Klage am Verfassungsgericht: Zwei Studentinnen wollen, dass Containern legal wird

Zwei Studentinnen wurden beim „Containern“ erwischt und verurteilt. Heute wollen sie eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen. Sie fordern die Legalisierung und setzen sich gegen die Lebensmittelverschwendung ein.

Die beiden Studentinnen haben um 12 Uhr ihre Verfassungsbeschwerde eingereicht. Das Bundesverfassungsgericht soll jetzt klären, ob Containern strafbar ist.

In Deutschland werden, laut der Umweltorganisation WFF, rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Supermärkte tragen demnach einen großen Teil dazu bei. Die zwei Studentinnen, Franziska und Caroline aus Bayern, versuchten dem entgegenzuwirken. Sie holten noch genießbare Lebensmittel aus den Containern eines Supermarktes. Das nennt man umgangssprachlich „Containern“. Weil das als Straftat gilt, wurden sie vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck zu jeweils acht Sozialstunden und einer Geldstrafe von 200 Euro verurteilt.

Ihr Rechtsanwalt sieht das Urteil als unverhältnismäßig und nicht mehr zeitgemäß. Mit der Klage vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe wollen die Studentinnen auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen und sich dagegen positionieren. Sie fordern, dass diejenigen, die sich für den Klimaschutz einsetzen und damit niemandem schaden nicht kriminalisiert und bestraft werden dürften.

Mehr von Marlen Stuka

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