Erkundungsflugzeug von Sea Watch festgesetzt

Die Hilfsorganisation Sea Watch darf wohl keine weiteren Erkundungsflüge an der libyschen Küste machen. Laut Angaben der Organisation wurde ihre Propellermaschine von maltesischen Behörden festgesetzt. Im letzten Jahr habe die Maschine 119 Boote in Seenot gesichtet und somit rund 1000 Menschen das Leben gerettet.

„Den politisch Verantwortlichen sollte klar sein, was dieses Flugverbot bedeutet: Die Menschen auf den Booten werden nicht gerettet, sondern ertrinken ungesehen”, kritisiert der Pilot Fabio Zgraggen die Festsetzung. Dabei sei das Flugzeug fast ein Jahr lang in Zusammenarbeit mit den maltesischen Behörden und der italienischen Küstenwache Einsätze geflogen. Die aktuelle Festsetzung wurde laut Medienberichten auch von einem Regierungssprecher in Valetta bestätigt.

Im Bereich des Mittelmeerraumes werden vermehrt Boote internationaler Hilfsorganisationen blockiert. So durfte das Rettungsschiff „Lifeline“ mit mehr als 200 Flüchtlingen an Board nach tagelanger Irrfahrt auf dem Meer zwar in Malta einlaufen, befindet sich aber nun in polizeilichem Gewahrsam. Der Kapitän des Schiffes muss sich nun vor Gericht verantworten.

Viele Personen der Öffentlichkeit kritisieren das Vorgehen auf dem Mittelmeer, so auch Fernsehmoderator Jan Böhmermann, der eine Online-Spendenaktion für die Verteidigung der „Lifeline“-Besatzung startete. Für sein Projekt „Missions Lifeline“ wurden bisher über 145.000 Euro gespendet.

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