Students for Future – die Klimastreikwoche an der TU Dortmund

Noch bis Freitag (29. November) findet bundesweit die Klimastreikwoche an deutschen Hochschulen statt. Zu der Aktionswoche hat die Gruppe „Students for Future“ (SFF) aufgerufen. Auch an der TU Dortmund gibt es viele Veranstaltungen, die auf den Klimawandel aufmerksam machen.

„Fridays for Future“ (FFF) hat vor allem Schüler und Schülerinnen dazu animiert, bei der Klimaschutzdebatte mitzuwirken. Organisierte Aktionen von Studierenden waren bis jetzt weniger präsent. Doch damit soll jetzt Schluss sein, zumindest wenn es nach der SFF-Bewegung geht. Unter dem Motto “ Public Climate School“ werden deutschlandweit Studierende aufgefordert, in dieser Woche keine Vorlesungen zu besuchen und sich stattdessen eine Woche lang mit dem Klimawandel zu beschäftigen.

Auch an der TU Dortmund findet die Klimastreikwoche statt, organisiert von „Campus for Future Dortmund“ (CFF). Von Montag bis Donnerstag werden verschiedene Veranstaltungen auf dem Gelände der TU Dortmund angeboten. Am Freitag (29. November) nimmt CFF Dortmund an der großen FFF-Demonstration in Dortmund teil und ruft zum Mitmachen auf.

Die Klimastreikwoche an der TU Dortmund

Die Aktionswoche ist eine Woche vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Madrid. Die Veranstaltungen von CCF beginnen während der Klimawoche jeden Tag um 14 Uhr und gehen bis 22 Uhr. Bei Vorträgen und Diskussionen sowie Workshops soll den Besuchern bewusst werden, dass „der Klimawandel eine Aufgabe der Menschheit ist, die jeden betrifft“, sagt Dominik Lange, Pressesprecher von CFF Dortmund.

 

Am Dienstag (26. November) hat zum Beispiel eine Diskussionsrunde zur Wahrnehmung der FFF-Bewegung stattgefunden. Hier haben sich die Teilnehmer in Kleingruppen mit verschiedenen Meinungen und Standpunkten zur FFF-Bewegung auseinandergesetzt. Im Anschluss wurde eine Podiumsdiskussion simuliert, in der die Teilnehmer die Standpunkte ihrer Gruppe präsentiert und vertreten haben.

Teilnehmer der Diskussionsrunde zur FFF-Bewegung. Foto: Kevin Bindig

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der TU Dortmund unterstütz die Klimawoche, auch wenn er diese nicht mitorganisiert: „Als Allgemeiner Studierendenausschuss machen wir uns Gedanken dazu, wie das Leben und Studieren auf dem Campus nachhaltiger gestaltet werden kann und freuen uns, wenn auch andere Studierende sich für Umwelt- und Klimaschutz begeistern.“ Dazu veranstaltet der AStA am Donnerstag (28. November) ab 16 Uhr eine gemeinsame Bastelaktion, um Plakate und Schilder für die FFF-Demonstration in Dortmund zu gestalten.

Die TU Dortmund nimmt selbst nicht aktiv an der Klimawoche teil. Auf Nachfrage teilte diese mit, dass sie „als Institution zur Neutralität verpflicht ist. Die TU Dortmund begrüßt grundsätzlich staatsbürgerliches Engagement. Das gilt natürlich auch für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Studierenden.“

„Studierendenschaft hat Kampfkraft verloren“

Für CFF Dortmund soll die Klimastreikwoche erst der Anfang sein. Dominik Lange vom CFF hofft, dass während der Woche möglichst viele Studierende erreicht und zum Mitmachen bewegt werden, denn der Klimawandel betreffe jeden. Er lobt den Einsatz der Schüler und Schülerinnen zum Klimaschutz und kritisiert gleichzeitig die Einstellung von vielen Studierenden. Zwar würden viele über ihre Zukunft nachdenken, aber sie seien meist mit ihrem eigenen Leben beschäftigt.

Dominik Lange, Sprecher CFF Dortmund. Foto: Kevin Bindig

Lange ist der Meinung, „die Studierendenschaft hat ihre Kampfkraft verloren“, da sie sich von den politischen Prozessen abschrecken ließen. Doch mit genügend Motivation könne diese Hürde leicht übersprungen werden und dann mache es auch Spaße. Für ihn ist die Anzahl der Studierenden, die sich für das Klima engagieren, viel zu gering.

Die CFF Gruppe in Dortmund zählt 20 Mitglieder. An der TU Dortmund studieren knapp 40.000 Leute. Dieses geringe Interesse hat sich auch in der Diskussionsrunde zur FFF-Bewegung gezeigt. Insgesamt 16 Teilnehmer zählte die Veranstaltung, trotz Plakaten auf dem gesamten Campus und Informationen auf der TU-Seite und in der App.

Beitragsbild: Markus Spiske via Unsplash

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