USA vergibt Notfallzulassung für Corona-Tablette

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für eine Corona-Tablette ausgesprochen. Paxlovid, so der Name des Medikaments, stammt vom amerikanischen Hersteller Pfizer. Es ist das erste Covid-Mittel in den USA, das in Tablettenform eingenommen wird. 

Mit der Tablette werden positiv-getestete Corona-Patient*innen mit leichten bis mittleren Symptomen behandelt, bei denen ein großes Risiko für eine Verschlimmerung besteht, so die FDA. Außerdem soll das Medikament zwar verschreibungspflichtig, aber kostenlos erhältlich sein. US-Präsident Joe Biden ist sich sicher, dass Paxlovid zu weniger Krankenhausaufenthalten und Todesfällen führt. Das sei eine gute Nachricht, gerade im Kampf gegen die sich schnell verbreitende Omikron-Variante.

Pfizer selbst hat in einer Zwischenanalyse festgestellt, dass die Pille das Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle um 89% reduziert. Zwar ist das Medikament jetzt in den USA zugelassen, der Herstellungsprozess ist allerdings sehr teuer. Paxlovid besteht unter anderem aus dem Wirkstoff Nirmatrelvir, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt.

Expert*innen gehen davon aus, dass solche Medikamente die Säule der Corona-Bekämpfung darstellen. Auch in der EU läuft bereits ein Verfahren zur Zulassung der Tablette. Das hat die EU-Arzneimittelbehörde EMA vor einer Woche mitgeteilt. Zugelassen ist die Tablette allerdings noch nicht.

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