Aussagen des EU-Botschafters Sondland belasten Trump

Im Zuge der öffentlichen Anhörungen zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren von Donald Trump hat Gordon Sondland zentrale Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten bestätigt. Der von Trump eingesetzte EU-Botschafter sagte am Mittwoch vor dem US-Repräsentantenhaus aus.

Auf Trumps Anweisung hin habe er mit dessen persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zusammengearbeitet. Der habe für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus eine Gegenleistung verlangt. Konkret habe Giulinai gefordert, öffentlich anzukündigen, dass die Ukraine Untersuchungen einleitet, die dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden schaden. Laut Sondland waren auch die eingefrorenen Militärhilfen an diese Bedingung geknüpft. Allerdings habe er dies nie direkt vom US-Präsidenten gehört – weshalb sich Trump durch die Aussage des Botschafters entlastet sieht. Sondland bestätigte aber die Aussage eines Mitarbeiters der US-Botschaft in Kiew, David Holmes. Demnach habe der EU-Botschafter am 26. Juli mit Trump telefoniert. Wobei der Präsident gefragt habe, ob die Ukraine Untersuchungen einleitet.

Sondland hatte Mitte Oktober bereits eine nicht-öffentliche Aussage getätigt. Seine Angaben machen die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahren durch das demokratisch dominierte Repräsentantenhaus wahrscheinlicher.

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