Digitaler Impfpass: USA ziehen EU davon

Wer in New York über die App „Excelsior“ seinen Impfpass mit sich führt, darf Restaurants, Konzerte und Co. besuchen. In Deutschland bewirbt sich parallel ein Bundesland um die Vorreiterrolle.

Digitaler Impfpass statt permanentem Test: New York testet die Rückkehr zum „normalen“ Leben. 14 Tage nach der zweiten Impfung können die Anwohner*innen ihr Geburtsdatum und die Impftermine eintragen. Nach einer Prüfung mit den staatlichen Impfdaten erhält man einen QR-Code und darf wieder am öffentlichen Leben teilnehmen. Der sogenannte „Excelsior Pass“ ist vorerst sechs Monate gültig und kann verlängert werden. Alles kostenlos.

Währenddessen wird in Deutschland ebenfalls an einer digitalen Lösung gearbeitet. Aus dem Bundesland Brandenburg heißt es: „Wir bewerben uns, um den [der digitale Impfpass, Anm. d. Redaktion] hier auch zu pilotieren, um das auszuprobieren“, sagte der stellvertretende Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) Holger Rostek. Er rechne mit einer Umsetzung innerhalb der nächsten acht Wochen.

USA: Streitthema Datenschutz

Die Einführung der App führe zu einem politischen Streit über Datenschutz, berichtet die Tagesschau: Besonders streng Konservative und Trump-Anhänger*innen bemängeln staatliche Bevormundung. Floridas Gouverneur Ron DeSantis untersagte die Einführung einer solchen App: Sie schaffe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Die Bundesregierung peilt laut einer dpa-Meldung an, einen kompletten Impfnachweis über eine Smartphone-App bis zum Sommer einzuführen. Wie in New York wird der digitale Impfpass unter der Führung des Tech-Konzerns IBM entwickelt.

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