Impfkampagne: Bundesärztekammer fordert höheres Tempo

Die Bundesärztekammer fordert eine höhere Geschwindigkeit beim Impfen gegen das Corona-Virus. Dafür sollen die Reserven von Impfdosen aufgelöst werden. 

„Es kann nicht sein, dass in Deutschland mehr als fünf Millionen Impfdosen ungenutzt gelagert werden, während sich täglich Tausende Menschen neu mit Corona infizieren“, sagte Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Ziel müsse es sein, schnellstmöglich viele Menschen gegen das Corona-Virus zu immunisieren. Aufgrund der erwartbaren Liefermengen im zweiten Quartal, sei eine Auflösung der Reserven vertretbar.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) widersprach  der Zahl von über fünf Millionen gelagerten Impfdosen. In einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage sagte er, dass aktuell etwa vier Millionen Dosen unverimpft seien. Davon würden jedoch zwei Millionen Dosen in den nächsten Tagen verimpft werden, weshalb lediglich zwei Millionen Impfdosen vorerst gelagert werden würden.

Spahn bekräftigte zudem erneut, dass die feste Impfreihenfolge voraussichtlich im Juni aufgehoben werden kann. Er betonte, gemeint sei dabei „im Verlauf des Juni“, nicht ab 1. Juni. Auch ohne Priorisierung werde die Impfkampagne aber bis in den Sommer gehen. Es könnten sich also nicht alle schon im Juni impfen lassen.

Aktuell sind laut Robert-Koch-Institut in Deutschland 22,2 Prozent mindestens einmal gegen das Corona-Virus geimpft. Die Quote der vollständig Geimpften liegt bei sieben Prozent.

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