Aubameyang muss wieder zu Hause bleiben

Der BVB hat Pierre-Emerick Aubameyang erneut suspendiert. Damit fehlt der Torjäger schon beim zweiten Spiel in Folge. Als Begründung gab der BVB an, Aubameyang sei „im Kopf mit anderen Dingen beschäftigt und nicht voll fokussiert“.

Was sich für viele Fans anhört wie ein schlechter Scherz, stimmt wirklich. Pierre-Emerick Aubameyang ist nicht im Aufgebot für das Spiel gegen Hertha BSC Berlin. Trainer Peter Stöger hatte bei der Pressekonferenz zuvor noch angedeutet, der momentan umstrittene Stürmer könnte wieder zum Kader gehören. Beim Abflug nach Berlin am Abend saß Aubameyang aber doch nicht im Flieger Richtung Hauptstadt.

Für den Stürmer ist es bereits die dritte Suspendierung in 14 Monaten. Erst am letzten Wochenende war Aubameyang von Trainer Stöger aus dem Kader gegen Wolfsburg gestrichen worden, nachdem er eine Mannschaftssitzung geschwänzt hatte. Unter der Woche hatte der BVB-Stürmer aber gut trainiert und wurde sogar von Peter Stöger für sein Verhalten gelobt: „Ich bin als Trainer nicht nachtragend. Aubameyang ist für morgen definitiv ein Thema, das haben wir ihm auch so gesagt“, sagte Stöger in der „Welt„.

Wechselgerüchte um den BVB und Arsenal

Dass Aubameyang Ambitionen hegt, vom BVB zum FC Arsenal zu wechseln, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Als Journalisten den FC-Coach Arsene Wenger nach seiner Meinung zum Torjäger fragten, geriet er ins Schwärmen. „Ja, seinen Charakter kann man zwar positiv und negativ sehen – aber man sieht ja, was er in seiner Karriere erreicht hat“, sagte Wenger. Einen möglichen Wechsel wollte er aber nicht kommentieren, sowas halte man lieber geheim.

Die Antwort aus Dortmund ließ nicht lange auf sich warten. Sportdirektor Michael Zorc warf dem Arsenal-Coach „Respektlosigkeit“ vor und setzte nach, dass es keine Gespräche über einen Wechsel nach London gebe. Auch wenn der BVB den Kontakt zum FC Arsenal momentan noch leugnet, sind sich die Fans sicher, dass der Stürmer bald nach London wechseln wird.

Die BVB-Fans fühlen sich dieser Tage an das Verhalten von Ousmane Dembéle erinnert. Er hatte in den letzten Wochen vor seinem Wechsel zum FC Barcelona ebenfalls durch Fehlverhalten geglänzt. Durch lustloses „Gekicke“ beim Training oder Fernbleiben von Trainingseinheiten versuchte Dembéle, den Wechsel zu erzwingen. Der BVB reagierte auch damals mit einer Suspendierung.

Fußball-Fans der TU Dortmund kritisieren Aubameyangs Verhalten:

Fußball-Stars tanzen aus der Reihe

Der BVB ist aber nicht der einzige Verein, der mit schwierigen Spielern zu kämpfen hat und hatte. Werder Bremen-Kicker Max Kruse ist schon mehrmals unangenehm aufgefallen. 2009 rappte Kruse unter dem Namen „MC Max“ über Sexpraktiken und Prostituierte, 2015 ließ er nach einem nächtlichen Poker-Ausflug 75.000 Euro in einem Taxi liegen. Der VfL Wolfsburg, bei dem er damals unter Vertrag stand, verhängte laut Focus Online daraufhin eine Strafe von 25.000 Euro gegen den Stürmer.

Aber nicht nur in der Bundesliga tanzen die Profis gerne mal aus der Reihe. 2011 bereiteten zwei Spieler dem Zweitligisten Osnabrück Probleme. Kevin Schöneberg und Björn Lindemann kamen nicht nur verspätet zum Training, sondern waren deutlich angetrunken. Die Reaktion des Vereins: die fristlose Entlassung beider Spieler.

Soweit ist es in Dortmund zwar noch nicht gekommen, doch die Causa Aubameyang wird auch in den nächsten Tagen die Gemüter weiter erhitzen.

Teaser und Beitragsbild: flickr.com/Dirk Vorderstraße, lizenziert nach CC BY-NC 2.0

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