Seehofer kündigt offenbar Rücktritt als CSU-Parteivorsitzender an

Horst Seehofer gibt vermutlich sein Amt als Parteivorsitzender der CSU ab. Bei einem Treffen mit der Parteispitze soll er dies Medienberichten zufolge am Sonntagabend angekündigt haben. Offiziell hat er dies allerdings noch nicht bestätigt.

Nach den schlechten Wahlergebnissen der Landtagswahl in Bayern stieg in letzter Zeit parteiintern der Druck auf Seehofer. Sein Amt als Parteivorsitzender läuft eigentlich erst Ende nächsten Jahres aus. Jetzt soll aber offenbar schon im Januar bei einem Sonderparteitag der CSU seine Nachfolge bestimmt werden, berichtet der Bayerische Rundfunk. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gilt als Favorit für das Amt des Parteichefs. Fraglich ist, ob Seehofer trotzdem weiterhin auf Bundesebene als Innenminister tätig sein wird.

Politiker aus der Opposition haben dabei eine klare Meinung: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, fordert laut Informationen auch hier seinen Rücktritt. „Jeder Tag, den Horst Seehofer weiter Innenminister bleibt, ist ein Tag zu viel“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Ähnlich äußert sich auch die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, über Twitter. Aus den Reihen der Schwesterpartei CDU kamen bisher wenige Reaktionen auf den möglichen Wechsel an der Parteispitze der CSU, auch die Spitze der SPD hält sich noch zurück. Offiziell will Seehofer sich erst im Laufe der Woche äußern, sobald das neue Kabinett unter Markus Söder vereidigt wurde.

 

 

 

 

 

 

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