Rettungsschiffe dürfen italiensche Häfen anlaufen

Die Rettungsschiffe „Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ dürfen nach tagelanger Fahrt auf offenem Meer nun doch italiensche Häfen ansteuern. Das Innenministerium in Rom habe ihnen Messina und Pozzallo als sichere Häfen zugewiesen, meldeten Nachrichtenagenturen.

Die „Alan Kurdi“ hat in der vergangenen Woche ursprünglich 84 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aufgenommen. Nach einer Notevakuierung wurden einige von ihnen bereits nach Italien gebracht. Die „Ocean Viking“ hat am vergangen Donnerstag 60 Flüchtlinge von eimem Holzboot gerettet. Darunter befanden sich 19 Minderjährige.

Das italiensche Innenministerium erklärte, die EU-Kommission habe bereits das Verfahren zur Verteilung der Flüchtliche eingeleitet. Einige Länder, darunter Deutschland und Frankreich, hätten sich zur Aufnahme bereit erklärt.

Im September hatten sich Deutschland, Frankreich, Italien und Malta auf einen vorläufigen Verteilungsmechanismus für die Aufnahme von geretteten Flüchtlingen geeinigt. Damit soll verhindert werden, dass Schiffe mit Flüchtlingen weiterhin tage- oder wochenlang auf dem offenen Meer ausharren müssen, bis die Verteilung geklärt und die Flüchtlinge an Land gehen können. Dies ist als Übergangslösung gedacht, bis das Asylsystem der EU überarbeitet werden kann.

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