellschaft wie beispielsweise die Polizei, Schulen oder Beh\u00f6rden. Dabei werden Regeln, Vorschriften, Normen oder Routinen zur Benachteiligung bestimmter Bev\u00f6lkerungsgruppen festgelegt.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Unter \u201estrukturellem\u201c Rassismus versteht man wiederum historisch und sozial gewachsene\u00a0 Machtverh\u00e4ltnisse, die gesellschaftliche Strukturen gepr\u00e4gt haben. Diese Machtverh\u00e4ltnisse f\u00fchren unter anderem zu einer Unterrepr\u00e4sentation von People of Colour in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/DE\/ueber-diskriminierung\/diskriminierungsmerkmale\/ethnische-herkunft-rassismus\/ethnische-herkunft-rassismus-node.html\">Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/rassismus-113.html\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.integrationsbeauftragte.de\/service\/publikationen\/arbeitsdefinition-rassismus\">Integrationsbeauftragte der Bundesregierung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1952\">\n<summary data-accordion-index=\"3\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1952\">\n\t\t\t\t\t Antisemitismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antisemitismus als Begriff l\u00e4sst sich nicht mit der naheliegenden \u00dcbersetzung \u201eJudenhass\u201c\u00a0 gleichsetzen &#8211; in der Realit\u00e4t hat Antisemitismus nichts mit j\u00fcdischen Menschen, ihrem Glauben oder ihrem Verhalten zu tun. Unter Antisemitismus l\u00e4sst sich eher eine bestimmte Wahrnehmung von J\u00fcd*innen verstehen. \u201eWer sich \u00fcber j\u00fcdische Menschen eine Meinung bildet, die von ihrem Judentum abgeleitet wird anstatt von ihrem konkreten, pers\u00f6nlichen Verhalten, handelt antisemitisch. (\u2026) Antisemitismus f\u00e4ngt da an, wo aus der Gruppenzugeh\u00f6rigkeit Eigenschaften Einzelner abgeleitet werden und umgekehrt\u201c, so steht es auf der Website des Bundesbeauftragten f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antisemitismus unterscheidet sich von anderen Diskriminierungsformen insofern, als dass das Feindbild nicht allein auf Fremdenhass, Rassismus und Abwertung basiert. Der\u00a0 antisemitische Stereotyp der J\u00fcd*innen wird als \u00fcberzivilisiert und \u00fcberm\u00e4chtig angesehen. Dadurch steht Antisemitismus oft im Zusammenhang mit Verschw\u00f6rungstheorien, welche J\u00fcd*innen als m\u00e4chtige Akteure, die im Hintergrund die F\u00e4den ziehen, zeichnen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.antisemitismusbeauftragter.de\/Webs\/BAS\/DE\/bekaempfung-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus-node.html\">Beauftragter der Bundesregierung f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und den Kampf gegen <\/a><a href=\"https:\/\/www.antisemitismusbeauftragter.de\/Webs\/BAS\/DE\/bekaempfung-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus-node.html\">Antisemitismus<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><u><\/u><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1953\">\n<summary data-accordion-index=\"4\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1953\">\n\t\t\t\t\t Islamfeindlichkeit\/Islamophobie\/Antimuslimischer Rassismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Islamfeindlichkeit dr\u00fcckt die Ablehnung gegen\u00fcber Personen aufgrund ihrer (tats\u00e4chlichen oder zugeschriebenen) Religionszugeh\u00f6rigkeit zum Islam aus. Alternative Begriffe hierf\u00fcr sind auch Islamophobie oder anti-muslimischer Rassismus. Heutzutage werden gesellschaftliche Konflikte, wie die Entscheidung zum Tragen eines Kopftuch oder der Bau von Moscheen von rechtsextremen und rechtspopulistischen Akteuren f\u00fcr die eigene\u00a0 Propaganda genutzt. Islamfeindlichkeit geht \u00e4hnlich wie andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit von einer Minderwertigkeit und einem Negativbild des Islams aus.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/veroeffentlichungen\/themen\/heimat-integration\/dik\/ag_praeventionsarbeit_eckpunkte_anlage.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D1&amp;ved=2ahUKEwiV1sqQ65qTAxVs2gIHHUITNbMQFnoECCoQAQ&amp;usg=AOvVaw0gz4rEOCSbgxhPkKPdCQc-\">Bundesministerium des Inneren<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500788\/islamfeindlichkeit\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1954\">\n<summary data-accordion-index=\"5\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1954\">\n\t\t\t\t\t Antiziganismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antiziganismus ist eine Form des Rassismus, welche sich gegen jene Personengruppe\u00a0 richtet, die von der Gesellschaft als sogenannte \u201eZigeuner*innen\u201c stigmatisiert werden, also Sinti, Manouches, Roma, Fahrende und Jenische. Antiziganistische Diskriminierung tritt sowohl in Form von Stigmatisierung als auch schlechter Behandlung im Alltag und teils tats\u00e4chlichen \u00dcbergriffen auf.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.demokratie-leben.de\/dl\/projektpraxis\/magazin\/was-ist-antiziganismus-251866\">Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend<\/a>, <a href=\"https:\/\/zentralrat.sintiundroma.de\/grundlagenpapier-antiziganismus\/\">Zentralrat Deutscher Sinti und Roma<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1955\">\n<summary data-accordion-index=\"6\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1955\">\n\t\t\t\t\t Ableismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ableismus ist die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. H\u00e4ufig werden diese auf jene Merkmale reduziert, welche sie vom vermeintlichen \u201eNormalzustand\u201c unterscheiden. Ableismus zeigt sich nicht nur in Form von Abwertung und Stigmatisierung behinderter Menschen. Ihnen ist der Zugang zu \u00f6ffentlichen Institutionen und baulicher\u00a0Infrastruktur erschwert und im Alltag wird wenig R\u00fccksicht auf ihre Perspektiven und Umst\u00e4nde genommen \u2013 das liegt oftmals an exkludierenden Strukturen, Regeln und Einstellungen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.aktion-mensch.de\/dafuer-stehen-wir\/was-ist-inklusion\/ableismus\">Aktion Mensch<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/539319\/ableismus-und-behindertenfeindlichkeit\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1956\">\n<summary data-accordion-index=\"7\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1956\">\n\t\t\t\t\t Misogynie<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Wort Misogynie bedeutet Frauenfeindlichkeit bzw. eine hasserf\u00fcllte Haltung gegen\u00fcber Frauen, meistens von M\u00e4nnern. Misogynie ist im Patriarchat die Idee, dass Frauen eine untergeordnete Rolle haben. Sie rechtfertigt patriarchale soziale Strukturen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/misogynie\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <a href=\"https:\/\/gleichstellung.tu-dortmund.de\/projekte\/klargestellt\/misogynie\/\">TU Dortmund, <\/a><a href=\"https:\/\/gemeinsam-gegen-sexismus.de\/glossar-posts\/misogynie-frauenhass\/\">Gemeinsam gegen Sexismus<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1957\">\n<summary data-accordion-index=\"8\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1957\">\n\t\t\t\t\t Sexismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Sexismus ist die Diskriminierung, die sich auf die Geschlechtsidentit\u00e4t einer Person bezieht. Er spiegelt patriarchale Strukturen und Machtverh\u00e4ltnisse wider, indem Frauen als marginalisierte Gruppen gelten und alles Weibliche abgelehnt wird. Auch queere Menschen und Lebensweisen sind von Sexismus betroffen. Sexuelle \u00dcbergriffe wie Catcalling fallen ebenfalls unter sexistische Diskriminierung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/sexismus\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1958\">\n<summary data-accordion-index=\"9\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1958\">\n\t\t\t\t\t Queerfeindlichkeit<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Queerfeindlichkeit beinhaltet als Diskriminierungsform jene Ausgrenzungen, die sich gegen queere Menschen richten. Heterosexualit\u00e4t bzw. heteronormative Ansichten gelten dabei als Normvorstellung und stigmatisieren Mitglieder der LGBTQIA+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual, Asexual) Community. Queerfeindlichkeit findet\u00a0 beispielsweise h\u00e4ufig in extrem rechten Ideologien oder fundamentalistisch religi\u00f6sen Kreisen statt. Das l\u00e4sst sich dadurch begr\u00fcnden, dass eine queere Identit\u00e4t h\u00e4ufig im direkten Kontrast zum konservativen, traditionellen und heteronormativen Familienmodell steht und dadurch Geschlechterrollen hinterfragt.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/diskriminierungsform-queerfeindlichkeit\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gender-und-diversity.fau.de\/glossary\/queerfeindlichkeit\/\">Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/begriffe\/queerfeindlichkeit\"><em>Informations- und Dokumentationszentrum f\u00fcr Antirassismusarbeit e.V.<\/em><\/a><\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1959\">\n<summary data-accordion-index=\"10\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1959\">\n\t\t\t\t\t Homophobie\/Homofeindlichkeit<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Homofeindlichkeit ist die Ablehnung und Abwertung homosexueller Menschen und ihrer Lebensmodelle. Homosexualit\u00e4t galt lange Zeit als psychische Krankheit und wurde erst 1990 offiziell von der Weltgesundheits-Organisation WHO nicht mehr als solche eingestuft. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Wort \u201ePhobie\u201c ist insofern irref\u00fchrend, da es suggeriert, dass es sich bei der Ablehnung von homosexuellen Personen um eine Angstst\u00f6rung handle &#8211; dabei handelt es tats\u00e4chlich sich um eine menschenfeindliche Haltung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;underline&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.geo.de\/mitmachen\/frage-des-tages\/frage-des-tages-221016-bis-wann-galt-homosexualitaet-bei-der-30201570.html\">Geo<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.gender-und-diversity.fau.de\/glossary\/homofeindlichkeit\/\">Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-19510\">\n<summary data-accordion-index=\"11\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-19510\">\n\t\t\t\t\t Transphobie\/Transfeindlichkeit<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Transfeindlichkeit ist die Diskriminierung von trans*, inter und nicht-bin\u00e4ren Personen. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Im Vergleich zu cisgender\u00b9 Personen, erkranken transgender und genderdiverse\u00b2 Menschen h\u00e4ufiger an psychischen St\u00f6rungen. Au\u00dferdem sie h\u00e4ufiger suizidales Verhalten. Diese Diskrepanz k\u00f6nnte mit den gesellschaftlichen Vorurteilen und den negativen sozialen Erfahrungen, welche trans* Personen erleben, zusammenh\u00e4ngen. Das Wort \u201ePhobie\u201c ist insofern irref\u00fchrend, da es suggeriert, dass es sich bei der Ablehnung von trans* Personen um eine Angstst\u00f6rung handle &#8211; dabei handelt es tats\u00e4chlich sich um eine menschenfeindliche Haltung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u00b9Personen, die sich mit dem bei der Geburt zugeteilten Geschlecht identifizieren<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u00b2Personen, die sich weder mit dem m\u00e4nnlichen noch dem weiblichen Geschlecht identifizieren<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/transgender-jugendliche-erhoehtes-suizid-risiko-100.html\">MDR<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/transgender-personen-mehr-psychische-stoerungen-und-suizidverhalten-1c168fb0-1fe9-4a8c-b34f-7eb3c2d72f47\">Deutsches \u00c4rzteblatt<\/a>, <a href=\"https:\/\/igkultur.at\/transfeindlichkeit-diversit%C3%A4t-im-kulturellen-feld\">IG Kultur \u00d6sterrich<\/a><u>,<\/u>\u00a0<br \/><u><\/u><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/transfeindlichkeit-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<details id=\"e-n-accordion-item-19511\">\n<summary data-accordion-index=\"12\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-19511\">\n\t\t\t\t\t Klassismus<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Klassismus ist eine abwertende Wahrnehmung oder Unterdr\u00fcckung von Personen aufgrund ihrer tats\u00e4chlichen oder vermuteten sozialen Herkunft oder Position. Es handelt sich um\u00a0 eine Benachteiligung derjenigen, die unterprivilegiert sind. Dazu geh\u00f6ren unter anderem erwerbslose oder wohnungslose Menschen, Arbeiter*innen und ihre Kinder. Die Abweichungen vom gesellschaftlichen Standard \u2013 sei es im Bereich Sprache, Kleidung oder Musikgeschmack \u2013 werden als minderwertig wahrgenommen und stigmatisiert. Au\u00dferdem wird immer wieder das Klischeebild der faulen und arbeitsunwilligen\u00a0Erwerbslosen verst\u00e4rkt, auch von Seiten der Politik.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/klassismus\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Bei Diskriminierung handelt es sich um ein bestimmtes Handeln, wodurch eine Person oder eine Gruppe aufgrund ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Minderheit benachteiligt wird. Diese Benachteiligung kann sich in jeglichen Lebensbereichen zeigen, ob auf der Arbeit oder in der Schule, auf dem Wohnungsmarkt oder auch im Sport. