Mutmaßlicher Attentäter von Straßburg erschossen

Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg, Chérif Chekatt, ist am Donnerstagabend, den 13.12., erschossen worden. Nach zweitägiger Suche erkannten Polizisten den Mann auf einer Straße in dem Straßburger Stadtteil Neudorf wieder.  Als sie ihn verhaften wollten, eröffnete der 29-Jährige das Feuer und wurde daraufhin von den Polizeikräften getötet.

Bei dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in der Straßburger Innenstadt am Dienstagabend starben insgesamt drei Menschen. Etwa ein Dutzend weitere wurden verletzt, eines der Opfer wurde für hirntot erklärt. Auf der Flucht wurde Chekatt angeschossen und flüchtete dann mit einem Taxi nach Neudorf, wo er untertauchte. In den zwei darauffolgenden Tagen wurde er mit Hochdruck mit mehr als 800 Sicherheitskräften in Frankreich und Deutschland gesucht. Das Viertel, in dem Chekatt letzten Endes gefunden wurde, war bereits am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot durchsucht worden. Auch die nur wenige Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernte Grenze zu Deutschland wurde scharf kontrolliert.

Frankreichs Innenminister Christophe Castaner versicherte bereits kurz vor der Nachricht von Chekatts Tod, dass der Weihnachtsmarkt in der Straßburger Innenstadt am Freitag wiedereröffnet werden solle. „Der Terrorist wird festgenommen werden“, war er sich sicher. Fast gleichzeitig mit Castaners Botschaft vom Tod des mutmaßlichen Attentäters meldete sich die Terrormiliz Islamischer Staat und reklamierte den Terroranschlag für sich. Chérif Chekatt sei ein Soldat des IS gewesen – die Echtheit dieser Meldung wird noch überprüft.

Die Radikalsierung des 29-Jährigen hat offenbar im Gefängnis begonnen. Chekatts Vorstrafenregister ist lang: Insgesamt 27 Mal wurde er in der Schweiz, Deutschland und Frankreich verhaftet – das erste Mal mit 13 Jahren.

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