Diese Freibäder in Dortmund haben trotz Eichenprozessionsspinner auf

Diesen Sommer macht der Eichenprozessionsspinner Dortmund zu schaffen. Der Fredenbaumpark war einige Tage dicht, der Hoeschpark ist wegen der Raupen immer noch gesperrt. Deshalb musste auch das Freibad Stockheide schließen. In direkter Nähe zum Schwimmbecken waren Bäume von den Raupen mit ihren giftigen Brennhaaren befallen. Laut Stadt Dortmund wurden die Eichenprozessionsspinner durch eine beauftragte Firma mit Hochleistungssauggeräte entfernt. Weil der nächste befallene Baum weit genug vom Freibad entfernt liegt, können die Dortmunder dort wieder schwimmen gehen. Die weiteren Nester sollen laut Stadt Dortmund bis Freitag (28. Juni) entfernt werden.

Die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können Pusteln und Juckreize verursachen.

Die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können sehr gefährlich sein. Industrie- und Baumkletterer Eike Helf erklärt im KURT-Interview, dass Juckreiz und Hautreizungen und in den schlimmsten Fällen sogar Atemnot, Bindehautentzündungen und allergische Schocks durch die Brennhaare hervorgerufen werden können. Mit seiner Firma befreit er im Auftrag der Stadt zahlreiche Bäume in den Parks und Straßen. Ein befallener Baum kann je nach Aufwand bis zu 1.700€ kosten. In Dortmund waren fast 2000 Bäume befallen, mehr als 900 davon wurden laut Stadt Dortmund bereits von den Eichenprozessionsspinnern befreit.

Viele bei der Stadt Dortmund gemeldete Fälle waren auch Verwechslungen mit der Gespinstmotte. Diese sieht den Eichenprozessionsspinnern relativ ähnlich. Seit Samstag wurden einige Teile des Fredenbaumparks und seit Sonntag alle Schulen und Tageseinrichtungen wieder freigegeben. Viele Eltern beschweren sich jedoch bei der Stadt, dass Kinder in einigen Kindergärten nicht nach draußen dürfen und bei den aktuellen Temperaturen drinnen spielen müssen. Gerade wenn in der Nähe Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen sind, sei es laut Stadt einfach zu gefährlich für die Kinder.

So könnt ihr befallene Bäume melden:

Weil die Haare des Eichenprozessionsspinners auch durch den Wind übertragen und somit im schlimmsten Fall auch eingeatmet werden können, empfiehlt Schädlingsbekämpfer Eike Helf, erst gar nicht in die Nähe von befallenen Bäumen zu gehen. Absperrungen kennzeichnen befallene Gebiete. Auch lange Kleidung hilft, damit die Brennhaare nicht in Kontakt mit dem Körper geraten. Auch ältere Nester können gefährlich sein, da sich dort zwar tote Tiere befinden, die Brennhaare aber noch weitere 5-10 Jahre giftig sein können. Ein Tipp des Experten: „Eichen sollst du weichen!“ Bis die Raupen sich im August entpuppen und zum Falter werden, sei das die beste Möglichkeit, der Gefahr zu entgehen.

Mittlerweile ist das Freibad Stockheide wieder geöffnet. Es könnten aber immer noch Bäume befallen sein. Wir haben für euch alle Freibäder in Dortmund gesammelt:

Im Freibad Wellinghofen können Besucher bis Ende August wochentags von 7 Uhr, am Wochenende von 8 Uhr, bis 20 Uhr Schwimmen gehen. Als Student kostet der Eintritt (bis 27 Jahre) gegen Vorlage des Studierendenausweises drei Euro. Ausgestattet ist das Bad mit einem Schwimmerbecken, einem Nichtschwimmerbecken und einer Rutsche.

Die gleichen Konditionen gelten im Freibad Volkspark am Signal-Iduna-Park. Der Sprungturm ist zur Zeit allerdings wegen Sanierungsarbeiten gesperrt.

Im Freibad Hardenberg in Eving können Besucher bis September immer von 9 bis 19 Uhr schwimmen, nur donnerstags macht das Bad erst um 11 Uhr auf. Auch hier zahlen Studierende drei Euro Eintritt. Das Highlight sind eine 65 Meter lange Doppelrutsche und eine Badeinsel.

Viele Studierende treffen sich Abends am Ems-Kanal. Hier ist das Schwimmen rechtlich zwar nicht erlaubt, aber geduldet. In der  Binnenschifffahrtsstraßenordnung stehen folgende Regeln, die dabei zu beachten sind. Untersagt ist das Schwimmen:

  • Im Schleusenbereich,
  • In der Nähe von schwimmenden Geräten
  • Im Schwimmverbot
  • Bei Behinderung von Schiffen

Auch von einer Brücke ins Wasser zu springen ist verboten. Andernfalls drohen Buß- und Verwarnungsgelder. Der Ems-Kanal hat zwar einen Besitzer, würde dieser aber das Schwimmen im Ems-Kanal grundsätzlich erlauben, müsste er auch für Sicherheitsvorkehrungen sorgen. Deshalb wird das Schwimmen geduldet, an manchen Stellen ist es aber explizit untersagt. Die Wasserschutzpolizei Dortmund sagte uns, dass das Schwimmen in öffentlichen Gewässern immer Gefahren berge. So stellen vor allem die Welse eine Gefahr da. Die bis zu 1 1/2 Meter langen Fische können bis zu 150 Kilogramm schwer werden und auch einige Schwimmer erschrecken. Die Tiere können zwar nicht beißen, aber an den Schwimmern saugen. Weil sie sich erschrecken, könnten Schwimmer dann absinken und so im schlimmsten Fall ertrinken.

 

Beitragsbild: Lee Jeffs/Unsplash

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