Erste öffentliche Anhörung zur Kapitol-Erstürmung liefert neue Erkenntnisse

Der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses zur Kapitol-Erstürmung belastet Trump. Bei der ersten öffentlichen Anhörung wurde neues Material vom 6. Januar gezeigt. 

Der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses zur Erstürmung des Kapitols hat am Donnerstagabend (09.06.2022) bei seiner ersten öffentlichen Anhörung neue Erkenntnissen zu der Attacke am 6. Januar 2021 offen gelegt. Die Hauptschuld an dem Angriff sieht der Ausschuss bei Ex-Präsident Donald Trump.

Die ganze Anhörung dauerte zwei Stunden und wurde, mit Ausnahme von Fox News, in allen großen Fernsehsendern in den USA übertragen. Sie bietet den Auftakt für weitere, längere Sitzungen in den kommenden Wochen. Präsentiert hat der Untersuchungsausschuss dutzende eingespielte Zeug*innenaussagen, Videomaterial von dem Tag und auch zwei Berichte von anwesenden Polizist*innen.

Ausschussvorsitzender Bennie Thompson: „Der 6. Januar war der Höhepunkt eines Putschversuchs“

Der Sitzung waren monatelange Aufklärungsarbeiten mit über tausend Zeug*innen-Interviews und mehr als 140.000 Dokumenten vorausgegangen. Im Mittelpunkt standen unter anderem die wichtigsten Berater*innen Trumps und auch Familienangehörige wie seine Tochter Ivanka Trump.

Am 6. Januar 2021 hatten die Anhänger*innen des republikanischen Präsidenten den Parlamentssitz in Washington erstürmt. Ziel des Ausschusses ist es, die Attacke vom Januar aufzuklären und Trump zur Verantwortung zu ziehen.

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