Machtkampf in Venezuela: Präsident Maduro ist gesprächsbereit

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat der Opposition Gespräche angeboten. Kurz zuvor war dem Oppositionsführer Juan Guaidó die Ausreise verboten und dessen Bankkonten gesperrt worden.

Im Interview mit einer staatlichen, russischen Nachrichtenagentur, das am Mittwochmorgen veröffentlicht wurde, sagte Maduro: „Ich bin bereit, mich mit der Opposition an den Verhandlungstisch zu setzen, um zum Wohle Venezuelas über Frieden und die Zukunft zu sprechen.“ Außerdem lehnte er im Interview vorgezogene Neuwahlen ab – entgegen des Ultimatums mehrerer europäischer Länder.

Deutschland, Spanien, Frankreich und Großbritannien hatten von der Regierung unter Maduro verlangt, bis zum Wochenende freie und faire Wahlen auszurufen. Ansonsten wollen die vier Staaten den Oppositonsführer Guaidó als legitimen Übergangspräsidenten anerkennen. Als solchen hatte Guaidó sich in der vergangenen Woche bereits selbst erklärt. Zwischen Maduro und Guaidó herrscht seitdem ein Machtkampf, der von Protesten im ganzen Land begleitet wird. Die USA erkannten Guaidó bereits offiziell an und verhängten Sanktionen gegenüber der sozialistischen Regierung unter Maduro.

Dieser hatte am 10. Januar seine zweite Amtszeit als Präsident Venezuelas angetreten. Seine Wiederwahl entsprach jedoch nicht den demokratischen Standards. Guaidó bezeichnet den aktuellen Zustand in Venezuela als Diktatur.

Mehr von Pia Stenner

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