G20-Gipfel: Bundesweite Razzien in linksextremer Szene

In acht Bundesländern durchsucht die Polizei Wohnungen mutmaßlicher Randalierer vom G20-Gipfel. Laut NDR-Informationen soll auch herausgefunden werden, inwiefern die Krawalle vorbereitet wurden. 

Die Hamburger Sonderkommission hofft, bei den Durchsuchungen Datenträger und Kommunikationsmittel sicherzustellen. Mit den Beweisen wollen die Ermittler die Geschehnisse rund um die Eskalationen in der Straße Rodenberg aufklären. Dort waren etwa 200 Gipfelgegner mit der Polizei aneinandergeraten.

Das linksautonome Kulturzentrum „Rote Flora“, das nach den schweren Krawallen am 7. Juli im Schanzenviertel kritisiert wurde, war nicht von der Razzia betroffen. Laut dem NDR konzentrierte sich die Polizei auf die linksextreme Gruppierung „Roter Aufbau“. Während des G20-Gipfels hatte sie in sozialen Netzwerken offen mit Gewalt gedroht.

Die Sonderkommission „Schwarzer Block“ war kurz nach dem Gipfel eingerichtet worden. Sie soll die Ausschreitungen während des G20-Gipfels aufklären. Im Zusammenhang mit Plünderungen von Geschäften während des G20-Treffens hatte die Polizei bereits am 27. September Wohnungen in Hamburg und Schleswig-Holstein durchsucht.

Am Dienstagmittag, 5. Dezember, wollen sich Jan Hieber, Leiter der Sonderkommission, und Hamburgs Polizeichef Ralf Martin Meyer auf einer Pressekonferenz zu den Durchsuchungen äußern.

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