Nach Blutttat in Kopenhagen: Polizei geht nicht von einem terroristischen Akt aus

In einem Kopenhagener Einkaufszentrum sind am Sonntag mindestens drei Menschen getötet worden. Drei weitere sind schwer verletzt worden. Unmittelbar nach den Schüssen wurde ein 22 Jahre alter Däne festgenommen. Derzeit geht die Polizei nicht von einem gezielten Terrorakt aus.

Es gibt keine Hinweise in den Ermittlungen, Dokumenten oder Zeugenaussagen, die belegen könnten, dass es sich um Terror handelt!“, sagte Chefinspekteur Søren Thomassen bei einer Pressekonferenz. Der Schütze habe willkürlich auf die Besucher*innen des Einkaufszentrums geschossen und allein gehandelt. Hinweise gebe es hingegen auf psychische Probleme des Tatverdächtigen. Einem psychiatrischen Dienst sei er ebenfalls bekannt gewesen.

Ministerpräsidentin Frederiken: „grausamer Angriff“

Die Tat fand am gestrigen Sonntag im Stadtteil Amager statt und hatte zu chaotischen Zuständen in der dänischen Hauptstadt geführt. Besucher*innen des Einkaufzentrums seinen auf die Straße geflüchtet. Andere versteckten sich in den Ladenlokalen. Wegen der unklaren Sicherheitslage war ein Konzert des Sängers Harry Styles noch am Abend abgesagt worden. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verurteilte die Tat als einen „grausamen Angrif“ und erklärte: „Es ist unverständlich. Herzzerreißend. Zwecklos. Unsere schöne und sonst so sichere Hauptstadt wurde im Bruchteil einer Sekunde verändert.“

Es ist der zweite Angriff in einer skandinavischen Hauptstadt innerhalb kurzer Zeit. Vor gut zwei Wochen waren in einem queren Nachtclub im norwegischen Oslo 21 Menschen verletzt und zwei getötet worden.

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