Nato stuft China als „mögliche Bedrohung“ ein

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat beim Gipfeltreffen in Watford bei London verteidigt, dass sich das Militärbündnis erstmals in seiner Geschichte mit dem Bedrohungspotenzial Chinas beschäftigt.

Zum Auftakt des zweiten Gipfeltages am Mittwoch sagt Stoltenberg: „China ist jetzt das Land auf der Welt, das nach den USA am meisten Geld für Verteidigung ausgibt“. Es habe zuletzt neue moderne Fähigkeiten vorgestellt, zu denen auch Atomwaffen zählen. Der Aufstieg Chinas stelle sowohl Chancen als auch Herausforderungen dar, sagt Stoltenberg. Damit müssten sich die Bündnispartner nun gemeinsam beschäftigen.

Die Themen bei einer rund dreistündigen Arbeitssitzung werden, nach Angaben von Stoltenberg, die Beziehungen der Nato zu Russland, Rüstungskontrolle sowie die Bemühungen um eine fairere Lastenteilung innerhalb des Bündnisses sein.

Überschattet wird der Gipfel von Ärger über Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser hatte das Bündnis jüngst als hirntot bezeichnet. Stoltenberg wies die Kritik Macrons am Mittwoch erneut zurück. Es sei nicht richtig, dass das Bündnis hirntot sei, sagte Stoltenberg. Die Nato sei die erfolgreichste Allianz der Geschichte.

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