Trinkwasser-Gletscher schmelzen in China

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor den Folgen des raschen Abschmelzens chinesischer Gletscher gewarnt. Diese versorgen rund 1,8 Milliarden Menschen mit Wasser.

Anhand von Sattelitendaten konnte Greenpeace nachweisen, dass die Geschwindigkeit der Gletscherschmelze an wichtigen Standorten Westchinas in den letzten Jahrzenten dramatisch zugenommen habe. Das teilte die Umweltschutzorganisation in einer Pressemitteilung mit.

Demnach schrumpfte der größte Gletscher des Qilian Gebirges, Laohugou Nummer 12 doppelt so schnell wie noch vor einigen Jahrzehnten. Auch der Tianshan Gletscher Nummer 1 in der Provinz Xinjiang ist in seiner Gesamtfläche in den letzten 30 Jahren um 22 Prozent geschrumpft. Fast ein Fünftel der gesamten Gletscherfläche Chinas sei in den letzten Jahren verschwunden, so Greenpeace.

Die zahlreichen Gletscher in den Hochgebirgen Asiens gelten auch als dritter Pol der Erde, da es dort die größten Mengen an Eis und Schnee außerhalb der Polarregionen gibt. Laut Greenpeace werden zwei Drittel der Gletscher bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sein, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen wird.

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