Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab

Donald Trump hat am Donnerstag das für den 12. Juli angesetzte Treffen mit Kim Jong Un abgesagt. Veröffentlicht wurde die Entscheidung über Twitter.

Bekannt wurde die Absage, als das Weiße Haus einen Brief an den nordkoreanischen Machthaber auf Twitter veröffentlichte. Früher am selben Tag hatte Nordkorea noch gemeldet, sein Atomtestgelände in Gegenwart ausländischer Journalisten zerstört zu haben. Auch drohte Trump Kim in der Absage unverhohlen: das eigene Nuklearwaffenarsenal sei so mächtig, dass er zu Gott bete, es niemals einsetzten zu müssen.

Der US-Präsident begründete seine Entscheidung mit „offenen Feindseligkeiten“ in einem Statement, das Nordkorea kurz zuvor veröffentlicht hatte. In diesem hatte die Regierung Nordkoreas Äußerungen von Trumps Sicherheitsberater John Bolton und seinem Vizepräsidenten Mike Pence aufs Schärfste verurteilt, die ein „Libyen-Modell“ für Nordkorea forderten. Dort hatte Dikator Gaddafi 2003 sein Atomprogamm auf Verlangen der westlichen Staaten eingestellt. Trotzdem unterstützten diese später Rebellen, die Gaddafi 2011 stürzten und später töteten. Bereits davor war die zwischenzeitliche Annäherung der beiden Staaten durch ein Manöver der US-Armee in Südkorea untergraben worden.

Nordkorea vermeldete inzwischen, es sei immer noch zu Gesprächen bereit.

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