Beerdigung von George Floyd in Houston

Der Tod von George Floyd hat eine Welle an Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in der ganzen Welt ausgelöst. Am Dienstag wurde er in seiner Heimatstadt Houston beerdigt.

Nur 500 Gäste durften wegen der Pandemie-Vorschriften in die Fountain of Praise Church, in der die Trauerfeier für George Floyd stattfand. Normalerweise passen bis zu 2.500 Personen in die Kirche. Unter den Gästen waren auch die Hinterbliebenen einiger früherer Rassismusopfer.  So trauerten Angehörige von Trayvon Marton, Eric Garner, Michael Brown und Ahmaoud Arbery mit der Familie von George Floyd. Auch Prominente wie die Schauspieler Jamie Foxx und Channing Tatum waren vor Ort. Einige Gäste trugen Masken mit Floyds Konterfei.

Während der Trauerfeier übten einige Redner scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump. So sagte George Floyds Nichte Brooke Williams:

„Jemand hat gesagt ‚Make America great again‘. Aber wann war Amerika jemals großartig?“

Der Bürgerrechtler Al Sharpton sagte, Trump denke eher daran, wie er die Proteste statt der Polizeigewalt beenden könne.

Kritiker beschuldigen Trump derweil, die Proteste für seine Zwecke zu nutzen. Er warf den „radikalen linken Demokraten“ auf Twitter vor, sie würden den Sicherheitsbehörden die Finanzen entziehen und die Polizei „abschaffen“ wollen.

Polizeigewalt in den USA

George Floyd war am 25. Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Ein Polizist hatte sein Knie fast neun Minuten in den Nacken des Mannes gedrückt – trotz wiederholter Hilferufe.

Schwarze werden in den USA systematisch diskriminiert. Sie sind überproportional häufig von Polizeigewalt betroffen, werden häufiger von der Polizei kontrolliert und bekommen bei gleichen Straftaten höhere Haftstrafen als Weiße. Außerdem sind ein Drittel aller Häftlinge in US-Gefängnissen Schwarze – obwohl sie nur 13 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

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