Niederlande und Deutschland sollen Flüchtlinge der „Sea Watch 3“ aufnehmen

Das Rettungsschiff „Sea Watch 3“ darf weiterhin nicht in Italien anlegen. Innenminister Matteo Salvini fordert zunächst, dass die Niederlande oder Deutschland versprechen, die Flüchtlinge auf dem Schiff aufzunehmen.

Die Sea Watch hat die Flüchtlinge am 19. Januar vor der Küste Libyens aufgegriffen. Seitdem ist sie auf der Suche nach einem Hafen doch weder Italien noch Malta will sie anlanden lassen. Das Schiff fährt unter niederländischer Fahne, die dahinterstehende Hilfsorganisation „Sea Watch“ hat ihren Sitz in Deutschland. Deshalb will Innenminister Salvini, dass eins der Länder die Menschen an Bord verbindlich aufnimmt, bevor das Schiff in einen italienischen Hafen einlaufen darf. Bis dahin sei Italien nur bereit, das Schiff mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Bisher lehnen aber sowohl die Niederlande als auch die Bundesregierung eine Aufnahme der Flüchtlinge ab.

Migranten an Bord der Sea Watch 3 sowie deren haben am vergangenen Freitag einen Antrag gegen Italien beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Sie fordern, an Land gelassen zu werden. Der Gerichtshof hört bis Dienstagnachmittag noch die italienische Regierung und die Antragsteller an. Eine Entscheidung wird erst danach erwartet.

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