Ifo-Index: Geschäftsklima sinkt im Dezember auf Tiefstand

Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) verzeichnet den tiefsten Stand seit Februar. Der Index ist zum sechsten Mal in Folge gefallen. Gegenüber des Vormonats sank er um 1,9 Punkte auf 94,7 Zähler, so das Ifo-Institut in München.

Die deutsche Wirtschaft hat sich mit einem Tiefstand seit Februar weiter verschlechtert. Der Rückgang übertraf sogar die moderatere Einschätzung der Analysten deutlich. Das Institut hatte zur Datenerhebung 9000 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte dazu: „Die verschärfte Pandemielage trifft konsumnahe Dienstleister und Einzelhandel hart.“ Er stellt fest, dass sich durch den negativen Trend der Konjunktur, das Geschäftsklima im Dienstleistungsbereich, Handel und Bau entsprechend verschlechtere. In der Industrie gebe es hingegen einen leichten Aufschwung.

Auch die Bundesbank erwartet einen Rückschlag im Winterhalbjahr. Der Aufschwung verschiebe sich zeitlich, verglichen mit den Vorjahren, nach hinten, so Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Die Bundesbank hat ihre Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für 2021 und dessen Wachstumserwartungen von bisher 3,7 auf 2,5 Prozent gesenkt.

Bankvolkswirte haben für 2022 aber Hoffnung. Wenn derzeitige pandemiebedingte Probleme an Bedeutung verlieren würden, dürfte sich die konjunkturelle Entwicklung wieder beschleunigen, sagten Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen dem Handelsblatt.

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