Sozialticket bleibt bestehen – zunächst nur für 2018

Die NRW-Landesregierung will nun doch am Sozialticket für Bedürftige im Nahverkehr festhalten. Für das kommende Jahr sind die Zuschüsse gesichert. Nutzer machen sich mit einer gemieteten Luxuslimousine für eine dauerhafte Förderung stark. 

Auch 2018 soll es einen Landeszuschuss von 40 Millionen Euro für die verbilligte Fahrkarte geben, versicherte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Damit zeigte die Debatte der letzten Tage Wirkung: die mehr als 300.000 Bedürftigen dürfen ein weiteres Jahr vergünstigt Bus und Bahn fahren. Am Mittwoch beschäftigt sich der Landtag mit der Zukunft des Tickets.

Parallel dazu wollen arme und wohnungslose Nutzer des Sozialtickets mit einer gemieteten Limousine vor das Gebäude fahren. Vor Ort fragen sie nach den Alternativen. Es fehle ein grundsätzliches Bekenntnis zum Sozialticket für die komplette Legislaturperiode, sagte Sozialarbeiter Oliver Ongaro vom Düsseldorfer Straßenmagazin „fiftyfifty“, das die Aktion initiiert.

Ursprünglich hatte die schwarz-gelbe Regierung geplant, die Finanzierung des Sozialtickets bis 2020 einzustellen. Vor allem Sozialverbände und die Oppositionsparteien hatten das Vorhaben stark kritisiert.

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