Last-Minute-Studienstart: TU Dortmund verlängert Einschreibefrist

Das Semester ist in vollem Gange: die Vorlesungen laufen und der Berg an Arbeit wird größer. Aber: Kurzentschlossene können sich noch bis zum 30. November für viele Studiengänge einschreiben. Wir erklären euch, wie das geht und was ihr beachten müsst.

Lust, spontan noch ein Studium anzufangen? An der TU Dortmund können sich Studierende in einigen Fächern noch bis Ende November anmelden: vom Mathe bis Kulturwissenschaften. „Wir hatten seit Beginn der Frist-Verlängerung gute Anmeldezahlen, auch das Beratungsangebot wird entsprechen genutzt“, sagt Barbara Berendt-Metzner, Studiengangskoordinatorin der Kulturwissenschaften. In anderen Fakultäten sieht es ähnlich aus: Bis zum 2. November sind 118 Anmeldungen bei der Zulassungsstelle eingegangen.

Ob die Veranstaltungen in Präsenz, online oder hybrid stattfinden, war lange unklar. Deswegen sind viele Studienplätze zu Beginn des Wintersemesters frei geblieben. Um diese zu belegen, hat die TU das Einschreibeverfahren für zulassungsfreie Studiengänge verlängert. “So erhalten auch diejenigen eine Chance, die sich nicht rechtzeitig für ein Studium entschieden haben”, erklärte das Team der Hochschulkommunikation.

Vorsicht: Späte Einschreibung kann Nachteile bringen

Diese Fristverlängerung ist ein Alleinstellungsmerkmal der TU in der Ruhrallianz, die Unis in Bochum und Duisburg-Essen hatten die Einschreibemöglichkeiten bereits Ende Oktober beendet. Die Ruhruniversität Bochum (RUB) sieht in einer generellen Verlängerung eher Nachteile für Studierende und Lehrende. Denn viele Veranstaltungen können nicht mehr belegt werden, das später angefangene Semster zählt aber wie ein reguläres. Daher wächst die Gefahr, dass man die Regelstudienzeit überzieht. „In Einzelfällen ist ein späterer Einstieg, nach entsprechenden Absprachen, dennoch möglich. Auch für Gasthörer haben wir bis jetzt immer eine gute Lösung gefunden“, sagte ein Sprecher der Studienkoordination an der RUB.

So klappt die verspätete Einschreibung
Die Einschreibung läuft normalerweise über das Campusportal der TU Dortmund. Nur für An­ge­wand­te Sprach­-, Literatur- und Kul­tur­wissen­schaften ist ein weiteres Antragsformular und eine Anmeldung über die Zulassungsstelle nötig. Ohne weitere Zusatzdokumente ist der spätere Studienstart noch bis zum 31.11 möglich, ursprünglich wäre der Anmeldezeitraum bereits Ende Oktober geschlossen worden. Zu den weiteren Schritten informiert die TU Dortmund in mehreren Videos.

Die Späteinsteiger*innen müssen jedoch einige Besonderheiten beachten. Neben einer Absprache mit der Studienkoordination sollten die verpassten Kursinhalte nachgearbeiet werden. „Allerdings sind die Lehrpersonen aus den jeweiligen Studiengängen darauf vorbereitet und können für die neuen Studierenden individuell passende Lösungen finden“, verspricht das Team der Hochschulkommunikation.

Studiengangskoordinatorin empfiehlt: Nicht zu viele Kurse belegen

Um den Start leichter zu machen, haben wir drei Tipps für euch:

  1. Beratungsangebote nutzen: Viele Fakultäten bieten in Zusammenarbeit mit der Studienkoordination individuelle Sprechstunden an. Auch Fachschaften und spezielle Ersti-Moodleräume können weiterhelfen.
  2. Weniger ist mehr: Durch den späteren Einstieg wird Lernstoff verpasst. Der Tipp von Studiengangskoordinatorin Berendt-Metzner: Im Wintersemester weniger Kurse belegen, um das Verpasste besser aufholen zu können. Schöner Nebeneffekt: Viele Pflichtkurse sind im Winter überlaufen, im Sommersemester ist es oft deutlich leerer.
  3. Je früher, desto besser: Obwohl die Einschreibungen noch bis Ende November laufen, sollte Interessierte sich so früh wie möglich anmelden. Je später der Einstieg, desto schwieriger wird es noch in den Seminaren aufgenommen zu werden.

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, findet ihr eine Übersicht mit allen offenen Studiengängen hier. Wer einen Master machen möchte, kann sich noch mehr Zeit lassen. Seit Sommer 2020 kann man in fast allen Master-Studiengängen an der TU (außer Lehramt) jederzeit einsteigen.

Teaser- und Beitragsbild: pixabay.com/StartupStockPhotos, lizenziert nach CC.

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