Islamkonferenz in Berlin: Integration auf dem Prüfstand

Bei der vierten Islamkonferenz in Berlin diskutieren Vertreter der Muslime zwei Tage lang mit dem deutschen Staat. Ein aktuelles Thema: Die Selbstorganisation von muslimischen Verbänden in Deutschland.

Erst letzten Sonntag ist der Vorstand des Moscheeverbandes „Ditib“ in Niedersachsen zurückgetreten. Der Grund: Einflussnahme der türkischen Regierung auf den Verband. Auch Horst Seehofer setzt seinen Schwerpunkt bei der Thematik. Er möchte sich bei der Konferenz dafür einsetzen, die ausländische Einflussnahme auf deutsche Moscheen zu beenden. Er eröffnet am Mittwochvormittag die Konferenz. Außerdem nehmen an der Konferenz noch weitere Wissenschaftler, Politiker und Muslime teil. Die insgesamt 200 Teilnehmer diskutieren außerdem über die Ausbildung der Imame. Sie gilt als umstritten, weil es in Deutschland keine einheitliche Ausbildung zu dem Beruf gibt. Die Möglichkeiten reichen vom Selbsstudium bis zum Studium an einer deutschen Universität, wie zum Beispiel in Münster.

Das Ziel der zweitägigen Konferenz ist die Integration der Muslime in Deutschland zu verbessern. Im Vorhinein gab es allerdings viel Diskussion darüber. So fühlten sich zum Beispiel liberale Muslime auf den vorherigen Konferenzen nicht repräsentiert, da sie anders als konservative Muslime nicht so gut in Verbänden organisiert seien. Deswegen sind dieses Jahr auch Einzelpersonen eingeladen.

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