Mindestens 310 Tote bei Terroranschlägen in Sri Lanka

Mindestens 310 Menschen hat eine Serie von Terroranschlägen in Sri Lanka das Leben gekostet. Bei den insgesamt acht Anschlägen in Hotels und Kirchen am Ostersonntag wurden außerdem mehr als 500 Menschen verletzt, so die Tagesschau.

Laut dem srilankischen Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene gibt es nun Hinweise dafür, dass die Anschläge eine Vergeltung für die Anschläge auf zwei Moscheen in Christ Church gewesen seien. Nach Einschätzung der Regierung ist die einheimische radikal-islamische Gruppe „National Thowheeth Jamaath“ für die Attacken verantwortlich. Die Regierung ist jedoch davon überzeugt, dass die Terrorgruppe die Anschläge mit Hilfe eines internationalen Netzwerkes verübt habe, sagte ein Sprecher. 40 Verdächtige wurden nach Polizeiangaben bisher festgenommen und verhört.

Um Mitternacht Ortszeit ist in Sri Lanka der Notstand in Kraft getreten, der mit speziellen Bestimmungen einhergeht. Demnach können beispielsweise Sicherheitskräfte Wohnungen ohne gerichtliche Erlaubnis durchsuchen. Nach der Anschlagsserie wurde außerdem eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, zeitweise wurde der Zugang zu sozialen Netzwerken verweigert. Das begründete die Regierung mit Panik und Falschmeldungen zu den Anschlägen. Staatspräsident Sirisena erklärte den Dienstag zu einem nationalen Trauertag, morgens wurden drei Schweigeminuten gehalten.

Unter den Opfern soll es außerdem mehr als 30 Ausländer geben. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass eines der Opfer ein Deutsch-Amerikaner gewesen sei. Außerdem seien unter anderem mehrere indische, amerikanische, dänische und zwei australische und britische Staatsbürger getötet worden. Die Tropeninsel Sri Lanka im Indischen Ozean ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Seit dem Ende des 25-jährigen Bürgerkrieges im Jahr 2009 ist es dort weitestgehend friedlich gewesen.

 

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