Beschwerde wegen Israel-Flagge im AStA

Einige Studierende beschwerten sich beim AStA über eine aufgehängte Israel-Flagge. Sie sind der Meinung, dass der AStA neutral auftreten sollte.

Im Flur des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) hängt seit Kurzem nicht nur eine Regenbogen-Flagge, sondern auch eine Flagge des Staates Israel. Einige Studierende finden das nicht gut. Sie fordern, dass die Flagge abgehängt werden soll. Jonas Neubürger vom AStA nahm gegenüber dem Radiosender eldoradio Stellung zu den Beschwerden und sagte:“Wir haben die Israel-Flagge aufgehängt als Reaktion auf die antisemitischen Vorfälle in Dortmund, wo ein Banner mit der Aufschrift ‚Der Staat Israel ist unser Unglück‘ gezeigt wurde, und dann wollten wir halt eben ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus.“

Die Stupa-Liste Safe spricht sich gegen die Israel-Flagge im AStA-Büro aus. Der Listenvorsitzende von Safe Seyyid Ahmed Ciftci sagte zu der Aktion: „Uns ist es wichtig, dass wir im AStA ein neutrales Zeichen setzen. Dass man damit nicht andere Kulturen oder auch Glauben verletzen kann. Rassismus ist ein Problem, was jede Minderheit treffen könnte. Nur es ist wichtig, dass wir ein gemeinsames Statement abgeben können, dass keine einzige Person sich davon ausgeschlossen fühlt aus der Gesellschaft.“

Der AStA wird die Flagge aber nicht so schnell abhängen. Jonas Neubürger antwortet auf die Kritik mit folgendem Statement: „Prinzipiell finden wir nicht, dass eine Flagge eines Staaates dazu anregt, sich gekränkt zu fühlen. In einer Gesellschaft, in der die Staatsflagge Israels schlimmer ist, als sich gegen Antisemitismus auszusprechen, also gegen diese Gesellschaft, müssen wir was tun und deshalb hängt die auch da.“

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