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/DE\/ueber-diskriminierung\/diskriminierungsmerkmale\/ethnische-herkunft-rassismus\/ethnische-herkunft-rassismus-node.html\">Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u200b\u200bRassismus beschreibt eine Ideologie, welche Menschen aufgrund \u00e4u\u00dferlicher Merkmale oder\u00a0 vermeintlicher bzw. tats\u00e4chlicher ethnischer Herkunft, Kultur, Abstammung oder Religion in vermeintliche \u201eRassen\u201c einteilt. Der Begriff \u201eRasse\u201c, welcher diese Menschen durch die Bewertung von mehr- oder minderwertigen Merkmalen in eine Hierarchie einteilt, ist allerdings stark umstritten. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Formen von Rassismus. Unter anderem wird anti-Schwarzer, anti-muslimischer oder anti-asiatischer Rassismus unterschieden.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Rassistische Diskriminierung ist \u201ejede auf der vermeintlichen ethnischen Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Abstammung oder nationalen Ursprungs beruhende Unterscheidung, Ausschlie\u00dfung, Beschr\u00e4nkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genie\u00dfen oder Aus\u00fcben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des \u00f6ffentlichen Lebens vereitelt oder beeintr\u00e4chtigt wird\u201c, so die UN-Anti-Rassismus-Konvention.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Von \u201eAlltagsrassismus\u201c wird gesprochen, wenn es um h\u00e4ufige Beleidigungen oder Vorurteile auf rassistischer Basis geht. Oft geht es dabei um Merkmale der ethnischen Herkunft, wie Hautfarbe, Sprache oder Migrationshintergrund. Auch vermeintlich gut gemeinte Kommentare, wie \u201eSie sprechen aber gut Deutsch\u201c k\u00f6nnen das Gef\u00fchl der Abgrenzung vermitteln.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u201eInstitutioneller\u201c Rassismus beschreibt hingegen rassistische Diskriminierung durch\u00a0 Institutionen der Gesellschaft wie beispielsweise die Polizei, Schulen oder Beh\u00f6rden. Dabei werden Regeln, Vorschriften, Normen oder Routinen zur Benachteiligung bestimmter Bev\u00f6lkerungsgruppen festgelegt.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Unter \u201estrukturellem\u201c Rassismus versteht man wiederum historisch und sozial gewachsene\u00a0 Machtverh\u00e4ltnisse, die gesellschaftliche Strukturen gepr\u00e4gt haben. Diese Machtverh\u00e4ltnisse f\u00fchren unter anderem zu einer Unterrepr\u00e4sentation von People of Colour in Politik, Verwaltung oder Wirtschaft.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.antidiskriminierungsstelle.de\/DE\/ueber-diskriminierung\/diskriminierungsmerkmale\/ethnische-herkunft-rassismus\/ethnische-herkunft-rassismus-node.html\">Antidiskriminierungsstelle des Bundes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/rassismus-113.html\">Tagesschau<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.integrationsbeauftragte.de\/service\/publikationen\/arbeitsdefinition-rassismus\">Integrationsbeauftragte der Bundesregierung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antisemitismus als Begriff l\u00e4sst sich nicht mit der naheliegenden \u00dcbersetzung \u201eJudenhass\u201c\u00a0 gleichsetzen &#8211; in der Realit\u00e4t hat Antisemitismus nichts mit j\u00fcdischen Menschen, ihrem Glauben oder ihrem Verhalten zu tun. Unter Antisemitismus l\u00e4sst sich eher eine bestimmte Wahrnehmung von J\u00fcd*innen verstehen. \u201eWer sich \u00fcber j\u00fcdische Menschen eine Meinung bildet, die von ihrem Judentum abgeleitet wird anstatt von ihrem konkreten, pers\u00f6nlichen Verhalten, handelt antisemitisch. (\u2026) Antisemitismus f\u00e4ngt da an, wo aus der Gruppenzugeh\u00f6rigkeit Eigenschaften Einzelner abgeleitet werden und umgekehrt\u201c, so steht es auf der Website des Bundesbeauftragten f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antisemitismus unterscheidet sich von anderen Diskriminierungsformen insofern, als dass das Feindbild nicht allein auf Fremdenhass, Rassismus und Abwertung basiert. Der\u00a0 antisemitische Stereotyp der J\u00fcd*innen wird als \u00fcberzivilisiert und \u00fcberm\u00e4chtig angesehen. Dadurch steht Antisemitismus oft im Zusammenhang mit Verschw\u00f6rungstheorien, welche J\u00fcd*innen als m\u00e4chtige Akteure, die im Hintergrund die F\u00e4den ziehen, zeichnen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.antisemitismusbeauftragter.de\/Webs\/BAS\/DE\/bekaempfung-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus-node.html\">Beauftragter der Bundesregierung f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und den Kampf gegen <\/a><a href=\"https:\/\/www.antisemitismusbeauftragter.de\/Webs\/BAS\/DE\/bekaempfung-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus\/was-ist-antisemitismus-node.html\">Antisemitismus<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><u><\/u><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Islamfeindlichkeit dr\u00fcckt die Ablehnung gegen\u00fcber Personen aufgrund ihrer (tats\u00e4chlichen oder zugeschriebenen) Religionszugeh\u00f6rigkeit zum Islam aus. Alternative Begriffe hierf\u00fcr sind auch Islamophobie oder anti-muslimischer Rassismus. Heutzutage werden gesellschaftliche Konflikte, wie die Entscheidung zum Tragen eines Kopftuch oder der Bau von Moscheen von rechtsextremen und rechtspopulistischen Akteuren f\u00fcr die eigene\u00a0 Propaganda genutzt. Islamfeindlichkeit geht \u00e4hnlich wie andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit von einer Minderwertigkeit und einem Negativbild des Islams aus.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/veroeffentlichungen\/themen\/heimat-integration\/dik\/ag_praeventionsarbeit_eckpunkte_anlage.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D1&amp;ved=2ahUKEwiV1sqQ65qTAxVs2gIHHUITNbMQFnoECCoQAQ&amp;usg=AOvVaw0gz4rEOCSbgxhPkKPdCQc-\">Bundesministerium des Inneren<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/rechtsextremismus\/dossier-rechtsextremismus\/500788\/islamfeindlichkeit\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Antiziganismus ist eine Form des Rassismus, welche sich gegen jene Personengruppe\u00a0 richtet, die von der Gesellschaft als sogenannte \u201eZigeuner*innen\u201c stigmatisiert werden, also Sinti, Manouches, Roma, Fahrende und Jenische. Antiziganistische Diskriminierung tritt sowohl in Form von Stigmatisierung als auch schlechter Behandlung im Alltag und teils tats\u00e4chlichen \u00dcbergriffen auf.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.demokratie-leben.de\/dl\/projektpraxis\/magazin\/was-ist-antiziganismus-251866\">Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend<\/a>, <a href=\"https:\/\/zentralrat.sintiundroma.de\/grundlagenpapier-antiziganismus\/\">Zentralrat Deutscher Sinti und Roma<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ableismus ist die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. H\u00e4ufig werden diese auf jene Merkmale reduziert, welche sie vom vermeintlichen \u201eNormalzustand\u201c unterscheiden. Ableismus zeigt sich nicht nur in Form von Abwertung und Stigmatisierung behinderter Menschen. Ihnen ist der Zugang zu \u00f6ffentlichen Institutionen und baulicher\u00a0Infrastruktur erschwert und im Alltag wird wenig R\u00fccksicht auf ihre Perspektiven und Umst\u00e4nde genommen \u2013 das liegt oftmals an exkludierenden Strukturen, Regeln und Einstellungen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.aktion-mensch.de\/dafuer-stehen-wir\/was-ist-inklusion\/ableismus\">Aktion Mensch<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/inklusion-teilhabe\/behinderungen\/539319\/ableismus-und-behindertenfeindlichkeit\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Wort Misogynie bedeutet Frauenfeindlichkeit bzw. eine hasserf\u00fcllte Haltung gegen\u00fcber Frauen, meistens von M\u00e4nnern. Misogynie ist im Patriarchat die Idee, dass Frauen eine untergeordnete Rolle haben. Sie rechtfertigt patriarchale soziale Strukturen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/misogynie\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <a href=\"https:\/\/gleichstellung.tu-dortmund.de\/projekte\/klargestellt\/misogynie\/\">TU Dortmund, <\/a><a href=\"https:\/\/gemeinsam-gegen-sexismus.de\/glossar-posts\/misogynie-frauenhass\/\">Gemeinsam gegen Sexismus<\/a>, <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a><\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Sexismus ist die Diskriminierung, die sich auf die Geschlechtsidentit\u00e4t einer Person bezieht. Er spiegelt patriarchale Strukturen und Machtverh\u00e4ltnisse wider, indem Frauen als marginalisierte Gruppen gelten und alles Weibliche abgelehnt wird. Auch queere Menschen und Lebensweisen sind von Sexismus betroffen. Sexuelle \u00dcbergriffe wie Catcalling fallen ebenfalls unter sexistische Diskriminierung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/sexismus\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Queerfeindlichkeit beinhaltet als Diskriminierungsform jene Ausgrenzungen, die sich gegen queere Menschen richten. Heterosexualit\u00e4t bzw. heteronormative Ansichten gelten dabei als Normvorstellung und stigmatisieren Mitglieder der LGBTQIA+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual, Asexual) Community. Queerfeindlichkeit findet\u00a0 beispielsweise h\u00e4ufig in extrem rechten Ideologien oder fundamentalistisch religi\u00f6sen Kreisen statt. Das l\u00e4sst sich dadurch begr\u00fcnden, dass eine queere Identit\u00e4t h\u00e4ufig im direkten Kontrast zum konservativen, traditionellen und heteronormativen Familienmodell steht und dadurch Geschlechterrollen hinterfragt.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/diskriminierungsform-queerfeindlichkeit\/\">Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gender-und-diversity.fau.de\/glossary\/queerfeindlichkeit\/\">Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/begriffe\/queerfeindlichkeit\"><em>Informations- und Dokumentationszentrum f\u00fcr Antirassismusarbeit e.V.<\/em><\/a><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Homofeindlichkeit ist die Ablehnung und Abwertung homosexueller Menschen und ihrer Lebensmodelle. Homosexualit\u00e4t galt lange Zeit als psychische Krankheit und wurde erst 1990 offiziell von der Weltgesundheits-Organisation WHO nicht mehr als solche eingestuft. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Wort \u201ePhobie\u201c ist insofern irref\u00fchrend, da es suggeriert, dass es sich bei der Ablehnung von homosexuellen Personen um eine Angstst\u00f6rung handle &#8211; dabei handelt es tats\u00e4chlich sich um eine menschenfeindliche Haltung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;underline&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.geo.de\/mitmachen\/frage-des-tages\/frage-des-tages-221016-bis-wann-galt-homosexualitaet-bei-der-30201570.html\">Geo<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.gender-und-diversity.fau.de\/glossary\/homofeindlichkeit\/\">Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Transfeindlichkeit ist die Diskriminierung von trans*, inter und nicht-bin\u00e4ren Personen. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Im Vergleich zu cisgender\u00b9 Personen, erkranken transgender und genderdiverse\u00b2 Menschen h\u00e4ufiger an psychischen St\u00f6rungen. Au\u00dferdem sie h\u00e4ufiger suizidales Verhalten. Diese Diskrepanz k\u00f6nnte mit den gesellschaftlichen Vorurteilen und den negativen sozialen Erfahrungen, welche trans* Personen erleben, zusammenh\u00e4ngen. Das Wort \u201ePhobie\u201c ist insofern irref\u00fchrend, da es suggeriert, dass es sich bei der Ablehnung von trans* Personen um eine Angstst\u00f6rung handle &#8211; dabei handelt es tats\u00e4chlich sich um eine menschenfeindliche Haltung.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u00b9Personen, die sich mit dem bei der Geburt zugeteilten Geschlecht identifizieren<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">\u00b2Personen, die sich weder mit dem m\u00e4nnlichen noch dem weiblichen Geschlecht identifizieren<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/transgender-jugendliche-erhoehtes-suizid-risiko-100.html\">MDR<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/transgender-personen-mehr-psychische-stoerungen-und-suizidverhalten-1c168fb0-1fe9-4a8c-b34f-7eb3c2d72f47\">Deutsches \u00c4rzteblatt<\/a>, <a href=\"https:\/\/igkultur.at\/transfeindlichkeit-diversit%C3%A4t-im-kulturellen-feld\">IG Kultur \u00d6sterrich<\/a><u>,<\/u>\u00a0<br \/><u><\/u><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/transfeindlichkeit-100.html\">Deutschlandfunk<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Klassismus ist eine abwertende Wahrnehmung oder Unterdr\u00fcckung von Personen aufgrund ihrer tats\u00e4chlichen oder vermuteten sozialen Herkunft oder Position. Es handelt sich um\u00a0 eine Benachteiligung derjenigen, die unterprivilegiert sind. Dazu geh\u00f6ren unter anderem erwerbslose oder wohnungslose Menschen, Arbeiter*innen und ihre Kinder. Die Abweichungen vom gesellschaftlichen Standard \u2013 sei es im Bereich Sprache, Kleidung oder Musikgeschmack \u2013 werden als minderwertig wahrgenommen und stigmatisiert. Au\u00dferdem wird immer wieder das Klischeebild der faulen und arbeitsunwilligen\u00a0Erwerbslosen verst\u00e4rkt, auch von Seiten der Politik.