Tote bei Trauermärschen zur Beisetzung von General Soleimani

Der bei einem US-Drohnen-Angriff getötete iranische General Ghassem Soleimani ist am Dienstag in seiner Heimatstadt Kerman im Südosten des Landes beigesetzt worden. Dabei soll es zu einer Massenpanik mit mindestens 35 Toten gekommen sein, berichtet das Staatsfernsehen im Iran. Zuvor hatte Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Chamenei nach dem Angriff auf Soleimani eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen, die an diesem Tag endet. Zu den Trauerzeremonien waren in den vergangenen Tagen Tausende erschienen. Der Tag der Beerdigung gilt nun als iranischer Feiertag. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von General Soleimani zu verabschieden.

Der Trauerzug führte am Dienstag durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyrer-Friedhof, wo Soleimani später beerdigt werden sollte. Soleimani war in der Nacht zum Freitag von einer amerikanischen Drohne in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit einem Raketenangriff getötet worden. Washington rechtfertigte den Luftschlag damit, dass der Chef der Al-Kuds-Einheiten Angriffe auf amerikanische Bürger geplant habe. Die Menschenmenge feierte den General als Helden und verlangte Vergeltung für seinen Tod.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde, Salami, drohte mit Rache an Amerika. Er sagte vor der Beisetzung des Getöteten, der Iran werde jene Orte in Brand stecken, die von den USA unterstützt würden. In Sprechchören hätten die Menschen Rache für die Toten gefordert. Manche riefen „Tod für Amerika“ und „Amerika ist der größte Teufel“.

Mehr von Antonia Rüller

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