Seehofer verbietet rechtsextreme “Sturmbrigade 44” – Razzia in NRW

Schlag gegen die rechte Szene in Deutschland: Das Bundesinnenministerium hat die Neonazi-Gruppe “Sturmbrigade 44” verboten. Vorausgegangen waren am Dienstagmorgen Razzien gegen elf Gruppenmitglieder, unter anderem auch in Nordrhein-Westfalen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die rechtsextremistische “Sturmbrigade 44” – auch unter “Wolfsbrigade 44” bekannt – aufgelöst und verboten. Die Zahl in ihrem Namen ist ein Code für den vierten Buchstaben des Alphabets. DD steht für “Division Dirlewanger” und bezieht sich damit auf den sadistischen Kommandeur in der Waffen-SS Oskar Dirlewanger. Die Symbole der Gruppierung dürfen jetzt nicht mehr gezeigt werden.

Einsatzkräfte hatten am Dienstag die Wohnungen von elf Mitgliedern in NRW, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Ziel der Razzien sei das Sicherstellen möglicher rechtsextremer Propagandamittel gewesen. Die Polizei wurde fündig: Sowohl Waffen, Messer und eine Armbrust, als auch Hakenkreuze wurden sichergestellt.

Die Neonazi-Gruppe gelte als gewaltbereit und habe klare Hierarchien sowie einen strengen Verhaltenskodex, erklärte das Bundesinnenministerium.

Die Vereinsmitglieder bekannten sich offen zu Adolf Hitler und strebten die Wiedereinrichtung eines NS-Staats unter Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats an.

Obwohl ihre Mitgliederanzahl geschätzt nur im kleineren zweistelligen Bereich liege, sei sie überregional vernetzt, so die Behörde weiter.

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