Immer mehr Deutsche haben den Kleinen Waffenschein

Die Anzahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland steigt. Das ergab die Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Seit 2014 ist die Zahl um mehr als das Doppelte angestiegen.

Die Umfrage des RND zeigt, dass bei den Innenministerien der 16 Bundesländer Ende Oktober 2018 insgesamt 599.940 Kleine Waffenscheine registriert sind. 2014 lag die Zahl bei 261.332 solcher Erlaubnisse. Demnach hat sie sich mehr als verdoppelt. Die Menge der gespeicherten Waffenscheine im Nationalen Waffenregister lag Ende 2017 noch bei 557.560. Als möglichen Grund der steigenden Zahlen und das Interesse an den Berechtigungen war größtenteils die Verunsicherung durch Terroranschläge genannt worden. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, berichtete der RND: „Wir müssen aufpassen, dass wir in Deutschland keine amerikanischen Verhältnisse bekommen.“ Auch die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundesfraktion, Irene Mihalic, reagierte besorgt und warnte: „Mehr private Waffen schaffen nicht mehr Sicherheit – im Gegenteil: Sie haben das Potential, Konflikte in Gewalt eskalieren zu lassen.“

Der Kleine Waffenschein ist seit 2013 erforderlich, um Reiz-, Signal-, oder Schreckschusswaffen tragen zu dürfen. Für die Aufbewahrung zu Hause ist allerdings kein Waffenschein nötig.

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