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/wissen\/gender-glossar\/klassismus\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/medif-nrw.de\/de\/diskriminierungsformen-im-fussball\/uebersicht-diskriminierungsformen\/\"><em>Meldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW<\/em><\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/IMG_6639-2048x1536.jpg\" alt=\"IMG_6639\" \/><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/IMG_6709-2048x1536.jpg\" alt=\"IMG_6709\" \/><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/IMG_6642-2048x1536.jpg\" alt=\"IMG_6642\" \/><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/IMG_6636-2048x1536.jpg\" alt=\"IMG_6636\" \/><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/IMG_6626-2048x1536.jpg\" alt=\"IMG_6626\" \/><\/figure>\n<h2>\u201eDann treten wir nicht gegen euch an\u201c<\/h2>\n<p>Der SK Bochum 11 erregte in der Vergangenheit mehrfach &#8211; unter anderem in der lokalen wie \u00fcberregionalen Presse &#8211; mediale Aufmerksamkeit. Insbesondere ein Vorfall vor dem Kreisligaspiel gegen den Werner SV (kurz: WSV) im Herbst 2024 machte Schlagzeilen.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1530\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1530\">\n\t\t\t\t\t Das ist passiert<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Nachdem der SK Bochum den Fall \u00f6ffentlich machte und auch Medien dar\u00fcber berichteten, ver\u00f6ffentlichte der WSV zun\u00e4chst ein Statement, in dem es hie\u00df: \u201eWir glauben, dass die individuellen Lebensumst\u00e4nde der Mitglieder keinen Einfluss auf ihre F\u00e4higkeiten und ihren Einsatz im Verein haben sollten. Solange jeder die Werte des Respekts, der Teamarbeit und des Fair Play beachtet, sehen wir keinen Grund, das private Leben in die sportliche Bewertung einflie\u00dfen zu lassen. (\u2026) Das pers\u00f6nliche Leben sollte respektiert werden, w\u00e4hrend wir gemeinsam f\u00fcr sportliche Erfolge arbeiten. In diesem Sinne setzen wir uns f\u00fcr ein harmonisches Miteinander ein, in dem jeder Spieler und jede Spielerin die Chance hat, sich voll und ganz auf den Fu\u00dfball zu konzentrieren, ohne dass pers\u00f6nliche Aspekte in den Vordergrund treten.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Statement sorgte f\u00fcr viel Kritik, mehrere Bochumer Vereine hielten es wie der SK Bochum und sagten ihre Spiele gegen den Werner SV ab. Einige Wochen nach dem Bekanntwerden der Vorw\u00fcrfe meldete sich der Spieler selbst beim Werner SV ab, bevor der Verein ihn rauswerfen konnte. Zudem ver\u00f6ffentlichte der Club ein zweites Statement, in dem er die erste Ver\u00f6ffentlichung bedauerte: \u201eDie erste Stellungnahme wurde abgegeben, ohne dass sie vom Vorstand gelesen und genehmigt wurde. Arbeits- und urlaubsbedingt war der Vorstand nicht schnell genug, um der Bitte einer z\u00fcgigen Stellungnahme zu den Posts des Spielers nachzukommen. Dies bedauern wir sehr. Wir, der WSV Bochum 06, distanzieren uns ganz klar gegen Rechtsextremismus jeglicher Art. Extremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeiten haben bei uns im Verein nichts zu suchen.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Auch der Spieler \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der WAZ und bat schriftlich um Entschuldigung. Seine \u00c4u\u00dferungen h\u00e4tten f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse gesorgt und er sei weder dem linken noch dem rechten Spektrum zuzuordnen.<\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Nachdem der SK Bochum den Fall \u00f6ffentlich machte und auch Medien dar\u00fcber berichteten, ver\u00f6ffentlichte der WSV zun\u00e4chst ein Statement, in dem es hie\u00df: \u201eWir glauben, dass die individuellen Lebensumst\u00e4nde der Mitglieder keinen Einfluss auf ihre F\u00e4higkeiten und ihren Einsatz im Verein haben sollten. Solange jeder die Werte des Respekts, der Teamarbeit und des Fair Play beachtet, sehen wir keinen Grund, das private Leben in die sportliche Bewertung einflie\u00dfen zu lassen. (\u2026) Das pers\u00f6nliche Leben sollte respektiert werden, w\u00e4hrend wir gemeinsam f\u00fcr sportliche Erfolge arbeiten. In diesem Sinne setzen wir uns f\u00fcr ein harmonisches Miteinander ein, in dem jeder Spieler und jede Spielerin die Chance hat, sich voll und ganz auf den Fu\u00dfball zu konzentrieren, ohne dass pers\u00f6nliche Aspekte in den Vordergrund treten.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Das Statement sorgte f\u00fcr viel Kritik, mehrere Bochumer Vereine hielten es wie der SK Bochum und sagten ihre Spiele gegen den Werner SV ab. Einige Wochen nach dem Bekanntwerden der Vorw\u00fcrfe meldete sich der Spieler selbst beim Werner SV ab, bevor der Verein ihn rauswerfen konnte. Zudem ver\u00f6ffentlichte der Club ein zweites Statement, in dem er die erste Ver\u00f6ffentlichung bedauerte: \u201eDie erste Stellungnahme wurde abgegeben, ohne dass sie vom Vorstand gelesen und genehmigt wurde. Arbeits- und urlaubsbedingt war der Vorstand nicht schnell genug, um der Bitte einer z\u00fcgigen Stellungnahme zu den Posts des Spielers nachzukommen. Dies bedauern wir sehr. Wir, der WSV Bochum 06, distanzieren uns ganz klar gegen Rechtsextremismus jeglicher Art. Extremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeiten haben bei uns im Verein nichts zu suchen.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Auch der Spieler \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der WAZ und bat schriftlich um Entschuldigung. Seine \u00c4u\u00dferungen h\u00e4tten f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse gesorgt und er sei weder dem linken noch dem rechten Spektrum zuzuordnen.<\/p>\n<h2>Deutschland im Rechtsruck &#8211; keine Ausnahme bei Sportvereinen?<\/h2>\n<p>29,3 Millionen &#8211; das ist die Anzahl an Mitgliedschaften in deutschen Sportvereinen. Vereinssport ist ein Massenph\u00e4nomen, daher ist es unvermeidlich, dass auch hier gesellschaftliche Konfliktlinien und Entwicklungen sichtbar werden. Der Sport sei nicht immun, dass solche gesellschaftlichen Entwicklungen auch ihn betreffen, so der Sportsoziologe Michelini. Doch festzustellen, ob und wenn ja, wie sich der gesellschaftliche Rechtsruck auf den organisierten Sport auswirkt, ist in G\u00e4nze kaum m\u00f6glich. Ein Gro\u00dfteil der f\u00fcr diese Recherche befragten Personen berichtet, sie w\u00fcrden rechte Einstellung vermehrt im Sport wahrnehmen und erleben. Doch trotz dieses Gef\u00fchls ist es schwer, einzelne Diskriminierungs-Vorf\u00e4lle oder Konflikte mit Personen rechter Parteien einfach zu addieren, um einen Rechtsruck in Sportvereinen zu attestieren. Ein Anstieg an Einzelf\u00e4llen kann ein Hinweis sein, aber ist nicht direkt der Beweis f\u00fcr eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Dass sich gesellschaftliche Entwicklungen aber auch in den Vereinen widerspiegeln k\u00f6nnen, ist f\u00fcr Gunter A. Pilz logisch: \u201eWenn die AfD als demokratische Partei im Bundestag die tollsten Dinge von sich geben kann, wird ja deutlich, dass man sich gar nicht vor sowas ducken muss. Und dann wird nat\u00fcrlich auch in den Vereinen dieses Gedankengut wieder sehr viel offener, offensiver und selbstbewusster von denen, die davon \u00fcberzeugt sind, verbreitet.\u201c In einer Studie des Bundesinstituts f\u00fcr Sportwissenschaft (BISp) mit dem Titel \u201eRechtsextremismus im Sport\u201c\u00a0wurden der DOSB und seine Mitgliedsorganisationen befragt, welche Arten rechter Aktivit\u00e4ten sie im Sport vorfinden. Unter den Organisationen, die geantwortet haben, meldeten die meisten Vorf\u00e4lle im Bereich \u201eGewalt\/Diskriminierung\/Rechtsextremismus\u201c, danach \u201eRechte Akteur*innen im Ehrenamt\u201c und \u201eRechte Sportler*innen\u201c. \u201eRechte Vereine\/Vereinsgr\u00fcndung\u201c gab es hingegen nur vereinzelt.\u00a0<\/p>\n<p>Marij Duhra ist Vorsitzende des Internationalen Fu\u00dfball-Club Rostock e.V., kurz IFC Rostock, ein Mehrspartenverein, der basisdemokratische Strukturen lebt und sich neben dem Sport sozial, kulturell und politisch engagiert. Auf seiner Website schreibt der Verein: \u201eWir stehen f\u00fcr ein solidarisches Miteinander und versuchen einen diskriminierungsfreien Raum zu schaffen, in dem jede*r Sport machen oder seine Freizeit verbringen kann, ohne Konkurrenz, Druck, Vorurteile und unabh\u00e4ngig vom Leistungsgedanken. Wir verstehen uns als Antifaschist*innen und dulden keine diskriminierenden und menschenverachtenden \u00c4u\u00dferungen oder Handlungen. Rassismus, Sexismus, Homophobie und sonstige reaktion\u00e4re Einstellungen werden sanktioniert und k\u00f6nnen zum Ausschluss aus dem Verein f\u00fchren. (\u2026) Ein anderer Sport ist m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Duhra erlebt im sportlichen Alltag immer wieder grenz\u00fcberschreitende oder diskriminierende Vorf\u00e4lle: \u201eBei uns in der ersten M\u00e4nnermannschaft sind mehrere M\u00e4nner, die sprechen nur Franz\u00f6sisch, und mir wird immer gesagt, die kriegen das mit dem Rassismus nicht so mit. Ich glaube schon, dass die das wahrnehmen. An oder nach den Spieltagen, besonders beim Fu\u00dfball, wenden sich Betroffene dann an den Vorstand. Das sind h\u00e4ufig dann einfach nur Frauen, die schlechte Erfahrungen machen, einfach weil Fu\u00dfball, gerade der Dorffu\u00dfball in dem wir uns bewegen, sehr, sehr abwertend und nicht einladend f\u00fcr Frauen ist. Ich gehe da mittlerweile auch nicht mehr hin. Nicht, weil ich nicht wei\u00df, wie ich mich da selber rechtfertigen oder wehren kann und will, sondern weil es mir um meine Energie am Wochenende einfach irgendwie ein bisschen zu schade ist. Man muss halt damit rechnen, dass irgendein betrunkener 60-plus-Bierbauch-Typ einem irgendwie seine Meinung reindr\u00fcckt.\u201c<\/p>\n<p>Eine Sportlerin, die ihren Sport nicht mehr anschauen will, weil sie keine Lust auf potenzielle Diskriminierung hat. Das ist nicht, was der Sport erreichen will. Wenn sich Vorkommnisse dieser Art h\u00e4ufen und es nicht \u201enur\u201c bei unangebrachten Spr\u00fcchen am Spielfeldrand bleibt, kann das Auswirkungen auf die Vereine haben. Das wird auch in der Sportsoziologie beobachtet, best\u00e4tigt Enrico Michelini: \u201eWenn Menschen mit rechtem oder rechtsextremem Gedankengut in einem Sportverein sind, kann sich auch die Grundstimmung in einem Verein ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<h2>Eine Kultur des Schweigens<\/h2>\n<p>Michael Neumann vom LSB NRW beobachtet in seinem Arbeitsalltag, dass Vereine kontroverse politische Themen wie das des gesellschaftlichen Rechtsrucks eher meiden: \u201eIn vielen K\u00f6pfen, auch bei Verantwortungstr\u00e4gern in den Vereinen, hat das Thema keine hohe Priorit\u00e4t. Man vermeidet es lieber sich damit zu besch\u00e4ftigen, weil man Konflikte innerhalb des eigenen Vereins oder Organisation f\u00fcrchtet. Dann h\u00e4lt man sich eher zur\u00fcck, um Probleme zu vermeiden.\u201c Auch Michael Kuhlmann teilt diese Beobachtung. Er ist Jugendleiter beim Fu\u00dfballverein Schwarz-Wei\u00df Eikeloh und der Spielgemeinschaft Erwitte 2000. Beide Orte liegen in Ostwestfalen-Lippe zwischen Soest und Lippstadt: \u201eIch glaube, dass die Leute das Gef\u00fchl haben, dass sie wieder mehr diskriminierende oder rechtsradikale Dinge von sich geben k\u00f6nnen, liegt daran, dass ihnen nicht oft genug widersprochen wird. Ich glaube, es wird sich viel zu viel weggeduckt. Viel zu viele Leute scheuen Konfrontationen und m\u00f6chten nicht in die Konfrontation gehen, m\u00f6chten den anderen Leuten nicht widersprechen.\u201c<\/p>\n<p>Die Vereine ignorieren rechtsextreme Vorf\u00e4lle und das Thema des Rechtsrucks eher, als sie aktiv zu bearbeiten. Auf der anderen Seite ist es f\u00fcr Vereine nicht unkompliziert, sich diesem Thema zu widmen: In Deutschland gibt es keine zentrale Meldestelle f\u00fcr politischen Extremismus und Diskriminierung im Sport. Einzelne Bundesl\u00e4nder, Fachverb\u00e4nde oder Landessportb\u00fcnde haben Hinweisstellen eingerichtet und erheben Fallzahlen. Eine bundesweite, sportarten\u00fcbergreifende Statistik gibt es jedoch nicht \u2013 und somit auch keinen Anlaufpunkt, der allen Vereinen bekannt ist und eine sichere Meldestelle darstellt. <\/p>\n<p>Vermutlich gibt eine Reihe an Gr\u00fcnden, warum Vereine Angebote wie dieses nicht wahrnehmen &#8211; sei es Unwissen, Angst vor Konsequenzen, Zeitmangel. Diese und weitere Gr\u00fcnde schaut sich diese Recherche im sp\u00e4teren Verlauf nochmal genauer an.<\/p>\n<h2>Unterwandern rechte Akteure die Sportvereine?<\/h2>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Ein Beispiel: W\u00e4hlen in einem Ort 20 Prozent der Menschen die AfD, entspricht es einer gewissen statistischen Logik, dass in den Sportvereinen des Ortes ein \u00e4hnlicher Anteil der Menschen diese politische Einstellung teilt. Daher stellt sich die Frage: Nutzen Rechte m\u00f6glicherweise Sportvereine als Ort, um ihre Ideen zu verbreiten? Und wenn ja: Wie genau passiert das?