Black-Friday-Streik bei Amazon

Der Onlinehändler Amazon lockt am Freitag, 24. November, dem sogenannten Black Friday, mit hohen Rabatten. Das Problem: Wegen der vielen Bestellungen müssen die Mitarbeiter Extra-Schichten einlegen. Unzumutbar, findet die Gewerkschaft Verdi und hat zum Streik aufgerufen. 

Etwa 500 Amazon-Mitarbeiter streiken in Deutschland am Black Friday. Betroffen sind in NRW die Standorte Rheinberg und Werne, bundesweit die Logistikzentren in Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Graben (Bayern). Die Streiks sollen noch bis Ende der Spätschicht am Samstag um 1 Uhr andauern. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Amazon-Mitarbeiter seit langem einen Tarifvertrag mit den Lohnstandards des Einzel- und Versandhandels.

Ein Tarifvertrag sei jedoch überflüssig, findet Amazon. „Amazon beweist jeden Tag, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein kann“, teilte das Unternehmen auf Anfrage von Kurt mit. „Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland mindestens 10,52 Euro brutto pro Stunde.“ Auch den Vorwurf der zu hohen Arbeitsbelastung weist Amazon zurück. Man achte sehr auf die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter.

Der Großteil der Amazon-Mitarbeiter streikt jedoch nicht. Daher werde es auch nicht zu Lieferproblemen kommen, sagte der Onlinehändler.

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