EU-Kommission stellt Entwurf des „Notfallplan Gas“ vor

Durch den drohenden Mangel an Erdgas steigen die Energiepreise immer weiter an wegen der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs. Deshalb hat die EU-Kommission mittlerweile einen Entwurf für einen „Notfallplan Gas“ veröffentlicht. Laut diesem sollen öffentliche Gebäude EU-weit ab Herbst nur noch bis 19 Grad beheizt werden.

Die Bundesnetzagentur rechnet mit einer massiven Erhöhung der Gaspreise für Verbraucher*innen. Der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller zieht ein erstes Fazit: „Bereits jetzt haben sich die Abschläge der Heizkostenrechnungen verdoppelt und in dem Preis ist der Ukraine-Krieg noch gar nicht mit einkalkuliert.“ Die Bundesnetzwerkagentur fordert deshalb Verbraucher auf, sich finanziell mit Rücklagen oder technisch mit modernen Heizanlagen vorzubereiten. Mittlerweile seien die Preise an der Börse zum Teil versiebenfacht und diese Kosten würden irgendwann auch von uns Verbrauchern getragen werden müssen, so Müller.

Um der drohenden Gaskrise entgegenzuwirken, wurde nun ein Entwurf für einen ,,Notfallplan Gas“ der EU-Kommission veröffentlicht. Eine der Maßnahmen besagt öffentliche Gebäude, Büros, sowie kommerzielle Gebäude ab dem kommenden Herbst bis maximal 19 Grad zu beheizen. Die Kommission ruft auch Haushalte dazu auf, freiwillig weniger Gas zu verbrauchen. Sollte es zu einer Gasknappheit kommen, besteht bereits die Regel, dass Haushalte und Krankenhäuser priorisiert werden sollen. In dem Entwurf soll es aber auch die Möglichkeit geben, die Versorgung von Gaskraftwerken für die Stromversorgung vor bestimmten geschützten Verbrauchern zu priorisieren.

Die Erhöhung des Gaspreises hat einen Ursprung: Der Gasvorrat in Europa ist durch den Russland-Ukraine-Krieg weniger geworden. Dadurch kann es in Europa zu einer Gaskrise kommen. Laut der EU-Kommission gebe es mittlerweile ein „erhebliches Risiko“, dass Russland die Gaslieferungen nach Europa stoppt. Letztendlich kann es noch Änderungen im Entwurf geben. Der fertige ,,Notfallplan Gas“ soll dabei voraussichtlich nächste Woche Mittwoch offiziell vorgestellt werden.

 

 

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