<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1070\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1070\">\n\t\t\t\t\t Sportvereine im NS-Regime<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begannen deutsche\u00a0Sportvereine mit dem Ausschluss j\u00fcdischer Mitglieder. Der sogenannte \u201eArier-Paragraph\u201c sollte daf\u00fcr sorgen, J\u00fcd*innen aus dem gesellschaftlichen Leben zu verdr\u00e4ngen &#8211; das betraf dementsprechend auch Sportvereine. Statt von \u201eSport\u201c, wurde im Nationalsozialismus von \u201eLeibeserziehung\u201c gesprochen. Das oberste Ziel dessen: Kriegst\u00fcchtigkeit und eine produktive Volkswirtschaft. Der Fokus lag dabei auf dem \u201eVolksk\u00f6rper\u201c &#8211; der kollektiven Fitness der Gesellschaft, zu welcher jede*r Deutsche beitragen sollte. Individualsport hatte keine gro\u00dfe Relevanz. Es ging darum, eine kriegst\u00fcchtige Jugend zu erziehen. Beim Sport (ob in der Schule oder der Hitlerjugend) wurde soldatisches und milit\u00e4risches Verhalten vermittelt. Insbesondere das Boxen wurde von den Nazis gef\u00f6rdert &#8211; f\u00fcr \u00e4ltere Jungen war das Boxen im Schulunterricht verpflichtend.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Die Sportvereine wurden im Deutschen Nationalsozialistischen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen zusammengefasst und organisatorisch gleichgeschaltet. Die Jugendabteilungen der Vereine wurden aufgel\u00f6st und der Jugendsport in die Hitlerjugend eingegliedert. Zudem mussten die Vereine das sogenannte F\u00fchrerprinzip einf\u00fchren und einen F\u00fchrer, meist Mitglied einer Organisation des NS, in ihrem Verein bestimmen, der allein als Vorstand Entscheidungen traf. Gr\u00f6\u00dfere Widerstandsbewegungen gegen das NS-Regime gab es in den deutschen Sportvereinen nicht.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quellen: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/sport-im-nationalsozialismus-ideologie-und-propaganda\/a-72071129\">Deutsche Welle<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/erinnerungskultur-deutscher-sport-war-wegbereiter-der-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2020-05\/sport-konzentrationslager-fussball-boxen\">Die Zeit<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.dosb.de\/aktuelles\/news\/detail\/8mai-1945-befreiung-des-vereinssports\">Deutscher Olympischer Sportbund<\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begannen deutsche\u00a0Sportvereine mit dem Ausschluss j\u00fcdischer Mitglieder. Der sogenannte \u201eArier-Paragraph\u201c sollte daf\u00fcr sorgen, J\u00fcd*innen aus dem gesellschaftlichen Leben zu verdr\u00e4ngen &#8211; das betraf dementsprechend auch Sportvereine. Statt von \u201eSport\u201c, wurde im Nationalsozialismus von \u201eLeibeserziehung\u201c gesprochen. Das oberste Ziel dessen: Kriegst\u00fcchtigkeit und eine produktive Volkswirtschaft. Der Fokus lag dabei auf dem \u201eVolksk\u00f6rper\u201c &#8211; der kollektiven Fitness der Gesellschaft, zu welcher jede*r Deutsche beitragen sollte. Individualsport hatte keine gro\u00dfe Relevanz. Es ging darum, eine kriegst\u00fcchtige Jugend zu erziehen. Beim Sport (ob in der Schule oder der Hitlerjugend) wurde soldatisches und milit\u00e4risches Verhalten vermittelt. Insbesondere das Boxen wurde von den Nazis gef\u00f6rdert &#8211; f\u00fcr \u00e4ltere Jungen war das Boxen im Schulunterricht verpflichtend.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Die Sportvereine wurden im Deutschen Nationalsozialistischen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen zusammengefasst und organisatorisch gleichgeschaltet. Die Jugendabteilungen der Vereine wurden aufgel\u00f6st und der Jugendsport in die Hitlerjugend eingegliedert. Zudem mussten die Vereine das sogenannte F\u00fchrerprinzip einf\u00fchren und einen F\u00fchrer, meist Mitglied einer Organisation des NS, in ihrem Verein bestimmen, der allein als Vorstand Entscheidungen traf. Gr\u00f6\u00dfere Widerstandsbewegungen gegen das NS-Regime gab es in den deutschen Sportvereinen nicht.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quellen: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/sport-im-nationalsozialismus-ideologie-und-propaganda\/a-72071129\">Deutsche Welle<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/erinnerungskultur-deutscher-sport-war-wegbereiter-der-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2020-05\/sport-konzentrationslager-fussball-boxen\">Die Zeit<\/a><u>,<\/u> <a href=\"https:\/\/www.dosb.de\/aktuelles\/news\/detail\/8mai-1945-befreiung-des-vereinssports\">Deutscher Olympischer Sportbund<\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Die Studie \u201eRechtsextremismus im Sport\u201c fasst die m\u00f6glichen Einflussformen folgenderma\u00dfen zusammen: \u201eHierzu geh\u00f6ren sowohl Diskriminierungen und Ausschl\u00fcsse einzelner Sporttreibender sowie Gewalt gegen sie, Aktivit\u00e4ten extrem rechter Sponsoren, Vereinsgr\u00fcndungen, fundamentale Opposition zu Integrationsprojekten der Landessportb\u00fcnde, Nutzung von Sportr\u00e4umen als Infrastruktur f\u00fcr extrem rechte Veranstaltungen als auch ehrenamtliche Trainer-T\u00e4tigkeiten extrem rechter Parteifunktion\u00e4re, die den Sport als Raum f\u00fcr politische Agitation nutzen. Durch Letzteres werden das demokratische Gemeinwesen sowie das Kindeswohl in den betroffenen Vereinen gef\u00e4hrdet.\u201c<\/p>\n<p>Allerdings, so Michael Neumann vom LSB NRW, sei die Nutzung bestehender Vereinsstrukturen zur Verbreitung eigener Weltsichten bisher kein strukturelles, sich h\u00e4ufendes Ph\u00e4nomen: \u201eMein Eindruck ist, dass es zumindest in NRW bislang keine systematische Unterwanderung von Sportvereinen gibt. Wenn ich allerdings mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Regionen spreche (z.B. den ostdeutschen Bundesl\u00e4ndern), h\u00f6re ich von ganz anderen Entwicklungen. Hier bei uns erlebe ich eher, dass viele Vereine eine klare Haltung dagegen haben, sich aber oft hilflos f\u00fchlen, wie sie konkret Haltung zeigen k\u00f6nnen. Insgesamt sehe ich in NRW noch eine gewisse Widerstandskraft, auch wenn unklar ist, wie lange das so bleibt.\u201c Der LSB Sachsen schreibt auf Anfrage, es k\u00f6nne anhand der eigenen Projektarbeit keine Aussage dar\u00fcber getroffen werden, ob rechte Akteure aktiv Sportvereine unterwandern. Der LSB Th\u00fcringen schreibt auf die Frage: \u201eWir nehmen wahr, dass Vereine in vielerlei Hinsicht attraktiv sind f\u00fcr extrem rechte Akteure, da diese hier ihre Zielstellungen wie u.a. die Normalisierung extrem rechter Einstellungen verfolgen.\u201c<\/p>\n<h2>Sind Sportvereine kein Safe Space mehr?<\/h2>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;}]}\">Doch wie wirkt sich die Zunahme von rechtem Gedankengut auf den Sport aus? Ein Aspekt sind Diskriminierungsvorf\u00e4lle. So etwas hat Husainatou erlebt und erlebt es noch heute: Die 24-J\u00e4hrige spielt im Ruhrgebiet Fu\u00dfball und wird seit ihrer Jugend mit Rassismus konfrontiert: \u201eIn meiner einen Jugendmannschaft hab ich super viel Rassismus erfahren und das lag eigentlich auch daran, dass wir zu neunzig Prozent M\u00e4dchen mit Migrationshintergrund waren. Wir wurden dann von vorneherein schon abgestempelt.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Rassistische Erfahrungen liegen f\u00fcr Housainatou jedoch nicht nur in der Vergangenheit &#8211; auch heute erlebt sie derartige Diskriminierung: \u201eEs waren immer wieder so Mikroaggressionen, ich wurde dann zum Beispiel andauernd gefragt, welche afrikanischen Sprachen ich sprechen w\u00fcrde oder es wurde mir in die Haare gefasst. Einmal hat eine Spielerin darauf bestanden, dass ich mir die Lippen gemacht haben muss, weil die so, wie sie sind, nicht nat\u00fcrlich sein k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p>Selbst von Mitspielerinnen kommen diskriminierende Kommentare: \u201eIch erlebe schon viel Rassismus oder Mikroaggressionen durch Mitspielerinnen. Da hei\u00dft es dann, wir seien doch gut befreundet, wir w\u00fcrden uns gut kennen, da k\u00f6nne man doch mal den einen oder anderen Spruch droppen. Das wird dann hinter schwarzem Humor versteckt und mir wird dann quasi vorgeschrieben, dass ich das ja auch lustig finden muss.\u201c<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-2440\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-2440\">\n\t\t\t\t\t Der Begriff Mikroaggression<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eMikroaggression\u201c beschreibt kleine, subtile Handlungen, \u00c4u\u00dferungen oder Gesten &#8211; genauer Dem\u00fctigungen und Herabsetzungen -, die in der Regel marginalisierte Gruppen treffen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob diese absichtlich oder unabsichtlich ge\u00e4u\u00dfert werden. Durch ihr allt\u00e4gliches, h\u00e4ufiges Auftreten k\u00f6nnen sie bei den Betroffenen in Summe daf\u00fcr sorgen, dass sie sich nicht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/rassismus-sind-mikroaggressionen-real\/1960354\">Spektrum<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/vielfalt.uni-koeln.de\/antidiskriminierung\/glossar-diskriminierung-rassismuskritik\/mikroagressionen\"><em>Universit\u00e4t zu K\u00f6ln<\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der Begriff \u201eMikroaggression\u201c beschreibt kleine, subtile Handlungen, \u00c4u\u00dferungen oder Gesten &#8211; genauer Dem\u00fctigungen und Herabsetzungen -, die in der Regel marginalisierte Gruppen treffen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob diese absichtlich oder unabsichtlich ge\u00e4u\u00dfert werden. Durch ihr allt\u00e4gliches, h\u00e4ufiges Auftreten k\u00f6nnen sie bei den Betroffenen in Summe daf\u00fcr sorgen, dass sie sich nicht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/rassismus-sind-mikroaggressionen-real\/1960354\">Spektrum<\/a>, <\/em><a href=\"https:\/\/vielfalt.uni-koeln.de\/antidiskriminierung\/glossar-diskriminierung-rassismuskritik\/mikroagressionen\"><em>Universit\u00e4t zu K\u00f6ln<\/em><\/a><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Dass es rassistische, antisemitische, ableistische oder sexistische Diskriminierung im Sport gibt, steht au\u00dfer Frage. Aufgrund fehlender Zahlen ist schwer zu sagen, inwiefern sich die Anzahl von Diskriminierungsvorf\u00e4llen bundesweit und sportarten\u00fcbergreifend entwickelt hat. <\/p>\n<p>Konkrete Zahlen gibt es also nicht, an denen man einen Anstieg oder R\u00fcckgang von Diskriminierungsvorf\u00e4llen in Sportvereinen messen k\u00f6nnte. Um trotzdem einen Eindruck \u00fcber die aktuelle Situation zu bekommen, hat KURT die Gespr\u00e4chspartner f\u00fcr diese Recherche nach subjektiven Einsch\u00e4tzungen gefragt. Teilweise gibt es \u00e4hnliche Beobachtungen, doch an einigen Stellen gehen die Wahrnehmungen auseinander.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dInwiefern man diskriminierende, rassistische, sexistische Aussagen oder so mehr h\u00f6rt als vor einigen Jahren, kann ich nicht genau sagen. Aus dem Bauch heraus w\u00fcrde ich aber behaupten, dass es zum einen einem selbst vielleicht mehr auff\u00e4llt, weil man irgendwie daf\u00fcr sensibler geworden ist. Das Ausschlaggebende ist einfach, dass Leute weniger Scham haben, Sachen zu sagen, die vielleicht vor einigen Jahren noch eher undenkbar gewesen w\u00e4ren. Ich glaube, dass eine abwertende Haltung oder Sachen, die als migrationskritisch gelabeled werden, aber eher fremdenfeindlich sind, durchaus auch im Amateursport zentral gekommen sind. Viele Leute haben weniger Sorgen, sich fremdenfeindlich zu \u00e4u\u00dfern, als es noch vor einiger Zeit der Fall war.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Joris, Fu\u00dfballer<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dIch merke definitiv, dass die Diskriminierung steigt. Die Menschen sind nicht mehr so wortkarg, die haben nicht mehr Angst, ihren Hass \u00f6ffentlich zu verbreiten, sowohl gegen Trans-Menschen als auch gegen andere Minderheiten. Oft kommt die Diskriminierung dann auch nicht aus den Mannschaften selbst, sondern viel auch von den Zuschauern. Gleichzeitig ist Transphobie im Fu\u00dfball nicht unbedingt ein allt\u00e4gliches Thema, weil es sehr wenige Trans-Menschen im Sport gibt, weil es eine Minderheit ist und weil sich viele Trans-Menschen auch aus dem Sport zur\u00fcckziehen.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Leonie Pichler, Fu\u00dfballerin<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dWir haben keine belastbaren Analysedaten und wissen nicht genau, wie oft solche Vorf\u00e4lle tats\u00e4chlich auftreten. Klar ist aber: Die Zahl d\u00fcrfte sehr hoch sein, vor allem die Dunkelziffer. Feststellen l\u00e4sst sich au\u00dferdem, dass die T\u00e4ter in den meisten F\u00e4llen M\u00e4nner sind.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Michael Neumann, Landessportbund NRW<\/strong><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dIm Fu\u00dfball tauscht man auch nicht nur Nettigkeiten aus. Das geh\u00f6rt auch dazu, dass man sich gegenseitig beschimpft. Aber ich glaube, das soll alles im Rahmen bleiben. Nach dem Spiel muss man sich auch die Hand geben, ein Bierchen trinken oder eine Cola. Und dann soll das auch alles vergessen sein. Aber es hat sich was ge\u00e4ndert, was man so mitbekommt vom Sprechen und vom Tun und Handeln in der Gesellschaft. Klar ist es im Fu\u00dfball auch schon ein bisschen anders geworden, aber ich glaube nicht so schlimm, dass man angst und bange werden m\u00fcsste. Aber ein bisschen habe ich schon das Gef\u00fchl, dass es in die verkehrte Richtung geht.