Nach Coronavirus in Schlachtbetrieb – NRW-Grünen-Chefin fordert Entlastung

Die Kapazitäten in den deutschen Schlachtbetrieben sollen heruntergefahren werden. Das fordert Mona Neubaur, die Parteichefin der Grünen in NRW.

Der Rheinischen Post sagte sie, die Zustände in den Schlachthöfen seien „erwiesenermaßen gesundheitsgefährdend“. Neubaur will unter anderem eine Vergrößerung der Abstände zwischen den Beschäftigten und eine Verlangsamung der Laufbänder.

Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh bei Tönnies. Dort seien mittlerweile mehr als 1500 Mitarbeiter*innen nachweislich mit dem Virus infiziert. Nicht nur die Produktion wurde für 14 Tage gestoppt, auch einige Schulen und Kitas mussten vorerst geschlossen werden. 7000 Menschen müssen laut Landesregierung in Quarantäne. Auch in einem Schlachtbetrieb von Tönnies in Kempten, Bayern, werde seit einigen Tagen nicht mehr geschlachtet.

Überlange Arbeitszeiten und Niedriglöhne

Infolge des Corona-Ausbruchs bei Tönnies wurde in den letzten Tagen auf die prekären Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachtbetrieben aufmerksam gemacht. Die Arbeitnehmer*innen seien über Werkverträge angestellt, welche zu Niedriglöhnen und massiven Überstunden führten.

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