„Napalm-Girl“ erhält Friedenspreis

Die vietnamesische Friedensaktvistin Kim Phuc Phan wurde mit dem Dresdener Friedenspreis ausgezeichnet. Grund für die Ehrung ist ihr besonderer Einsatz gegen den Hass.

Die damals 9-Jährige wurde über Nacht weltbekannt. Das Foto des „Napalm-Girl“ wurde zum Symbol der zahlreichen unschuldigen Opfer des Vietnam Krieges. Der Herzog von Kent, Preisträger des Jahres 2015, überreichte Kim Phuc Phan den Preis in der Dresdner Semperoper. Die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange betonte in ihrer Rede das „unermüdliche Engagement gegen Hass und für Vergebung“ der Preisträgerin. Für sie war die Ehrung der heute 55-Jährigen ein wichtiger Schritt, der „diesen menschenverachtenden Gedanken und Taten sichtbar ein Vorbild an Menschschlichkeit und Größe entgegensetzt“. Veranstalter der Preisverleihung war der Verein „Friends of Dresden Deutschland“.

Kim Phuc Phan ist Unesco-Botschafterin und kümmert sich mit ihrer Stiftung um Kinder, die durch Kriege viel Leid erfahren mussten. Regelmäßig hält sie Reden, wünscht sich mehr Menschlichkeit. Die 55-Jährige, weiß genau wovon sie redet. Sie selbst erlebte die Ausmaße des Vietnam Kriegs hautnah mit. Im Juni 1972 wurde sie fotografiert, wie sie schreiend und ohne Kleidung mit anderen Kindern über die Straße lief. Hinter ihr bewaffnete Soldaten.

 

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