NRW will Klimagipfel ausrichten

Der nächste Weltklimagipfel könnte in Bonn stattfinden. Dafür sprechen gleich zwei Gründe.

Die NRW-Landesregierung hat am Mittwoch (30.10.2019) angeboten, den für Dezember geplanten Weltklimagipfel im UN-Standort Bonn auszurichten. Ursprünglich sollte die Weltklimakonferenz (COP25) in Chile stattfinden. Staatschef Sebastián Piñera hatte den Gipfel aber aufgrund der anhaltenden Proteste im Land abgesagt.

„Als Landesregierung wollen wir gerne tatkräftig helfen, dass die COP25 noch stattfinden kann. Der UN-Standort Bonn würde dafür über beste Vorerfahrungen verfügen“, erklärte die NRW-Landesregierung. Die Weltklimakonferenz wurde bereits 2017 ersatzweise in Bonn ausgerichtet, weil der damalige Gastgeber, der Inselstaat Fidschi, nicht alle Gipfelteilnehmer unterbringen konnte. Außerdem sitzt das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn.

Der Klimagipfel sollte ursprünglich vom 2. bis zum 13. Dezember in der chilenischen Hauptstadt Santiago stattfinden. Derzeit kommt es dort zu Massenprotesten für soziale Reformen und zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Regierung müsse sich nun vor allem der Befriedung sowie den notwendigen Reformen widmen, erklärte Staatschef Piñera am Mittwoch.

Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen und ist mit mehreren Zehntausend Besuchern und Abgesandten mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden.

Quelle: dpa

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