Der Textildiscounter KiK steht in Dortmund vor Gericht

Am Donnerstag beginnt vor dem Dortmunder Landgericht ein Prozess gegen den Textildiscounter KiK. Die Hinterbliebenen einer Brandkatastrophe in Pakistan im Jahr 2012 verlangen Schmerzensgeld.

30.000 Euro Schmerzensgeld fordern ein direkt Betroffener und drei Angehörige von KiK.  Allerdings müssen die Richter zunächst klären, ob das Geschehen bereits verjährt ist oder nicht. Ein britischer Gutachter vertritt die Auffassung, dass das Geschehen bei Einreichen der Klage bereits ein halbes Jahr verjährt war. Im Rahmen der Verhandlung werden ein großes Medieninteresse und politische Demonstrationen erwartet.

Im September 2012 waren 259 Menschen bei dem Fabrikbrand in der pakistanischen Stadt Karatschi ums Leben gekommen. Der Hauptauftraggeber der Zulieferer-Fabrik war damals KiK. Dem Unternehmen mit Sitz in Bönen wird unter anderem mangelhafter Brandschutz vorgeworfen. KiK geht davon aus, dass der Prozess aufgrund von Verjährung eingestellt wird.

Aufgrund der oftmals prekären Produktionsbedingungen stehen Modediscounter wie KiK schon seit längerem in der Kritik. Ihnen wird immer wieder vorgeworfen, zu wenig Transparenz zu zeigen.

 

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