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Marc Polder, Fu\u00dfballtrainer<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dIch glaube, die Sprache ist reflektierter geworden. Vor zehn Jahren oder so war es noch eher angebracht zu sagen: \u201aEy, was ist das denn f\u00fcr ein schwuler Pass\u2018, womit ganz klar gegen Schwule geschossen wurde. Das nehme ich so nicht mehr wahr, vielleicht liegt es aber auch an dem Kosmos, in dem ich unterwegs bin.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Marvin Hoffmann, Handballer<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dDie F\u00e4lle steigen eindeutig, das kann ich nur bejahen. Auch im Jugendfu\u00dfball bekomme ich das mit. Es ist kein Einzelfall, dass es zu rechten, radikalen \u00c4u\u00dferungen kommt, auch auf den Sportpl\u00e4tzen, nicht unbedingt gegen Spieler, sondern untereinander oder dass da insgesamt die Haltung leider vielfach in diese Richtung geht und dass das toleriert wird bzw. nicht widersprochen wird an ganz vielen Stellen. Das sehe ich und das macht mir auch Sorgen, muss ich sagen.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Michael Kuhlmann, Jugendvorstand Fu\u00dfball<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><em>\u275dIch glaube nicht, dass das (Anm. d. Red.: Diskriminierungsvorf\u00e4lle) zugenommen hat, ich glaube eher, dass die Aufmerksamkeit und die Sensibilisierung eine ganz andere ist. Und deswegen werden solche \u2013 ich nenne es Vorf\u00e4lle \u2013 ganz anders wahrgenommen und jetzt auch in dem Bereich einsortiert und eingestuft. Das mag vor 20 Jahren ganz exakt dasselbe gewesen sein. Da war es noch vollkommen okay, jemanden so zu betiteln. Also eigentlich auch nicht, aber aus heutiger Sicht w\u00e4re es halt an der Stelle, auf jeden Fall ein Vorfall, und deshalb glaube ich nicht, dass es mehr geworden ist, sondern dass es jetzt wahrgenommen wird.\u275e<\/em><\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\"><strong>Christian Podszuk, StadtSportBund Dortmund<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Der Sportsoziologe Enrico Michelini beobachtet das, was einige der Gespr\u00e4chspartner f\u00fcr diese Recherche schildern: \u201eEin Teil der Aussagen, die vor 15 oder 20 Jahren unvorstellbar waren, sind jetzt salonf\u00e4hig geworden. Zudem werden mehr F\u00e4lle medial aufbereitet oder gemeldet, aber ich glaube es gibt noch viel mehr F\u00e4lle, weil die Dunkelziffern enorm sind.\u201c <\/p>\n<p>Ob nun gewisse Beleidigungen und diskriminierende Aussagen tats\u00e4chlich mehr gesellschaftliche Akzeptanz erfahren, oder, wie es Marvin Hoffmann beschreibt, gewisse Formulierungen eigentlich aufgrund von einer h\u00f6heren Sensibilit\u00e4t der Menschen nicht mehr verwendet werden, l\u00e4sst sich nicht abschlie\u00dfend kl\u00e4ren.<\/p>\n<h2>Wenn Engagement auf sportlichen Wettbewerb trifft<\/h2>\n<details id=\"e-n-accordion-item-4560\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-4560\">\n\t\t\t\t\t Das ist passiert<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Marc Polder ist Fu\u00dfballtrainer der Spielgemeinschaft (SG) SW Eikeloh\/FCA B\u00f6kenf\u00f6rde aus dem Kreis Lippstadt. Beim Kreisliga-C-Spiel seiner Mannschaft am 07.09.2025 bei der zweiten Mannschaft des SC Lippstadt ergab sich die Konfliktsituation, die er im Video andeutet. In der Schlussphase des Spiels soll ein Spieler der SG von einem Gegenspieler rassistisch beleidigt worden sein. Da es derartige Beleidigungen schon in den Wochen zuvor in anderen Spielen gegeben haben soll, hatte die Mannschaft intern beschlossen, bei einem erneuten Vorfall den Platz zu verlassen. Genau das taten sie auch im Spiel Anfang September 2025. Der SC Lippstadt lie\u00df eine Anfrage zu den Vorf\u00e4llen unbeantwortet.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Trotz des mutma\u00dflichen Rassismus-Vorfalls wurde das Spiel mit 2:0 gegen die SG Eikeloh\/B\u00f6kenf\u00f6rde gewertet. Die Mannschaft verpasste durch die Entscheidung, ein Zeichen zu setzen, wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg. Das Sportgericht begr\u00fcndete die Entscheidung damit, dass der Schiedsrichter die Partie h\u00e4tte abbrechen m\u00fcssen und nicht die Mannschaft aus eigener Entscheidung den Platz verlassen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Am 15.03.2026 trafen die beiden Mannschaften erneut aufeinander. Der Spieler, der im Hinrunden-Spiel die rassistische Beleidigung ge\u00e4u\u00dfert haben soll, habe nach seiner Einwechslung abermals den Spieler, den er schon im September beleidigt habe, provoziert, so der Vorstand von SW Eikeloh: \u201eLaut Aussage der Mitspieler provozierte er auf dem Platz sowohl verbal als auch durch mehrfache Foulspiele. In der 69. Minute wurde er aufgrund einer erneuten verbalen Provokation und eines r\u00fcden Foulspiels mit der roten Karte vom Platz gestellt.\u201c Anschlie\u00dfend seien die Trainer beider Mannschaften aufs Feld gelaufen und h\u00e4tten aufgrund ihrer Diskussion mit dem Schiedsrichter beide die Rote Karte gesehen. Eikeloh betont: \u201eEindeutig rassistische Beleidigungen konnte in diesem Spiel keiner h\u00f6ren. Allerdings war das Verhalten des Spielers vom SC Lippstadt eindeutig so einzusch\u00e4tzen, da er jederzeit seine Verachtung unseres Spielers zum Ausdruck brachte. Auch nach dem Spielende.\u201c Der SC Lippstadt lie\u00df eine Anfrage zu den Vorf\u00e4llen unbeantwortet. Der Spieler wurde f\u00fcr sechs Spiele gesperrt.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Marc Polder ist Fu\u00dfballtrainer der Spielgemeinschaft (SG) SW Eikeloh\/FCA B\u00f6kenf\u00f6rde aus dem Kreis Lippstadt. Beim Kreisliga-C-Spiel seiner Mannschaft am 07.09.2025 bei der zweiten Mannschaft des SC Lippstadt ergab sich die Konfliktsituation, die er im Video andeutet. In der Schlussphase des Spiels soll ein Spieler der SG von einem Gegenspieler rassistisch beleidigt worden sein. Da es derartige Beleidigungen schon in den Wochen zuvor in anderen Spielen gegeben haben soll, hatte die Mannschaft intern beschlossen, bei einem erneuten Vorfall den Platz zu verlassen. Genau das taten sie auch im Spiel Anfang September 2025. Der SC Lippstadt lie\u00df eine Anfrage zu den Vorf\u00e4llen unbeantwortet.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Trotz des mutma\u00dflichen Rassismus-Vorfalls wurde das Spiel mit 2:0 gegen die SG Eikeloh\/B\u00f6kenf\u00f6rde gewertet. Die Mannschaft verpasste durch die Entscheidung, ein Zeichen zu setzen, wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg. Das Sportgericht begr\u00fcndete die Entscheidung damit, dass der Schiedsrichter die Partie h\u00e4tte abbrechen m\u00fcssen und nicht die Mannschaft aus eigener Entscheidung den Platz verlassen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Am 15.03.2026 trafen die beiden Mannschaften erneut aufeinander. Der Spieler, der im Hinrunden-Spiel die rassistische Beleidigung ge\u00e4u\u00dfert haben soll, habe nach seiner Einwechslung abermals den Spieler, den er schon im September beleidigt habe, provoziert, so der Vorstand von SW Eikeloh: \u201eLaut Aussage der Mitspieler provozierte er auf dem Platz sowohl verbal als auch durch mehrfache Foulspiele. In der 69. Minute wurde er aufgrund einer erneuten verbalen Provokation und eines r\u00fcden Foulspiels mit der roten Karte vom Platz gestellt.\u201c Anschlie\u00dfend seien die Trainer beider Mannschaften aufs Feld gelaufen und h\u00e4tten aufgrund ihrer Diskussion mit dem Schiedsrichter beide die Rote Karte gesehen. Eikeloh betont: \u201eEindeutig rassistische Beleidigungen konnte in diesem Spiel keiner h\u00f6ren. Allerdings war das Verhalten des Spielers vom SC Lippstadt eindeutig so einzusch\u00e4tzen, da er jederzeit seine Verachtung unseres Spielers zum Ausdruck brachte. Auch nach dem Spielende.\u201c Der SC Lippstadt lie\u00df eine Anfrage zu den Vorf\u00e4llen unbeantwortet. Der Spieler wurde f\u00fcr sechs Spiele gesperrt.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Der Konflikt, den Marc Polder im Video beschreibt, passiert nicht nur in Eikeloh. Wie reagiert ein Verein, wenn der beste Spieler des Teams \u00f6ffentlich einen \u201eWitz\u201c \u00fcber eine marginalisierte Gruppe macht? Was tun, wenn der Erfolgstrainer einer Athletin Mitglied einer antidemokratischen Partei, \u201eaber sonst ein ganz netter Typ\u201c, ist?<\/p>\n<p>In dem Bem\u00fchen, demokratische Werte zu bewahren und gegen Menschenfeindlichkeit einzustehen, stehen Sportler*innen und Ehrenamtler*innen immer wieder in einem Konflikt: Sie befinden sich im Spannungsfeld zwischen dem sportlichen Erfolg, selbst auf der untersten Leistungsebene, und dem aktiven, \u201erichtigen\u201c Eingreifen in einer problematischen Situation. Denn obwohl man sich vermeintlich moralisch korrekt verhalten will und beispielsweise nach einer rassistischen \u00c4u\u00dferung als Zeichen vom Platz geht \u2013 Vorteile bringt dieses Verhalten nicht immer. Und so entsteht ein Zwiespalt: Sportler*innen m\u00fcssen entscheiden, ob ihnen die sportliche Leistung wichtiger ist, als die Werte ihres Sports zu vertreten &#8211; und damit m\u00f6glicherweise sogar extremistische oder menschenfeindliche Einflussnahme zuzulassen.<\/p>\n<h2>Der Sport und seine Werte<\/h2>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Einerseits hei\u00dft es in der Sportwelt oft, man m\u00fcsse die \u201eWerte des Sports\u201c verteidigen. Dazu geh\u00f6ren Tugenden wie Fairplay, Respekt oder Engagement. Der Deutsche Olympische Sportbund definiert unter seinen Werten beispielsweise auch das Einstehen f\u00fcr Demokratie und Menschenrechte. Andererseits fordern viele, Politik aus dem Sport fernzuhalten \u2013 Sport sei Sport, Politik sei Politik. Daraus resultiert zwangsl\u00e4ufig die Frage: Wo liegt die Grenze zwischen politischem Handeln und dem Vertreten eigener Werte?<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Im Judo haben Werte ein besonderes Gewicht. Die Judowerte bilden das Fundament f\u00fcr den sportlichen Wettkampf zwischen den Judoka.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"579\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/04\/WhatsApp-Image-2026-03-27-at-18.02.08-1024x579.jpeg\" alt=\"\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Diese Werte gelten auf der ganzen Welt &#8211; f\u00fcr alle Judoka. Laut Christoph Ganswind sorgen sie pr\u00e4ventiv daf\u00fcr, dass \u201eeskalatives Verhalten im Keim erstickt wird.\u201c Ganswind ist zweiter Vorsitzender des DSC Wanne-Eickel \u2013 Judo e.V. und sieht seine Sportart durch die Judowerte und die gro\u00dfe Relevanz dieses Kodexes verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut gesch\u00fctzt vor extremistischen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu anderen Sportarten ist das Konzept der Judowerte au\u00dfergew\u00f6hnlich: Derart fundamentale Wertekodexe gibt es eher selten, obwohl auch andere Sportarten Werte wie Fairness oder Respekt immer wieder betonen. Gleichzeitig sind diese Wertma\u00dfst\u00e4be oft schwammig, denn so fair und offen, wie sich der Sport oft darstelle, sei er gar nicht, so der Sportsoziologe Gunter A. Pilz: \u201eWenn der Sport behauptet, er integriert problemlos, dann ist das eine L\u00fcge. Der Sport war schon immer eine Institution, die ausgegrenzt hat. Nehmen wir das Leistungsprinzip. Dann werden alle, die die Leistung nicht bringen, auch ausgegrenzt. Es ist nicht so einfach zu behaupten, der Sport integriert problemlos. Aber er hat die Potenziale, und er schafft durchaus sehr viel Positives.\u201c<\/p>\n<h2>Kann Sport \u00fcberhaupt neutral sein? <\/h2>\n<p>Dar\u00fcber, inwieweit Sportvereine diese Werte auch tats\u00e4chlich leben und sich dazu aktiv positionieren d\u00fcrfen, existieren viele Halbwahrheiten und Ger\u00fcchte. Seit einigen Jahren versuchen Landessportb\u00fcnde und der DOSB allerdings aufzukl\u00e4ren, was Vereine tats\u00e4chlich d\u00fcrfen \u2013 und was nicht.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1250\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1250\">\n\t\t\t\t\t Was ist eine Satzung?<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Eine Satzung ist im weitesten Sinne eine schriftliche Grundordnung eines bestimmten Zusammenschlusses. Sie legt fest in Vereinen fest, nach welcher Ordnung und welchen Verfahren ein Verein agiert. Die Satzung legt die Aufgaben des Vereins fest und wer den Verein nach au\u00dfen vertritt. Sportvereine haben in der Regel privatrechtliche Satzungen, welche bestimmten gesetzlichen (Mindest-) Anforderungen entsprechen m\u00fcssen, um rechtsg\u00fcltig zu sein.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/politiklexikon\/18181\/satzung\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Eine Satzung ist im weitesten Sinne eine schriftliche Grundordnung eines bestimmten Zusammenschlusses. Sie legt fest in Vereinen fest, nach welcher Ordnung und welchen Verfahren ein Verein agiert. Die Satzung legt die Aufgaben des Vereins fest und wer den Verein nach au\u00dfen vertritt. Sportvereine haben in der Regel privatrechtliche Satzungen, welche bestimmten gesetzlichen (Mindest-) Anforderungen entsprechen m\u00fcssen, um rechtsg\u00fcltig zu sein.