Facebook sperrt Accounts von Ultrarechten

Facebook hat mehrere ultrarechte Kommentatoren aus den USA und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Den Nutzern wird vorgeworfen in den Sozialen Netzwerken Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen, Juden und Transgender propagiert zu haben. 

Gesperrt wurde unter anderem der einflussreiche amerikanische Verschwörungstheoretiker und Radiomoderator Alex Jones. Er hat in der Vergangenheit die These verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Blockiert wird auch der britische Blogger Milo Yiannopoulos. Er ist immer wieder mit Äußerungen gegen Frauen und rassistischen Kommentaren an die Öffentlichkeit gegangen und hat Donald Trump im US-Wahlkampf unterstützt. Ein weiterer Ultrakonservativer, dem in Zukunft der Zugang zu Facebook verwehrt wird, ist Louis Farrakhan. Der afro-amerikanische Politiker ist laut der religiös-politischen Organisation „Nation of Islam“ Chef des radikalen Unternehmens.

Facebook und andere Soziale Plattformen sehen sich seit dem US-Wahlkampf von 2016 und dem Brexit-Votum starkem Druck ausgesetzt, strikter gegen Hasskommentare, Diskriminierung und die Verbreitung manipulativer Inhalte vorzugehen. Das Unternehmen betonte, es habe aber schon immer Individuen oder Organisationen ausgeschlossen, die Gewalt und Hass proklamierten. „Der Prozess zur Bewertung potenzieller Regelverletzer ist umfangreich und hat uns zu unserer Entscheidung geführt, diese Konten heute zu entfernen.“


              
                    
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