Dortmunder Bundestagsabgeordneter Marco Bühlow tritt aus SPD aus

Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Marco Bühlow tritt aus der SPD aus. Laut dem Tagesspiegel will er aber weiterhin dem Bundestag als fraktionsloser Abgeordneter angehören. Bülow steht dem aktuellen Kurs der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles kritisch gegenüber und gilt als Gegner der großen Koalition.

Auf seiner Website erklärt der 47-Jährige seinen Rücktritt nach 26 Jahren Mitgliedschaft, von denen er 16 Jahre Bundestagsabgeordneter war. Dort äußert er in einer umfangreichen und persönlichen Analyse Kritik gegenüber der SPD. Unter dem Punkt „Mutlose Partei ohne klare Haltung“ bemängelt er unter anderem die Kompromisse der Partei in der Verhandlung zur großen Koalition:

„Die SPD wollte die „Sowohl-als-auch-Partei“ sein und ist die „Weder-noch-Partei“ geworden.“

Außerdem bringt er inhaltliche Kritik zu verschiedenen Themen, wie etwa dem aktuellen Arbeitsmarkt an:

„Wir galten mal als die Partei, die sich den großen Herausforderungen der Arbeitswelt annimmt. Heute ist die Bilanz ernüchternd, trotz niedriger offizieller Arbeitslosenzahlen.“

Trotz seines Austrittes sagt Bühlow über sich, er bleibe Sozialdemokrat. Allerdings käme er zu der Erkenntnis, dass er in Zukunft die Partei nicht mehr über alles stellen dürfte.

Mehr von Simon Kosse

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