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#222222&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/politiklexikon\/18181\/satzung\/\">Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/a><\/p>\n<p>Sportvereine sind oft gehemmt in ihrer Positionierung zu gesellschaftspolitischen Themen.\u00a0 Der Grund daf\u00fcr liegt meist in ihrer Satzung, in welcher steht, dass sie parteipolitisch neutral seien. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass jegliches Engagement au\u00dferhalb des sportlichen Wettbewerbs verboten sei. Das ist insofern korrekt, als dass Vereine gemeinn\u00fctzig sind und dementsprechend nur gemeinn\u00fctzige Zwecke (wie zum Beispiel die F\u00f6rderung des Sports, aber auch des Denkmalschutzes, der Kultur oder des Naturschutzes) verfolgen d\u00fcrfen, um diesen Status zu erhalten. Parteipolitische Aktivit\u00e4ten, wie beispielsweise die gezielte Unterst\u00fctzung einer bestimmten Partei im Wahlkampf, sind kein gemeinn\u00fctziger Zweck und somit den Vereinen verboten.<\/p>\n<p>Allerdings ist es den Vereinen nicht verboten, sich zu gesellschaftlichen Themen zu \u00e4u\u00dfern und dazu Stellung zu beziehen. Sie d\u00fcrfen an Demonstrationen teilnehmen, solange es nicht die Demonstration einer einzelnen Partei ist, und sich zu tagespolitischen Themen \u00e4u\u00dfern. Es ist Sportvereinen auch erlaubt, die Aufnahme einer Person in den Verein abzulehnen. Eine parteipolitische Zugeh\u00f6rigkeit darf dabei nicht der alleinige Grund sein. Doch wenn Anw\u00e4rter*innen auf eine Mitgliedschaft zu einer extremen Partei geh\u00f6ren und daraus resultiert, dass die Meinungen und die Weltanschauung der Person gegen das verst\u00f6\u00dft, was in der Satzung steht (zum Beispiel Extremismus), dann k\u00f6nnen Vereine durchaus eine Mitgliedschaft verweigern.<\/p>\n<p>Dass die Vereine nicht in jeder Hinsicht neutral sein m\u00fcssen, versucht auch Michael Neumann vom Landessportbund NRW immer wieder zu vermitteln: \u201eSportvereine sind keine staatlichen Institutionen und d\u00fcrfen sich durchaus auch gesellschaftlich positionieren, etwa indem sie zu Demonstrationen aufrufen. Wichtig ist nur, dass sie bei Veranstaltungen nicht einseitig mit oder f\u00fcr eine Partei agieren. Sobald mehrere Perspektiven vertreten sind, ist das zul\u00e4ssig und es m\u00fcssen nicht alle Parteien eingeladen werden.\u201c<\/p>\n<p>Vereine k\u00f6nnen zudem Werte wie die Bek\u00e4mpfung von Extremismus oder das aktive Einstehen gegen Rassismus in ihre Satzung schreiben. Das erm\u00f6glicht ihnen, f\u00fcr demokratische Werte nach au\u00dfen einzustehen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Sie Leitbilder oder Wertekodexe erstellen, die Mitglieder zum Beispiel vor dem Eintritt in den Verein im Zuge der Mitgliedsanmeldung unterschreiben m\u00fcssen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass am Ende nur die Satzung rechtswirksam ist. Das hei\u00dft, Vereine sollten die Punkte, die ihnen wichtig sind, dort verankern.<\/p>\n<h2>Graubereich AfD<\/h2>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Doch was ist mit Mitgliedern, Anh\u00e4nger*innen oder Funktion\u00e4r*innen der AfD? Eine Studie, die Anfang 2026 vom Bundesinstitut f\u00fcr Sportwissenschaft BISp ver\u00f6ffentlicht wurde, fand heraus, dass sich mehrere Landessportb\u00fcnde explizit von bestimmten Parteien distanzieren, darunter die AfD, Die Heimat, Die Rechte oder der III. Weg. Denn: Diese Parteien beziehungsweise die Positionen der Parteien w\u00fcrden \u201eim Widerspruch zum Selbstverst\u00e4ndnis und zu den Werten des organisierten Sports und seiner Sportverb\u00e4nde stehen\u201c. Die Landessportb\u00fcnde w\u00fcrden laut der Studie das Prinzip der parteipolitischen Neutralit\u00e4t neu interpretieren und sich nicht nur gegen den politischen (hier Rechts-) Extremismus allgemein, sondern auch gegen die Akteure, die diese Positionen vertreten, stellen. Nichtsdestotrotz haben nicht alle Landessportb\u00fcnde explizite Statements zum Umgang mit einzelnen Parteien, wie beispielsweise der AfD. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Michael Neumann hat im Landessportbund NRW ein Positionspapier entwickelt, welches genau diese explizite Abgrenzung zu gewissen Parteien benennt. Dort hei\u00dft es unter anderem: \u201ePersonen, die als politische Mandatstr\u00e4ger*innen, Funktionstr\u00e4ger*innen oder aktive Mitglieder von demokratiefeindlichen, menschenverachtenden und extremistischen Parteien oder Gruppierungen erkennbar sind oder sich \u00f6ffentlich klar gegen die Werte des Sports stellen, werden a) nicht in Gremien und Arbeitsgruppen des LSB NRW und seiner SJ (Sportjugend, Anm. d. Red.) berufen\u201c. Zu diesen Parteien z\u00e4hlt auch die AfD.<\/p>\n<p>Neumann erkl\u00e4rt: \u201eWenn mensch sich die Satzungen und Leitbilder von Sportvereinen oder Sportverb\u00e4nden anschaut, dann wird deutlich, wof\u00fcr der Sport steht: zum Beispiel f\u00fcr Inklusion, Integration, Chancengleichheit und ein diskriminierungsfreies Miteinander. Und diese Werte stehen ganz klar im Gegensatz zu den Wunschvorstellungen von rechten Parteien oder Gruppierungen.\u201c<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-2550\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-2550\">\n\t\t\t\t\t Positionspapier des DOSB<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Am 18. Mai 2026 hat der DOSB zusammen mit der DSJ (Deutsche Sport Jugend) ein \u00fcberarbeitetes Positionspapier zum Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Parteien, Gruppierungen und Akteur*innen herausgegeben. In der ersten Version aus dem Jahr 2025 hatten sich Deutschlands Dachorganisationen des Sports bereits gegen antidemokratische oder extreme Haltungen ausgesprochen, jedoch ohne explizite Gruppen oder Parteien zu benennen.\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">In der \u00fcberarbeiteten Version wurde nun auf Basis der Satzungen der Verb\u00e4nde festgeschrieben, dass DOSB und DSJK erstmals explizit Abgeordnete, Funktionstr\u00e4ger*innen und \u00f6ffentlich aktive Mitglieder oder Akteur*innen der AfD sowie sonstiger demkratiespaltender Parteien und Gruppierungen von Gremien oder Ehrungen ausschlie\u00dft. Neben der AfD werden unter anderem die erst k\u00fcrzlich gegr\u00fcndete Jugendorganisation Generation Deutschland, aber auch Parteien wie Die Heimat, Reichsb\u00fcrger, die Grauen W\u00f6lfe aber auch autorit\u00e4re oder antiimperialistische linke Gruppen benannt. \u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der DOSB schreibt auf seiner Website: \u201eWer zu unseren Werten steht, kann diese menschenverachtenden Ideologien und ihre Vertretungen nicht ernsthaft unterst\u00fctzen. Wir haben aus unserer Geschichte gelernt und nehmen das \u201aNie wieder\u2018 als Mahnung und als unseren Kompass. Wir werden menschenverachtenden, rechtsextremen, antisemitischen, diskriminierenden und antidemokratischen Haltungen und Handlungen daher weiterhin deutlich widersprechen und ihnen keinen Raum im Sport geben.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><a href=\"https:\/\/www.dosb.de\/aktuelles\/news\/detail\/klare-haltung-fuer-einen-offenen-und-vielfaeltigen-sport-in-unserer-demokratischen-gesellschaft\">Positionspapier DOSB<\/a><\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Am 18. Mai 2026 hat der DOSB zusammen mit der DSJ (Deutsche Sport Jugend) ein \u00fcberarbeitetes Positionspapier zum Umgang mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Parteien, Gruppierungen und Akteur*innen herausgegeben. In der ersten Version aus dem Jahr 2025 hatten sich Deutschlands Dachorganisationen des Sports bereits gegen antidemokratische oder extreme Haltungen ausgesprochen, jedoch ohne explizite Gruppen oder Parteien zu benennen.\u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">In der \u00fcberarbeiteten Version wurde nun auf Basis der Satzungen der Verb\u00e4nde festgeschrieben, dass DOSB und DSJK erstmals explizit Abgeordnete, Funktionstr\u00e4ger*innen und \u00f6ffentlich aktive Mitglieder oder Akteur*innen der AfD sowie sonstiger demkratiespaltender Parteien und Gruppierungen von Gremien oder Ehrungen ausschlie\u00dft. Neben der AfD werden unter anderem die erst k\u00fcrzlich gegr\u00fcndete Jugendorganisation Generation Deutschland, aber auch Parteien wie Die Heimat, Reichsb\u00fcrger, die Grauen W\u00f6lfe aber auch autorit\u00e4re oder antiimperialistische linke Gruppen benannt. \u00a0<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Der DOSB schreibt auf seiner Website: \u201eWer zu unseren Werten steht, kann diese menschenverachtenden Ideologien und ihre Vertretungen nicht ernsthaft unterst\u00fctzen. Wir haben aus unserer Geschichte gelernt und nehmen das \u201aNie wieder\u2018 als Mahnung und als unseren Kompass. Wir werden menschenverachtenden, rechtsextremen, antisemitischen, diskriminierenden und antidemokratischen Haltungen und Handlungen daher weiterhin deutlich widersprechen und ihnen keinen Raum im Sport geben.\u201c<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\"><a href=\"https:\/\/www.dosb.de\/aktuelles\/news\/detail\/klare-haltung-fuer-einen-offenen-und-vielfaeltigen-sport-in-unserer-demokratischen-gesellschaft\">Positionspapier DOSB<\/a><\/p>\n<h2>Zwischen Verantwortung und Angst<\/h2>\n<p>Doch es bleibt die Frage: Sollten sich Vereine \u2013 auch wenn es ihnen formal erlaubt ist \u2013 \u00fcberhaupt zu Themen au\u00dferhalb des Sports positionieren? Sei es gegen den Rechtsruck, Rassismus oder Demokratiefeindlichkeit?<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#ff0000&quot;}]}\">Im Rahmen dieser Debatte w\u00fcrden laut dem Sportsoziologen Gunter A. Pilz viele verkennen, dass \u201eder Sport, aber auch sonst jedes menschliche Handeln etwas Politisches hat. Und f\u00fcr die Sachen, die ich in der Satzung stehen habe, muss ich als Verein dann auch aktiv eintreten.\u201c Enrico Michelini betont erg\u00e4nzend, dass die Entscheidung zu schweigen auch eine gewisse Ignoranz gegen\u00fcber der eigenen Verantwortung sei: \u201eWenn die Politik so derma\u00dfen kippt, dass antidemokratische oder totalitaristische Tendenzen gezeigt werden, dann w\u00e4re eine Passivit\u00e4t im Sport grunds\u00e4tzlich auch ethisch zu hinterfragen.\u201c<\/p>\n<p>Die Judotrainer Christoph Ganswind und Volker G\u00f6\u00dfling betrachten die Verantwortung des Sports hierzu etwas anders. Die beiden leiten zusammen den Verein DSC Wanne-Eickel\u2013Judo e.V.. Sie vertreten ihre politische Positionierung nicht etwa durch Statements oder Projekte, sondern durch ein wertegetriebenes Handeln, so Ganswind: \u201eDie Sache ist, dass wir schrecklich unpolitisch sind. Wir sind komplett neutral. Wir haben einen vom Sport und unserem Judo getragenen Wertekodex, der quasi so ein eigenes kleines Gesetzbuch ist, in Verbindung mit nat\u00fcrlich dem, dass wir die freiheitlich-demokratische Grundordnung achten und die auch einfordern. Aber die Situation, dass man was tun muss und dass man politisch irgendwelche Vortr\u00e4ge halten muss, die gibt es nicht und eigentlich sehen wir uns auch so nicht. Weil wir machen im Prinzip Politik und gesellschaftliches Engagement, ohne dass wir dar\u00fcber reden, dass es das ist. Wir leben etwas vor, wir schaffen eine Wohlf\u00fchlatmosph\u00e4re und wir f\u00f6rdern miteinander und gegenseitigen Respekt.\u201c Sein Amtskollege G\u00f6\u00dfling erg\u00e4nzt: \u201eOb der Begriff unpolitisch f\u00fcr uns passt, ich w\u00fcrde das anders sagen, ist aber der gleiche Inhalt. Wir sind politisch, aber durch unser Handeln und\u00a0durch\u00a0unsere\u00a0Wirkung\u00a0und nicht durch Reden oder durch besondere Veranstaltungen. Bestimmte Sachen gibt es bei uns einfach nicht. Da wird gar nicht dr\u00fcber diskutiert. Und dass Menschen jeglicher Leistungsklasse miteinander trainieren und\u00a0jeden Geschlechts,\u00a0jeglicher Hautfarbe, jeglicher Herkunft und so weiter, das ist selbstverst\u00e4ndlich.\u201c<\/p>\n<h2>Der Verein mit dem Rassismus-Vorfall<\/h2>\n<p>Dazu, wie und ob man sich als Sportverein zu Themen positioniert, gibt es offenbar verschiedene Ansichten. Meist stehen Vereine gerade dann vor dem Zwiespalt der aktiven Positionierung, wenn sie mit einem Diskriminierungsvorfall oder extremistischen Sportler*innen in ihrem Umfeld konfrontiert sind. Dar\u00fcber hinaus spiele in diesem Zusammenhang ein weiterer Punkt eine Rolle, so Michael Neumann: \u201eEin gro\u00dfes Thema ist auf jeden Fall das Klima der Unsicherheit oder auch Angst. Viele Sportvereine haben Sorge, was passiert, wenn sie Vorf\u00e4lle \u00f6ffentlich machen, Position beziehen oder die Presse etwas \u00fcber den Verein ver\u00f6ffentlicht. Dazu kommt die Angst vor Stigmatisierung. Wenn etwas erst einmal \u00f6ffentlich wird, ist es oft schwer, dieses Bild wieder zu korrigieren.