Anschlag auf BVB-Bus: Angeklagter gesteht

Nach dem Anschlag auf den BVB-Bus im vergangenen Jahr hat der Angeklagte erstmals vor Gericht ausgesagt. Sergej W. gesteht die Tat. Er habe aber keine Tötungsabsichten gehabt.

Vor dem Schwurgericht in Dortmund betonte der Angeklagte, dass er die Splitterbombe extra so konzipiert habe, „dass keine Personenschäden zu erwarten waren“. Den Anschlag habe er nur vortäuschen wollen, um die BVB-Aktie zum Fallen zu bringen.

In der Woche vor dem Anschlag kaufte der 26-jährige BVB-Optionsscheine im Wert von 26.000 Euro. Laut Anklage habe er auf einen Gewinn von mindestens einer halben Million Euro gehofft. Dieser Fall wäre aber nur dann eingetreten, wenn die BVB-Aktie auf einen Euro gesunken wäre.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautete unter anderem 28-facher versuchter Mord. Sergej W. sagte vor dem Dortmunder Schwurgericht, dass er sein Verhalten mittlerweile zutiefst bedauere. Sergej W. hatte bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses des BVB zum Champions-League-Spiel gegen Monaco im April 2017 drei Splitterbomben gezündet. Abwehrspieler Marc Bartra wurde dabei schwer am Arm verletzt. Ein Polizist erlitt ein Knall-Trauma.

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