Studierende fordern mehr Corona-Hilfe

Heute demonstrieren Studierende in mehreren Städten  für eine Erweiterung der finanziellen Hilfe der Regierung. Viele Studierende hatten laut einer Umfrage von Zenjob durch die Corona-Maßnahmen ihren Nebenjob verloren und sind in Geldnot. 

Studierendenvertretungen aus ganz Deutschland wollen heute für eine größere finanzielle Hilfe aus der Politik auf die Straße gehen. Die Proteste sollen in Bonn, Dresden, Hannover, Mainz und Potsdam, Wiesbaden stattfinden. Studierende aus Nordrhein-Westfalen treffen sich ab 11 Uhr in Bonn vor dem Gebäude des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Anfang Mai hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Corona-Nothilfe für Studierende angekündigt, diese sei aber für die Demonstranten nicht ausreichend und komme viel zu spät. Das bisherige Hilfsangebot für Studierende beinhaltet den KfW-Kredit in Höhe von 650 Euro. Der Kredit muss komplett zurückgezahlt werden und es fallen Zinsen an, wenn er nicht innerhalb eines Jahres zurückgezahlt wird.

Außerdem hatte die Regierung eine Überbrückungshilfe für besonders bedürftige Studierende in Höhe von 500 Euro für drei Monate angekündigt, diese bisher allerdings nicht umgesetzt. Der Parlamentarische Staatssekretär Michael Meister kündigte aber zumindest den Start für diesen Monat an. Die Hilfe solle noch im Juni in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses bei den jeweiligen Studierendenwerken beantragt werden können.

Mit den Protestaktionen fordern Studierendenvertretungen eine deutliche Verbesserung des Hilfsangebots. Am 20. Juni soll es eine zentrale Demonstration in Berlin geben.

 

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