WikiLeaks suchte mehrfach Kontakt zu Donald Trump Jr.

Der älteste Sohn von U.S.-Präsident Donald Trump stand während des Wahlkampfs seines Vaters in Kontakt mit der Enthüllungsplattform WikiLeaks. Am Montag (13.11.) veröffentlichte Donald Trump Jr. dazu Screenshots von Nachrichten, die er in dieser Zeit per Twitter mit WikiLeaks ausgetauscht hatte.

Die Nachrichten zeigen, dass WikiLeaks Trump Jr. versuchte davon zu überzeugen, verstärkt mit der Plattform zusammenzuarbeiten und ihr Gefallen zu erweisen. Unter anderem wollte sie die Steuererklärung Trump Sen. veröffentlichen, um ihre eigene Unparteilichkeit stärker zu betonen.

Die Plattform kontaktierte den Präsidentensohn das erste Mal im September 2016, um einen Bericht über die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu kommentieren.

WikiLeaks hatte Clinton mit Enthüllungen von Teilen ihrer E-Mails im Wahlkampf schwer geschadet. WikiLeaks-Gründer Julian Assange twitterte als Antwort auf das Bekanntwerden, dass seine Plattform „sehr effektiv“ darin sei, auch große Persönlichkeiten für sich einzunehmen.

https://twitter.com/JulianAssange/status/930217632921542657

Trump Jr. antwortete nach eigenen Angaben dreimal auf die WikiLeaks-Nachrichten. Nach dem Wahlsieg Trumps wies die Plattform seinen Sohn darauf hin, dass es für seinen Vater „einfach und hilfreich“ wäre, wenn Julian Assange australischer Botschafter in Washington D.C werden würde. Assange sitzt seit fünf Jahren in der Botschaft Ecuadors in London fest, weil in Schweden ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn vorliegt.

Das Bekanntwerden dieses Austauschs zwischen Donald Trump Jr. und WikiLeaks sorgt bei den Demokraten für Missmut. Viele sagen, dass es ein Beispiel dafür ist, wie sehr die Trumps versucht haben im Wahlkampf an belastbares Material zu kommen. Derzeit sind dies aber nur Vermutungen. Unterschiedliche Kongressausschüsse beschäftigen sich noch mit dem Einmischen von ausländischen Regierungen in die US-Wahl. Im Detail wird eine Involvierung Moskaus untersucht.

Mehr von Daniel Weber

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