Luftverschmutzung: Fast 180.000 Todesfälle wären vermeidbar gewesen

Eine Untersuchung der Euroäischen Umweltagentur (EEA) kommt zum Schluss, dass mehr als die Hälfte der vorzeitigen Sterbefälle im Jahr 2019 hätten verhindert werden können. Dafür hätten die Städte in der EU die Grenzwerte für Feinstaub einhalten müssen.

Die Studie hat frühzeitige Todesfälle direkt mit der lokalen Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Verbindung gesetzt. Ein Vergleich der Sterbezahlen und Feinstaubwerte zeigt: Wären 2019 die Grenzwerte eingehalten worden, hätten 180.000 frühzeitige Todesfälle verhindert werden können – fast 58 Prozent. Die häufigsten Todesursachen waren in diesen Fällen Herzerkrankungen, Schlaganfälle, chronische Lungenerkrankungen und Lungenkrebs. Für diese Erkrankungen spielt laut der Studie vor allem der besonders schädliche Feinstaub „PM 2.5“ eine Rolle. Die Angaben der EEA sind allerdings nur Schätzungen. Daher handelt es sich bei den 180.000 vermeidbaren Todesfällen lediglich um eine theoretisch abgeleitete Zahl.

Die EEA mahnt: Zwar sind sowohl die Sterbefälle als auch die Feinstaubbelstung seit 2009 kontinuierlich zurückgegangen. Allerdings werden die Grenzwerte vielerorts immer noch täglich überschritten. Vor allem im Südosten Europas seien die Zahlen bedenklich. Die beiden Messstationen in Dortmund Eving und Brackeler Straße liefern mäßige Ergebnisse. Diese liegen zwar im Toleranzbereich, sind aber nicht gut.

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