Wirtschaftsabschwung erst einmal abgewendet

Der deutschen Wirtschaft geht es doch nicht so schlecht wie befürchtet. Die Zeiten des großen Aufschwungs sind aber auch vorbei.

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal 2019 um 0,1 Prozent gewachsen. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Am Donnerstag (14.11.2019) veröffentlichte es die Zahl.

Eigentlich waren in den letzten Monaten Befürchtungen laut geworden, Deutschland könne auf eine Rezession zusteuern. Noch im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt, also der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb Deutschlands produziert wurden, um 0,2 Prozent gesunken.

Was ist eine Rezession?
Als eine Rezession bezeichnet man das Abnehmen der Wirtschaftsleistung eines Landes innerhalb von mindestens zwei Quartalen. Während einer Rezession werden die Investitionen der Wirtschaft stark zurückgefahren, Arbeitsplätze gehen verloren und die Kaufkraft sinkt. Zuletzt gab es 2009 eine große Rezession in Deutschland, wegen der Finanzkrise.

Mögliche Gründe für die zuletzt schwächere Konjunktur sind Beobachtern zufolge die Angst vor den Folgen des Brexit, also dem Austritt Großbritanniens aus der EU, und der Handelsstreit zwischen den USA und China. Für das gesamte Jahr 2019 rechnet ein Expertengremium der Bundesregierung mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, 2018 waren es noch 1,5 Prozent. Auch die Industrie schwächelt.

Laut Bundeswirtschaftsministerium kommt das Wachstum daher vor allem von der Konsumlaune der Deutschen. Der Automarkt konnte stark zulegen, die Zahl der Neuzulassungen stieg um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Auch die Exporte stiegen um 1,5 Prozent.

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