Baerbock will vermitteln: Gespräche in Kiew und Moskau

Am Montag ist Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) in Kiew angekommen. Neben dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine werden wohl auch andere heikle Themen im Raum stehen.

Das heißeste Thema der Gespräche wird vermutlich der Truppenaufmarsch Russlands an der ukrainischen Grenze sein. Die Angst vor einem Angriff Russlands ist nicht neu, Kiew fordert bereits seit Jahren Waffenlieferungen aus Deutschland zur Verteidigung. Vor Baerbocks Abreise hat der ukrainische Botschafter diese Forderungen noch einmal erneuert. Bisher liefert Deutschland keine Waffen an die Ukraine.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Gaspipeline Nord Stream 2, die Gas von Russland nach Deutschland transportieren soll. Die Pipeline ist fertiggestellt, hat aber noch keine Betriebserlaubnis. Da die Ukraine als Gaslieferant bereits an Bedeutung verloren hat, befürchtet sie einen Wegbruch von wichtigen Einnahmen, wenn Nord Stream 2 in Betrieb genommen wird. Laut Russland sei die Nutzung der neuen Gasleitung aber sicherer, kürzer und billiger.

Im Laufe des Tages will Baerbock sich mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba beraten und mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen. Am Dienstag stehen Gespräche mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow an. Baerbock hat vor ihrem Aufbruch angekündigt, sie wolle eine diplomatische Lösung der Krise.

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