Sieben Typen von Studierenden in der Klausurenphase

Am Freitag (31.01.2020) ist der letzte reguläre Uni-Tag. Danach beginnt die vorlesungsfreie Zeit, dann sind Semesterferien. Und leider auch noch: die Klausurenphase. Sie verbreitet jedes Semester Angst und Schrecken. Viele Studierende zeigen in dieser Zeit ihr wahres Gesicht.

Der, der in der Galerie lernt

„Boah, hab´ ich Hunger! Ich glaub ich geh´ mal in die Galerie. Wenn die Leute so dicht an dicht an den Tischen sitzen, meine Bücher fast in der Currywurst von der gegenübersitzenden Person liegen und neben mir ein Tablett runter fällt, da kann ich immer super lernen und mich gut auf den Stoff fokussieren. Wenn ich dann nochmal Hunger hab, kann ich mir ja auch noch einen Burger holen. Immer wieder herrlich. Ich weiß auch gar nicht, wo ich sonst zum Lernen hingehen soll. Das einzige Problem ist, dass die Galerie um 16 Uhr zumacht. Die sollten ihre Öffnungszeiten mal an meinen Lernzyklus anpassen.“

Der Entspannte

„Klausurenphase? Ach, ich mach mir da keinen Stress. Ich werde das alles schon irgendwie hinkriegen. Während des Semesters habe ich in den Vorlesungen meistens ganz gut zugehört und eigentlich auch schon fast alles zusammengefasst. Also, so an sich, bin ich ja fertig. Da reicht´s mir, das einen Tag vor der Klausur nochmal durchzulesen. Das wird schon keiner merken, dass ich nicht wochenlang gelernt habe. Hauptsache Bestehen, oder?“

Der, der nur in der Bib lernt

„Also wenn ich lerne, da geh ich nur noch in die Bib. Ich fahre sogar extra aus Soest nur an die Uni, um da zu lernen. Zuhause kann ich mich einfach nicht konzentrieren. In unserer Bibliothek ist es auch so schön kahl und da wird man so auf den Boden der Tatsachen geholt, wenn man sich so umschaut. Überall lernende Menschen, da kann man nur noch mitmachen. Reihe um Reihe verzweifeln die Leute an ihrem Stoff. Hinter mir bekommt jemand einen Heulkrampf, vor mir fliegen die Lernzettel durch die Luft und dann kommt jemand, setzt sich neben mich und geht nach fünf Minuten mit den Worten: “Bruder, muss los!” Zwischen den kalten Betonmauern und den schier endlosen roten Bücherregalen in denen das Wissen nur darauf wartet, gelesen zu werden – da fühl’ ich mich wohl!“

Der Alkoholiker

„So, erstmal ´n Pils. Schön Wegbier für die Uni. Mensch, so entspannt lässt´s sich´s wunderbar lernen. Hopfen und Malz sind so lange nicht verloren, bis ich kein Bier mehr in mir habe. Also nie. Ich kann gar nicht durchfallen. Läuft bei mir. Aber: Man darf es natürlich nicht übertreiben. Ab und an kann man ja auch ein Radler einschieben. Dann kann man sich ja abends immer noch konzentriert hinsetzen und lernen.”

Der Panikmacher

Vor der Klausur: „Oh nein, oh nein, oh nein! Ich will nicht. Ich kann nicht. Es ist so viel. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Oh Gott, wie soll ich das nur alles schaffen?! Ich kann das doch alles nicht. Ich bin so schlecht vorbereitet. Das ist es also, mein Ende. Ich bin bereit für das Licht. Danke für alles, liebe Freunde.“

Nach der Klausur: (bekommt Klausur zurück) „Oha! Eine eins! Ich bin überragend! Ich liebe mein Leben, ich liebe die Uni!““

Der Abbrecher

„Joa, Klausurenphase? Hatte ich schon zwei und die waren echt hart. Ich bin da echt überfordert mittlerweile. Durch einige Prüfungen bin ich auch durchgefallen und jetzt habe ich echt viel Angst. Und überhaupt: Ich glaube, das, was ich gerade studiere, passt überhaupt nicht zu mir. Dann fange ich lieber an, was anderes zu studieren, oder halt gar nichts. Ich glaube, das hilft mir weiter. Ich will einfach frei von diesem Studium sein und da hilft nur eins: Abbruch!“

Der im Bett-Lerner

„Also ich mach mir ja echt wenig Stress. Daheim in meinem kuscheligen Bett kann ich echt gut lernen. Da fühle ich mich richtig wohl. In einer entspannten Umgebung bin ich einfach viel aufnahmefähiger. Aber bevor ich anfange zu lernen, mach ich noch mal ganz kurz die Augen zu, nur gaaanz kurz….. (und es verging viel wertvolle Lernzeit).“

Beitragsbild: pixabay.com/pexels

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