\u201c Ein Verein ist dann schnell \u201eDer Verein mit dem Rassismus Vorfall\u201c oder \u201eDer Verein mit dem Nazi Problem\u201c. <\/p>\n<p>\u00dcber einige der in diesem Text genannten Sportler*innen und F\u00e4lle gibt es bereits mediale Berichterstattung und so wurden sie auch f\u00fcr diese Recherche interessant. Andere wollten genau aus diesem Grund nicht \u00f6ffentlich mit uns sprechen, da sie den Vorfall in ihrem Verein nicht noch einmal in den Medien lesen wollten.<\/p>\n<p>Der SK Bochum 11 positioniert sich sehr deutlich zu gesellschaftspolitischen Themen. Joris, Spieler und Pressesprecher, bef\u00fcrwortet dieses Engagement, versteht aber trotzdem, warum andere Vereine das nicht machen: \u201eIch finde das sehr sinnvoll, wenn sich viele Vereine zu politischen Themen positionieren und auch klare Kante zeigen in Bezug auf Rechtsextremismus im Breitensport. Aber ob Vereine ihre Werte konsequent vertreten, liegt dann oft an den handelnden Personen und ob es ein Problembewusstsein gibt. Wenn es das nicht gibt, weil vielleicht auch noch nichts passiert ist, dann werden solche Themen schnell beiseite gekehrt und dann wird dem keine Relevanz zugesprochen.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<h2>Wer soll sich darum noch k\u00fcmmern?<\/h2>\n<p>In Deutschland gibt es laut DOSB mehr als acht Millionen Menschen, die sich freiwillig oder ehrenamtlich in Sportvereinen engagieren. Das mag im ersten Moment nach viel klingen, doch in vielen Vereinen gibt es trotzdem nicht genug helfende H\u00e4nde. Der Mangel an Ehrenamtler*innen sei derzeit die gr\u00f6\u00dfte Sorge der Sportvereine, so der aktuelle Sportentwicklungsbericht des DOSB. Ehrenamtliche f\u00fcr den Sport zu finden, die neben Privatleben und Job Kinder trainieren und Verantwortung \u00fcbernehmen oder die Vereins-Finanzen im Blick behalten, ist oft schon schwierig genug. Noch unwahrscheinlicher ist es dann, diese Ehrenamtlichen zus\u00e4tzlich f\u00fcr ein Engagement gegen Rechtsextremismus oder die Erarbeitung eines Antidiskriminierungs-Leitfaden zu motivieren.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"420\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/08\/Grafik_Sorgen_Sportvereine-1-1024x420.png\" alt=\"\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Auch Neumann beobachtet dieses Problem: \u201eViele Vereine sagen uns ganz offen, dass sie sich gerne st\u00e4rker mit solchen Themen besch\u00e4ftigen w\u00fcrden, ihnen daf\u00fcr aber einfach die Ressourcen fehlen. Sie sind schon stark damit ausgelastet, den laufenden Betrieb zu sichern, von zum Beispiel Finanzierung \u00fcber rechtliche Vorgaben bis hin zu Schutzkonzepten gegen sexualisierte und interpersonale Gewalt. Da bleibt kaum Spielraum f\u00fcr dieses zus\u00e4tzliche Thema (Anm. d. Red.: Rechtsruck).<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Oft gibt es in den Vereinen nicht mehr zeitliche Kapazit\u00e4ten als f\u00fcr das Tagesgesch\u00e4ft. Zudem kommt ein Problembewusstsein oft erst dann auf, wenn es akute Diskriminierungsvorf\u00e4lle innerhalb des Vereins gibt oder der Verein in n\u00e4herer Umgebung mit extremistischen Personen konfrontiert ist. Insbesondere dann, wenn das Thema in der Presse landet, w\u00e4chst der Aufgabenberg der Ehrenamtler*innen. Das hat auch der SK Bochum erlebt, so Pressesprecher Joris:<\/p>\n<p>Das bedeutet einen Mehraufwand, f\u00fcr den es erstmal die richtigen Leute im Verein braucht. Jemand, der gern Kinder trainiere, sei nicht automatisch jemand, der wisse, wie man auf Diskriminierungsvorf\u00e4lle korrekt reagieren solle. Das sagt Sebastian Strack vom Judoverein Budoka H\u00f6ntrop: \u201eIm Verein h\u00e4ngt es auch ganz stark an den Personen. Man muss es schaffen, dass die Trainer ja auch an der Stelle sind, wo sie ihr Talent haben. Ich kann ja f\u00fcr mich froh sein, wenn sich Menschen ehrenamtlich engagieren, neben ihrer Arbeit und ihrer Familie.\u201c<\/p>\n<p>Oft fehle den Ehrenamtler*innen auch das Wissen, wie sie solche gro\u00dfen Themen \u00fcberhaupt angehen sollten. Zwar gibt es Angebote , doch w\u00fcrden nicht zwangsl\u00e4ufig an der Spitze der Priorit\u00e4tenliste der Vereine stehen, so Christian Podszuk vom StadtSportBund Dortmund: \u201eEhrenamtler*innen haben ja auch nur eine gewisse Zeit zur Verf\u00fcgung. Und wenn ich einen Sport betreibe und dann Schulungen f\u00fcr diesen Sport mache, dann sehe ich da den direkten Nutzen drin. Wenn ich aber etwas \u00dcberfachliches mache, zum Beispiel zu Rassismus im Sport, kann ich das nicht am n\u00e4chsten Tag im Training einbringen und habe 20 neue \u00dcbungen. Das ist mehr etwas, das im Kopf stattfindet und deshalb ist es auch schwer, den Mehrwert zu transportieren, dass gerade Ehrenamtliche sich bereit erkl\u00e4ren, genau daf\u00fcr ihre kostbare Zeit zu opfern.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<h2>Problemfeld Fu\u00dfball?<\/h2>\n<p>Genaue Zahlen, die eine zuverl\u00e4ssige Vergleichbarkeit zwischen den Sportarten und ihrer Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr rechte Strukturen oder diskriminierendes Verhalten erm\u00f6glichen, gibt es nicht. Doch was in den Gespr\u00e4chen zu dieser Recherche durchklingt: Der Fu\u00dfball wird als Problemherd unter den Sportarten wahrgenommen. Dabei gilt es nat\u00fcrlich zu beachten, dass Fu\u00dfball als Sportart Nummer Eins in Deutschland die meisten Mitglieder hat und \u00fcber ihn mit Abstand am meisten in den Medien berichtet wird. Dass im Fu\u00dfball somit rein quantitativ mehr Diskriminierungsf\u00e4lle passieren, ist statistisch betrachtet logisch.<\/p>\n<p>Aber ist der Rechtsruck im Fu\u00dfball tats\u00e4chlich ein gr\u00f6\u00dferes Problem als in anderen Sportarten? Eine Studie aus dem Jahr 2023 hat erforscht, inwiefern Mitglieder aus Fu\u00dfballvereinen rassistischen Aussagen mehr oder weniger zustimmen als Mitglieder anderer Sportarten.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"910\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/08\/Grafik_Zustimmung_Sportvereine1-1-1024x910.png\" alt=\"\" \/><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"912\" src=\"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2026\/08\/Grafik_Zustimmung_Sportvereine2-1-1024x912.png\" alt=\"\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Diese Studie allein besagt nicht, dass der Fu\u00dfball ein gr\u00f6\u00dferes Problem mit dem Rechtsruck hat als andere Sportarten. Doch weitere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es im Fu\u00dfball prozentual mehr Probleme mit Rechtsextremismus oder Diskriminierungsvorf\u00e4llen gibt, als in anderen Sportarten. Laut der Studie \u201eRechtsextremismus im Sport\u201c aus dem Jahr 2024 sind neben dem Fu\u00dfball besonders solche Sportarten von extrem rechten Ph\u00e4nomenen betroffen, die ihre Sportler*innen potenziell darauf trainieren, ihr Gegen\u00fcber zu sch\u00e4digen, also Kampf- und Schie\u00dfsportarten.<\/p>\n<p>Kampfsportarten unterscheiden sich allerdings stark in Bezug auf ihre Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr rechte Einflussnahme. Boxvereine zum Beispiel seien laut dem Sportsoziologen Enrico Michelini eher gef\u00e4hrdet als Judovereine, da der Boxsport \u201eauf der Stra\u00dfe\u201c im Zweifel besser genutzt werden kann als Judo-Griffe.<\/p>\n<p>Fu\u00dfball, Kampfsport, Schie\u00dfsport. Zwar weisen diese Sportarten mutma\u00dflich ein h\u00f6heres Gef\u00e4hrdungspotenzial auf, dennoch k\u00f6nnen sich auch andere Sportarten nicht g\u00e4nzlich davon freisprechen. Michael Neumann vom Landessportbund NRW betreut die F\u00e4lle, in denen Vereine Diskriminierung oder Probleme mit extremistischen Strukturen melden \u2013 und die k\u00e4men aus jeglichen Sportarten.<\/p>\n<h2>\n Was tun gegen rechtsextreme Einflussnahme?<\/h2>\n<p><em>\u275dWenn der Sport das nicht in Anspruch nimmt, das aus seinen Reihen freizuhalten oder da wesentlich gegenzusteuern: Da ist man ja hoffnungslos \u00fcberfordert. Das kann der gar nicht leisten. Da \u00fcbersch\u00e4tzt man die F\u00e4higkeit des Sports.\u275e<\/em><br \/><strong>&#8211; Gunter A. Pilz<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Es gibt eine Vielzahl an Fragen, mit welchen sich die Vereine auseinandersetzen m\u00fcssen: Wie geht ein Verein mit gut integrierten, langj\u00e4hrigen Mitgliedern um, die mit der Zeit in eine extremistische Ecke rutschen? Wie verhindert ein Verein, dass er nach einem Rassismus-Vorfall als \u201eder rassistische Verein\u201c dasteht? Neben Gem\u00fctlichkeit und Sorge um das Wohl des Vereins h\u00e4ngt es auch manchmal an der pers\u00f6nlichen Situation, ob jemand sich aktiv positioniert oder Ma\u00dfnahmen ergreift. In einem eher linken Gro\u00dfstadtclub ist das Ansprechen von Missst\u00e4nden oder die Kritik am Rechtsruck mutma\u00dflich einfacher als in einem AfD-gepr\u00e4gten Umfeld.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind die Anlaufstellen f\u00fcr F\u00e4lle von Diskriminierung, Gewalt und Rechtsextremismus in den Bundesl\u00e4ndern unterschiedlich umfassend ausgestattet, teilweise nicht existent und nicht immer bekannt in der Sportwelt. Im Landesssportbund Th\u00fcringen ist es beispielsweise m\u00f6glich, sich im Rahmen des Projekts \u201eGemeinsam couragiert handeln \u2013 Sport zeigt Gesicht!\u201c bei Vorf\u00e4llen zu melden, ein weiterf\u00fchrendes eigenes Meldesystem gibt es aber nicht. Ein Programm, wie das im LSB Th\u00fcringen, gibt es in vielen der Landessportb\u00fcnde, sie unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, das Angebot reicht von Info-Material \u00fcber Meldestellen. Meist sind diese Programme durch staatliche F\u00f6rdergelder finanziert. Das bedeutet, dass diese schlussendlich auch davon abh\u00e4ngig sind, welche Parteien regieren und inwiefern diese Parteien entsprechende Angebote f\u00f6rdern wollen. <\/p>\n<h2>Ohne Kommunikation geht nichts<\/h2>\n<p>Die \u201eMeldestelle f\u00fcr Diskriminierung im Fu\u00dfball in NRW\u201c (MeDiF) erfasst seit einigen Jahren Zahlen sowohl aus dem Profi- als auch dem Amateurfu\u00dfball. In ihren Jahresberichten zeigt sie die gemeldeten Zahlen und stellt zudem dar, warum Sportler*innen Vorf\u00e4lle nicht melden. Es existiere allgemein wenig Hoffnung, dass \u201e\u00fcber einen Meldeprozess konkrete, sp\u00fcrbare, praxisnahe und evidenzbasierte Transformationsprozesse in Gang gesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c Viele der Befragten seien der Meinung, eine Meldung eines Vorfalls ver\u00e4ndere nichts und habe keinen wirklichen Einfluss auf Diskriminierungs-Strukturen. Zudem seien Beobachter*innen teils unsicher, ob ein Vorfall wirklich meldenswert sei und h\u00e4tten Angst, am Ende selbst negative Konsequenzen zu tragen, zum Beispiel weil sie eine vermeintliche \u201eKleinigkeit\u201c gro\u00df gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Der Sportsoziologe Enrico Michelini kennt die Angst, dass das Melden oder Ankreiden von Vorf\u00e4llen nicht Probleme l\u00f6sen, sondern potenziell neue Konflikte erzeugen kann. Aber laut Michelini geht es auch anders: \u201eEine erfolgreiche Bearbeitung von einem Vorfall kann auch positive Werbung f\u00fcr den Verein sein. Es gibt Vereine, die sogar Mitglieder gewonnen haben, weil sie sich inhaltlich gest\u00e4rkt haben und sich klar als integrativ und demokratisch positioniert haben.\u201c<\/p>\n<p>Kommunikation als L\u00f6sungsmittel: Das ist nat\u00fcrlich oft einfacher gesagt als getan. Tats\u00e4chlich ist eine gute Kommunikation aber sowohl nach au\u00dfen als auch innerhalb eines Vereins eines der wichtigsten Werkzeuge. Kommunikation kann dabei helfen, rechtsextreme Einfl\u00fcssen oder Diskriminierungsvorf\u00e4llen vorzubeugen oder gut mit ihnen umzugehen. Dem stimmt auch Sebastian Strack vom Judoverein Budoka H\u00f6ntrop zu: \u201eWenn wir das Gef\u00fchl haben, da ist jemand in irgendeiner politischen Ausrichtung, dann kommen wir da in den Dialog. Ja, die Situation ist herausfordernd und bei den meisten Menschen gibt es da dann erstmal eine starke Abwehrhaltung nach dem Motto: \u2018Mit dir spreche ich nicht, du bist radikal\u2018. Aber das ist dann der falsche Ansatz.\u201c<\/p>\n<p>Genauso sieht das Michael Kuhlmann, er bevorzugt pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che vor direkten, harten Konsequenzen:<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Ganz so einfach ist es allerdings nicht: Kommunikation allein kann nicht alle Probleme l\u00f6sen oder gar vorbeugen. Michael Neumann vom LSB NRW r\u00e4t Vereinen, sich vorzubereiten und sich nicht erst nach einem Vorfall mit gesellschaftspolitischen Thematiken auseinanderzusetzen: \u201eWir betonen immer wieder: Pr\u00e4vention und eine gute Satzung sind das Fundament. Dazu geh\u00f6rt auch ein klares Leitbild, das zeigt, wof\u00fcr der Verein steht. Erg\u00e4nzend kann ein Ehrenkodex helfen, den alle Mitglieder kennen, akzeptieren und zum Mitgliedsantrag direkt dazubekommen.\u201c Sollte dann doch etwas passieren, solle man m\u00f6glichst schnell handeln, eine Stellungnahme schreiben, die, sollte sich die Presse melden, sofort herausgegeben werden k\u00f6nne. Dazu sei es wichtig, dass der Verein sensibilisiert sei, wie sich Extremismus, Rassismus oder andere Diskriminierungsformen \u00e4u\u00dfern. \u201eIch empfehle au\u00dferdem, einen klaren Handlungsleitfaden zu haben. Also festzulegen, was tun wir, wenn etwas passiert? Wichtig ist dann vor allem eine offene und transparente Kommunikation, damit keine Ger\u00fcchte in zum Beispiel WhatsApp-Gruppen entstehen.