Steckt der Journalismus in der Glaubenskrise? KURT im Gespräch mit Journalist*innen

Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche
Kurt berichtet von der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche 2019. Foto: Sandra Schaftner

„Fake News“, „Lügenpresse“ und dann auch noch Relotius: Wie steht es um das Medienvertrauen in Deutschland? Und was tun Medienhäuser und Journalist*innen für die eigene Glaubwürdigkeit? KURT will es wissen – und hat erfahrene Journalist*innen gefragt. Auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg.

Der Fall Relotius – und nun?

Der Fall Relotius hat die Medienwelt in Deutschland erschüttert. Wenn so etwas selbst beim renommierten Spiegel passieren kann, was bedeutet das dann für die Glaubwürdigkeit der Medien? Welche Auswirkungen hat der Fall auf das Vertrauen innerhalb der Redaktion und auf die Arbeit freier Journalist*innen? Darüber sprachen wir mit der freien Journalistin Katharina Finke und Volker Lilienthal, Journalistik-Professor an der Universität Hamburg:

Gepostet von KURT – so wie du am Samstag, 15. Juni 2019

Recherche-Fails

Manchmal geht auch bei Journalisten etwas schief. Mal verrennen sie sich bei einer Recherche, mal werden auf die falsche Fährte gelockt. Anette Dowideit, Chefreporterin bei der Welt, hat mit uns über ihre Recherche-Fails gesprochen. Dabei erklärt sie, warum es wichtig ist für den Journalismus mit den Fehlern offen umzugehen:

Eine Journalistin erzählt von ihren Recherche-Fails

FAIL! Manchmal geht eine Recherche so richtig schief. Anette Dowideit, Chefreporterin bei der WELT, hat mit uns auf der Netzwerk Recherche über ihre Recherche-Fails gesprochen.

Gepostet von KURT – so wie du am Samstag, 15. Juni 2019

 

Podcasts: Welche sind glaubwürdig?

Jeder vierte Deutsche hört Podcasts. Aber können Podcasts überhaupt glaubwürdig sein? Das haben wir im Gespräch mit Marc Krüger, Audio-Redakteur bei T-Online, diskutiert. Dabei geht es um den Unterschied zum Radio, wie schwer es ist, einen Podcast zu produzieren. Außerdem verrät Marc Krüger die Kriterien, anhand derer man erkennt, ob ein Podcast glaubwürdig ist und die Hörer ihm vertrauen können. Lest mehr darüber im Artikel: Wie glaubwürdig können Podcasts sein?

Google: Zwischen Beeinflussung und finanzieller Hilfe

Zeit Online, Deutsche Presseagentur, Spiegel Online und Correctiv – sie alle bekommen Geld von Google. Der Technologie-Konzern fördert mit Millionen Innovationen im Journalismus. Wir haben mit Alexander Fanta von netzpolitik.org darüber gesprochen, wie das den Journalismus beeinflusst. „Die Medien wissen, solange es Google gibt, werden sie kein Geld machen mit Onlinewerbung – sie brauchen den Konzern aber irgendwie auch“, sagt er. „In dieser schwierigen komplexen Beziehung will Google mit dem Geld zeigen: Wir sind für euch da, wir hören euch zu, wir helfen euch. Aber langfristig geht es darum, Dominanz und Einfluss auszubauen, zu verhindern, dass es zu schlechte Presse für Google gibt in Europa.“

Wie beeinflusst Google den Journalismus? KURT hat Alexander Fanta von netzpolitik.org gefragt. #nr19

Gepostet von KURT – so wie du am Samstag, 15. Juni 2019

Glaubwürdigkeit auf Youtube?

Zurzeit wird viel über den Youtuber Rezo diskutiert, der kurz vor  der Europawahl mit dem Video „Die Zerstörung der CDU“ für Aufruhr gesorgt hat. Wir haben auch mit dem Journalisten Dietmar Schiffermüller darüber gesprochen.  Er ist Redakteur beim Youtube-Kanal STRG_F vom jungen, öffentlich-rechtlichen Angebot funk. Er ist der Meinung, dass Rezos Beitrag wichtig und nicht gefährlich war. „Auf einmal debattieren wir über politische Leitfragen“, sagte Dietmar Schiffermüller im Interview:

„Rezos Beitrag war wichtig, nicht gefährlich“, sagt Dietmar Schiffermüller, Journalist vom Youtube-Kanal STRG_F.Wir haben ihn auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg getroffen.

Gepostet von KURT – so wie du am Freitag, 14. Juni 2019

 

Netzwerk Recherche
Netzwerk Recherche ist ein Verein zur Förderung von journalistischer Qualität in der Medienberichterstattung. Er kümmert sich zum Beispiel um die Vermittlung von Recherche-Techniken. Auf Foren und Tagungen des Vereins können Journalist*innen sich austauschen und Kontakte knüpfen. Einmal im Jahr findet die Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg statt. Redakteur*innen und Reporter*innen diskutieren dort über aktuelle Themen der Medienbranche. In diesem Jahr steht die Konferenz unter dem Motto „Abenteuer Recherche“.
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