Loveparade-Prozess ohne Urteil eingestellt

Das Landgericht Duisburg hat heute (04.05.2020) den Prozess zur Loveparade-Katastrophe eingestellt. Eines der aufwändigsten Gerichtsverfahren der Nachkriegsgeschichte geht damit zu Ende – ohne Urteil. 21 Menschen waren vor zehn Jahren bei der Loveparade in Duisburg ums Leben gekommen.

Die Staatsanwaltschaft sowie die verbliebenen drei Angeklagten haben der Einstellung schon vor der heutigen Sitzung zugestimmt. Viele Nebenkläger haben die Einstellung nicht unterstützt, ihre Zustimmung sei hierfür allerdings nicht erforderlich, heißt es. Schon seit Anfang März pausiert der Prozess wegen der Corona-Pandemie. Am 27. Juli 2020 hätte dann die Verjährungsfrist eingesetzt.

In dem Prozess ging es um den Tod von 21 jungen Menschen bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010. Sie starben bei einer Massenpanik auf dem Veranstaltungsgelände. Mehr als 650 Menschen wurden verletzt. Erst sieben Jahre später wurde Anklage gegen Mitarbeiter der Stadt Duisburg und den Veranstalter erhoben. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung aufgrund von schweren Planungsfehlern. Es gab nur einen einzigen Zu- und Abgang vom Gelände.

 

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