\u201c<\/p>\n<h2>Wie qualifiziert m\u00fcssen Ehrenamtliche sein?<\/h2>\n<p>Ehrenamtler*innen sollten im besten Fall zwar eine Ahnung davon haben, wie sie Handlungsleitf\u00e4den f\u00fcr akute Vorf\u00e4lle schreiben oder Extremismus erkennen k\u00f6nnen. Aber auch wenn es Schulungen zu diesen Themen gibt, die meisten Freiwilligen haben daf\u00fcr keine Zeit und arbeiten ohne jegliche Qualifizierung. Und wenn, dann machen sie eher einen Trainerschein als eine Schulung zu Extremismus oder Satzungsthemen.\u00a0<\/p>\n<p>Aber insbesondere bei Trainer*innen ist eine grundlegende Ausbildung entscheidend, da sie eine Machtposition innerhalb des sozialen Gef\u00fcges des Vereins innehaben. Wie sich ein*e Trainer*in verh\u00e4lt oder sein*ihr Training gestaltet, hat potenziell gro\u00dfen Einfluss auf eine Mannschaft oder eine Sportgruppe. Daher sind offizielle Trainerscheine wichtig \u2013 doch nicht in allen Lehrg\u00e4ngen und Kursen gibt es Inhalte zu gesellschaftlichen oder politischen Themen. Michael Neumann sieht hier Verbesserungspotenzial: \u201eUnser Ziel ist es, solche Themen st\u00e4rker in die Aus- und Fortbildung einzubringen, zum Beispiel in Schulungen f\u00fcr \u00dcbungsleitungen. Gesellschaftliche Fragestellungen sollten dort einen festen Platz haben.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<details id=\"e-n-accordion-item-1280\">\n<summary data-accordion-index=\"1\" aria-expanded=\"false\" aria-controls=\"e-n-accordion-item-1280\">\n\t\t\t\t\t Hilfsangebote f\u00fcr Vereine<br \/>\n\t\t\t\t\t\t<\/summary>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Mittlerweile hat sich eine differenzierte Pr\u00e4ventionslandschaft zur Unterst\u00fctzung deutscher Sportvereine entwickelt.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Die Landessportb\u00fcnde haben unter anderem die Aufgabe, sich gesellschaftspolitischen Themen wie der F\u00f6rderung von Integration, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit und der Pr\u00e4vention sexualisierter Gewalt zu widmen. Dazu geh\u00f6rt auch die Extremismuspr\u00e4vention, in welcher die Landessportb\u00fcnde im Sport eine essenzielle Rolle spielen. Aus diesem Grund bieten sie eine gro\u00dfe Bandbreite an entsprechenden programmatischen Aktivit\u00e4ten: Diese bestehen aus gesellschaftlicher und (sport-)politischer Sensibilisierung f\u00fcr das Thema auf der einen und der Einf\u00fchrung staatlicher F\u00f6rderprogramme auf der anderen Seite.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ein Beispiel f\u00fcr derartige F\u00f6rderprogramme ist das bundesweite \u201eDemokratie leben!\u201c-Programm, welches im Jahr 2015 vom Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiiert wurde. Dieses Bundesprogramm unterst\u00fctzt verschiedene Projekte zur Demokratief\u00f6rderung, Vielfalt und Extremismuspr\u00e4vention, sowohl auf kommunaler, regionaler als auch bundesweiter Ebene.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ein Beispiel f\u00fcr ein Programm in den Landessportb\u00fcnden ist \u201eEntschlossen weltoffen\u201c vom LSB Nordrhein-Westfalen. An diesem Projekt arbeitet Michael Neumann &#8211; Interviewpartner in diesem Projekt &#8211; als Referent des LSB NRW mit. Im Rahmen des Projekts \u201eEntschlossen weltoffen! \u2013 F\u00fcr Menschenw\u00fcrde und Diversit\u00e4t im NRW-Sport\u201c werden \u201eInformations-, Beratungs- und Schulungsangebote, um freiwillig Engagierte und hauptberuflich T\u00e4tige in Vereinen, B\u00fcnden und Verb\u00e4nden zu unterst\u00fctzen\u201c organisiert, so schreibt es der Landessportbund auf seiner Website. Dabei soll nicht nur f\u00fcr menschen- und demokratiefeindliches Verhalten sensibilisiert werden, sondern auch eine gewisse \u201eHandlungssicherheit im Umgang mit Rechtsextremismuspr\u00e4vention und rassismuskritischer Arbeit\u201c vermittelt werden.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Zudem bieten viele Landessportb\u00fcnde Mustersatzungen an, Hilfe bei juristischen Fragen und Schulungen, um Ehrenamtler*innen zu Themen wie Demokratief\u00f6rderung oder Extremismus auszubilden. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Neben der Arbeit der Verb\u00e4nde bieten die verschiedensten Akteure Sportangebote \u2013 oft neben dem Wettkampfsport \u2013 an, in denen verschiedenste Menschen zusammen Sport machen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist \u201eFu\u00dfball f\u00fcr alle\u201c. Das ist ein Projekt aus Gera, das aktiv Menschen durch den Sport zusammenbringen will: Behinderte und Nicht-Behinderte spielen gemeinsam Fu\u00dfball und setzen sich dabei f\u00fcr gelebte Inklusion ein.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;strike&quot;}]}\">\u00a0<\/p>\n<\/details>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Mittlerweile hat sich eine differenzierte Pr\u00e4ventionslandschaft zur Unterst\u00fctzung deutscher Sportvereine entwickelt.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Die Landessportb\u00fcnde haben unter anderem die Aufgabe, sich gesellschaftspolitischen Themen wie der F\u00f6rderung von Integration, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit und der Pr\u00e4vention sexualisierter Gewalt zu widmen. Dazu geh\u00f6rt auch die Extremismuspr\u00e4vention, in welcher die Landessportb\u00fcnde im Sport eine essenzielle Rolle spielen. Aus diesem Grund bieten sie eine gro\u00dfe Bandbreite an entsprechenden programmatischen Aktivit\u00e4ten: Diese bestehen aus gesellschaftlicher und (sport-)politischer Sensibilisierung f\u00fcr das Thema auf der einen und der Einf\u00fchrung staatlicher F\u00f6rderprogramme auf der anderen Seite.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ein Beispiel f\u00fcr derartige F\u00f6rderprogramme ist das bundesweite \u201eDemokratie leben!\u201c-Programm, welches im Jahr 2015 vom Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiiert wurde. Dieses Bundesprogramm unterst\u00fctzt verschiedene Projekte zur Demokratief\u00f6rderung, Vielfalt und Extremismuspr\u00e4vention, sowohl auf kommunaler, regionaler als auch bundesweiter Ebene.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Ein Beispiel f\u00fcr ein Programm in den Landessportb\u00fcnden ist \u201eEntschlossen weltoffen\u201c vom LSB Nordrhein-Westfalen. An diesem Projekt arbeitet Michael Neumann &#8211; Interviewpartner in diesem Projekt &#8211; als Referent des LSB NRW mit. Im Rahmen des Projekts \u201eEntschlossen weltoffen! \u2013 F\u00fcr Menschenw\u00fcrde und Diversit\u00e4t im NRW-Sport\u201c werden \u201eInformations-, Beratungs- und Schulungsangebote, um freiwillig Engagierte und hauptberuflich T\u00e4tige in Vereinen, B\u00fcnden und Verb\u00e4nden zu unterst\u00fctzen\u201c organisiert, so schreibt es der Landessportbund auf seiner Website. Dabei soll nicht nur f\u00fcr menschen- und demokratiefeindliches Verhalten sensibilisiert werden, sondern auch eine gewisse \u201eHandlungssicherheit im Umgang mit Rechtsextremismuspr\u00e4vention und rassismuskritischer Arbeit\u201c vermittelt werden.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Zudem bieten viele Landessportb\u00fcnde Mustersatzungen an, Hilfe bei juristischen Fragen und Schulungen, um Ehrenamtler*innen zu Themen wie Demokratief\u00f6rderung oder Extremismus auszubilden. <\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#000000&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;background_color&quot;,&quot;value&quot;:&quot;#70e096&quot;}]}\">Neben der Arbeit der Verb\u00e4nde bieten die verschiedensten Akteure Sportangebote \u2013 oft neben dem Wettkampfsport \u2013 an, in denen verschiedenste Menschen zusammen Sport machen. 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Der Mehrspartenverein versteht sich als zivilgesellschaftlicher Akteur in Rostock, nimmt an Demonstrationen teil, bietet Angebote f\u00fcr benachteiligte Jugendliche an und positioniert sich aktiv zu gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p>Der Fu\u00dfballverein SK Bochum 11 hat einen \u00e4hnlichen Selbstanspruch: Neben Statements auf Social Media zu gesellschaftspolitischen Themen und der Teilnahme an Demonstrationen hat der Verein Anfang 2026 in Kooperation mit einem weiteren Bochumer Club ein Benefizspiel veranstaltet. Dieses Spiel richtete sich an die Opfer des Kriegs in Rojava, einer autonomen Region in Syrien. Au\u00dferdem gibt es beim SK den \u201eNur zocken Freitag\u201c. Das ist ein Treffpunkt, bei dem Menschen mit Behinderung ausdr\u00fccklich willkommen sind, um mit Nicht-Behinderten gemeinsam Fu\u00dfball zu spielen.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<p dir=\"auto\">\u00a0<\/p>\n<h2>Wie kann es weitergehen?<\/h2>\n<p>Der Sport tut vieles und st\u00f6\u00dft dabei an Grenzen &#8211; so viel l\u00e4sst sich festhalten. Was sagt also der Blick in die Zukunft? Was m\u00fcssen der Sport und seine Akteur*innen tun, um weiterhin als gr\u00f6\u00dfte Institution f\u00fcr gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gelten?<\/p>\n<p>\u201eFlagge bekennen\u201c und \u201eZeichen setzen\u201c seien wichtig, so Housainatou, man d\u00fcrfe sich jedoch nicht auf Symbolpolitik ausruhen: \u201eIrgendwo Banner gegen Rassismus aufzuh\u00e4ngen oder Aufkleber zu verteilen, reicht nicht, wir m\u00fcssen aktiver werden, die Vereinsmitglieder genauso wie Schiedsrichter, Staffelleiter oder Trainer schulen und sensibilisieren und darauf hinweisen, wo es Anlaufstellen gibt.\u201c<\/p>\n<p>Marij Duhra vom IFC Rostock w\u00fcnscht sich auch von anderen Vereinen mehr Engagement: \u201eEs ist immer noch nicht so einfach, mit dem Finger auf andere Vereine zu zeigen, aber ich f\u00e4nde es nat\u00fcrlich irgendwie sinnvoll, wenn alle Vereine sich als gesellschaftliche Player verstehen w\u00fcrden.\u201c So k\u00f6nne man extremistische Tendenzen besser als Gesellschaft bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Denn daf\u00fcr gibt es laut Gunter A. Pilz die notwendigen Gegebenheiten: \u201eWir sind, was die Ma\u00dfnahmen und Ideen gegen Rechtsextremismus im Sport anbelangt, auf einem hervorragenden Level. Wir haben die besten Ma\u00dfnahmen. Es ist kein Erkenntnisproblem, es ist ein Umsetzungsproblem.\u201c Das bedeutet konkret: Vereine m\u00fcssen sich bewusst vor Augen f\u00fchren, dass der Rechtsruck auch die eigenen Reihen treffen kann und dass es an ihnen liegt, Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen umzusetzen. Sie m\u00fcssen ihre Kommunikationsstrategien pr\u00fcfen und Verantwortungen gezielt verteilen, ohne Einzelpersonen mit ihren Aufgaben allein zu lassen. Das sind einige Beispiele f\u00fcr erste Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen, demokratischen Vereinsstruktur.<\/p>\n<p data-syno-attrs=\"{&quot;textMarks&quot;:[{&quot;_&quot;:&quot;font_size&quot;,&quot;value&quot;:&quot;11pt&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;font_family&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Arial&quot;},{&quot;_&quot;:&quot;superscript&quot;,&quot;value&quot;:false},{&quot;_&quot;:&quot;subscript&quot;,&quot;value&quot;:false}]}\">Auch Michael Neumann glaubt, dass es in der Theorie m\u00f6glich ist, als organisierter Sport politischen Dysbalancen entgegenzuwirken: \u201eIch sehe den organisierten Sport als wichtigen gesellschaftlichen Akteur. In einem Sportverein kommen Menschen aus allen Altersgruppen, Frau\/Mann\/Divers, politisch links bis rechts, Menschen mit internationaler Familiengeschichte und mit ganz unterschiedlichen anderen Hintergr\u00fcnden zusammen. Genau diese Vielfalt macht den Sport zu einem besonderen Ort, an dem sich Gesellschaft im Kleinen abbildet, weil Sport wirklich alle anspricht.\u201c Denn das, was Sportvereine f\u00fcr die Gesellschaft sind, ist durch nichts zu ersetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMit Nazis spielt man nicht&#8220; Sportvereine im Rechtsruck? Wie stark beeinflusst der gesellschaftliche Rechtsruck deutsche Sportvereine? Diese Recherche zeigt, wie Vereine mit Diskriminierungsvorf\u00e4llen umgehen, Extremismus vorbeugen, welche Hilfsangebote es gibt \u2013 und wo noch weggeschaut wird. Autorinnen: Fiona Fr\u00f6hling und Finja Wendland Ver\u00f6ffentlichtlicht am: 02.08.2026 \u201eSportvereine sind die wichtigste Institution f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":26,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"no-sidebar","site-content-layout":"page-builder","ast-site-content-layout":"full-width-container","site-content-style":"unboxed","site-sidebar-style":"unboxed","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"disabled","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"enabled","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"class_list":["post-824","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/824","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/users\/26"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=824"}],"version-history":[{"count":158,"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/824\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1734,"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/824\/revisions\/1734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kurt.digital\/sportvereine-im-rechtsruck\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}